SPD Abteilung Ihme-Roloven, Vörie, Linderte informiert sich im RÖMER-UND PELIZAEUS MUSEUM, HILDESHEIM über die Streikkultur und Arbeiterbewegung im ALTEN ÄGYPTEN

SPD Abteilung Ihme-Roloven, Vörie, Linderte im Römer-und Pelizaeus Museum, Hildesheim 2. von rechts: Prof. Dr. Regine Schulz, Direktorin Römer-und Pelizaeus Museum
 
Dr. Christian Bayer, Ägyptologe am Römer-und Pelizaeus Museum erläutert die Widderfigur.
Der diesjährige KulToursommerausflug führte Mitglieder der SPD-Abteilung Ihme-Roloven, Vörie, Linderte ins Alte Ägypten. Die Mitglieder wurden durch die Direktorin des Römer-und Pelizaeus Museums Frau Prof. Dr. Regine Schulz (2.von rechts-Foto 1) begrüßt.

Frau Schulz führte kurz in die Geschichte und Entwicklung des Museums ein, bevor sie auf die Objekte des Alten Reichs einging. Sie sprach über den Wesir Hemiunu (im Hintergrund), der für den Bau der Großen Pyramide in Giza verantwortlich gewesen ist. Er war der Neffe des Pharao Cheops, der die große Pyramide in Auftrag gegeben hatte. Weiter ging es dann zu Objekten, die in den Gräbern an den 3 großen Pyramiden gefunden wurden.

Dr. Christian Bayer (Foto 2), der am Römer-und Pelizaeus Museum tätige Ägyptologe, übernahm die Führung, informierte über die Arbeitsbedingungen und das soziale Leben im Alten Ägypten.

Er konnte berichten, daß Arbeiter des Pharaonengrabes in der Regierungszeit des Pharao Ramses III in den Streik getreten sind.
Damals ging es nicht, im Gegensatz zu Heute, um Gehaltserhöhungen und Zulagen, sondern um die Sicherung der Existenz.

Die Arbeiter, die die Gräber für die Pharaonen anlegten, wurden mit Nahrungsmitteln und Rohstoffen versorgt. Als diese Versorgung länger ausblieb, streikten die Arbeiter bis die Versorgung wieder anlief.
Neben der Versorgung mit Lebensnotwendigsten, hatten die Handwerker Anrecht auf eine angemessene Bezahlung. Zugleich bekamen die Familien noch Ausgleichszahlungen während der Abwesenheit ihrer Angehörigen.

Bereits im Alten Ägypten gab es geregelte Arbeitszeiten, Feiertage und einen Dekadentag, der dem heutigen Sonntag vergleichbar war, das lange Wochenende war zu dieser Zeit schon beliebt.

Die Alten Ägypter kannten auch religiöse Feiertage an denen die Arbeit ruhte, hier spielten lokale Feste eine Rolle, vergleichbar heute mit der unterschiedlichen Anzahl der gesetzlichen Feiertage in den einzelnen Bundesländern.
Sozial war auch, daß bereits vor 3,5 Jahrtausenden trifftige, persönliche Gründe dazu führten daß die Arbeiter der Arbeit fern bleiben konnten, hierzu zählte z. B. die Geburt eines Kindes sowie Tod eines Familienangehörigen.

Die tägliche durchschnittliche Arbeitszeit betrug damals schon 8 Stunden.

Rechte, die sich die Arbeiter in unserem Land in den letzten 150 Jahren Jahren erkämpt haben, wie zuletzt die Einführung des Mindestlohns, waren schon vor 3500 Jahren in Ägypten
eine Selbstverständlichkeit.

Mit einiger Sicherheit lässt sich sagen, daß die Handwerker im Alten Ägypten ein erträgliches und einträgliches Leben führten. Es war zwar nicht vergleichbar mit dem Leben das „die oberen Zehntausend“ führten, ist aber ein gesellschaftliches Phänomen, das auch heute noch bei uns anzutreffen ist.

Auch den religiösen Umbruch im sog. Neuen Reich unter dem Pharao Amenophis IV/ Echnaton (der Gemahl der berühmten Nofretete ) erläuerte Dr. Bayer anschaulich.

Alles in Allem war es eine interessante und unterhaltsame Kulturreise durch mehr als 3 Jahrtausende.

„Die Führungen waren sehr lehrreich, aber auch unterhaltend und alles andere als langweilig“ äußerte der 1. Vorsitzenden Ludwig Kühn ( Foto 1, sitzend 1. von links) .
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