"Wenzel fordert unterirdische Kalihalden" - HAZ v. 3.2.2014, S. 4

Rückstandshalde bei Lehrte
Ronnenberg: Kalisalzmuseum Empelde | Sicherlich hat unser Umweltminister das so nicht gesagt, wie der kurze Zeitungsartikel im zweiten Satz als Zitat auch klar stellt: gemeint ist der Versatz der Rückstände unter Tage. Das allerdings war und ist gängige und sogar bergrrechtlich vorgeschriebene Praxis in der steilen Lagerung.
Der Schreiber des Artikels -lni - liegt schlicht falsch, wenn er behauptet, dass "die Rückstände des Kalisalzes immer auf oberirdischen Halden" landen. Vielleicht sieht es für den unkundigen Laien so aus, aber bei der Förderung des Rohsalzes fällt so viel Rückstand, in der Regel Steinsalz, also NaCl, und andere Salze und Verunreinigungen an, dass gar nicht alles wieder unter Tage verbracht werden kann. Warum?
Der kurze Versuch der Erklärung: Der Kaligehalt eine Kaliflözes beträgt, bei guter Ausbeute, vielleicht 20 %, häufig weniger; als Faustregel gilt eine Abbauwürdigkeit ab 11 %. Das bedeutet, dass 80 bis 90 % des geförderten Rohsalzes nicht zu gebrauchen sind. Um an das Kali zu gelangen, muss alles fein aufgemahlen werden, und dabei vergrößert sich das Volumen auf grob das Dreifache. Das ist zu viel, um es wieder in die leeren Abbaue verbringen zu können. Wenn eine/r der Leser/innen eine Idee hat, wie man den Rückstand vermarkten kann, dann könnte er/sie leicht Millionär werden!
Wahrscheinlich ist man in Empelde den richtigeren Weg gegangen, und der heißt: Einfügung der Rückstandshalden in das Landschaftsbild durch Begrünung. Empelde beweist, dass es möglich ist.
Wer mehr erfahren möchte, der besuche doch sonntags ab 10 Uhr das Niedersächsische Museum für Kali- und Salzbergbau in Empelde.
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