Frist läuft: Schuldenfrei zurück in die Krankenkasse

Der 31.12.2013 ist Stichtag für Menschen ohne Krankenversicherung:
Wer bis dahin Mitglied wird, muss keine Pflichtbeiträge nachzahlen.

In Deutschland gibt es eine Krankenversicherungspflicht: Jeder muss daher
bei einer Krankenversicherung gemeldet sein und Beiträge entrichten. Wer
das versäumt hat und nachholen möchte, muss nachzahlen. „Bis
Jahresende gilt jedoch eine Ausnahme“, sagt Elke Gravert von der
hannoverschen Beratungsstelle der Unabhängigen Patientenberatung
Deutschland (UPD). Meldet man sich bis zum 31.12.2013 bei einer
gesetzlichen Kasse, werden die angefallenen Beitragsschulden einmalig
erlassen. Wer früher privat versichert war, kann nur zurück in eine private
Kasse, muss aber den sonst fälligen Prämienzuschlag nicht zahlen.
Fast 140.000 Menschen könnte die Altschulden-Regelung nützen. Sie sind
laut Statistischem Bundesamt nicht krankenversichert. Markus H. ist einer
von ihnen. Der 49-Jährige ist selbstständig und seit zehn Jahren in keiner
Kasse. Zuvor war er freiwillig gesetzlich versichert, konnte sich aber die
Beiträge nicht mehr leisten und verlor so den Versicherungsschutz.
Seitdem zahlt er die Behandlungen selbst.
„Wer Behandlungskosten aus eigener Tasche bezahlt hat, bekommt sie im
Nachhinein nicht zurück“, erklärt Patientenberaterin Gravert. Denn die
Krankenkassen verlangen für den Schuldenerlass im Gegenzug eine
schriftliche Bestätigung, dass keine Ansprüche gegen sie gestellt werden.
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