Übernachten im Feuerwehrhaus

Die Kids sperren die Straße, damit die anderen die Ölspur abstreuen können.
 
Die Kids bekommen erklärt, wie sie bei einer Ölspur am besten vorgehen.
Ronnenberg: Feuerwehrhaus Ronnenberg |

Am vergangenen Wochenende stand für die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Ronnenberg das Highlight des Jahres an. Am Samstag gegen 10 Uhr war Treffen am Gerätehaus, um die Schlafsäle zu beziehen. Empfangen wurden sie von vielen aktiven Kameraden, die den Betreuerstab tatkräftig bei der Umsetzung der folgenden 24 Stunden unterstützten.

Als die Betten aufgebaut und die Schlafsäcke ausgerollt waren, wurden die Kids in zwei „Dienstgruppen“ eingeteilt, die abwechselnd die verschiedenen Fahrzeuge besetzten.

Zu einer „Ölspur“, bestehend aus Kakaopulver, Wasser und Speiseöl sowie zu einem Plüschhund, der sich in einen Baum verirrt hatten, rückten jeweils eine Dienstgruppe aus und die andere vergnügte sich derweil bei diversen kleineren Spielen im Feuerwehrhaus.

Nachdem diese beiden kleineren Einsätze abgearbeitet waren, gab es zur Stärkung für jeden einen großen Berg Spaghetti Bolognese und etwas Mittagsruhe.

Im Anschluss an die Mittagspause wurden jeweils eine Partie Brennball und Völkerball auf der Wiese vor dem Feuerwehrhaus der Feuerwehr Empelde gespielt.

Nach der Rückkehr gab es Kuchen für alle, wobei die erste Gruppe zu einem ausgelösten Rauchwarnmelder in einer Fleischerei im Hagacker alarmiert wurde, bei dem sich vor Ort herausstellte, dass es in einem Kellerraum zu einer Rauchentwicklung gekommen war und eine Person vermisst wurde. Die Besatzungen des Tanklöschfahrzeuges (TLF) und des Mehrzweckwagens (MZW) rüsteten sich daraufhin mit Atemschutzgeräten der Jugendfeuerwehr aus und begannen mit der Personensuche. Die Person konnte zügig gefunden werden und wurde von zwei Trupps aus dem Keller gerettet.

Während die erste Gruppe wieder einrückte, gab es schon einen Einsatz für die zweite Gruppe: Eine Person sollte im Bettenser Weg unter einem Anhänger eingeklemmt sein.

Die Besatzungen des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) sowie des Einsatzleitwagens (ELW) sicherten an der Einsatzstelle den Anhänger ab und befreiten, mit Hilfe der Hebekissen des HLFs, die darunter eingeklemmte Person.

Nach diesem Einsatz gab es für alle zusammen leckeres Essen vom Grill und diverse Salate, die die Kinder mitgebracht hatten.

Als nächstes kam, in Form eines Alarms für die gesamte Jugendfeuerwehr, der große Augenblick des Tages. Gemeldet war ein Hausbrand in der Empelder Straße. Hierfür hatte ein Kamerad aus der aktiven Abteilung ein „Haus“ aus alten Paletten, Pappe und Stroh zusammengebaut, welches beim Ausrücken der Kräfte angezündet wurde. Mit der Unterstützung der anwesenden Betreuer, löschten die Kinder und Jugendlichen das Feuer und sicherten die Umgebung. Die Drehleiter kam hier unterstützend hinzu und leuchtete die Einsatzstelle aus.

Im Anschluss an den Brandeinsatz, fand ein Kinoabend statt, bei dem „Der Schuh des Manitu“ vorgeführt wurde. Bevor der Film jedoch zu Ende war, kam es zum letzten Einsatz des Tages.

Es wurde eine vermisste Person im südlichen Teil des Ronnenberger Holzes gemeldet und die gesamte Gruppe machte sich auf die Suche. Kurz bevor die Person gefunden werden konnte, wurden zwei suchende Einsatzkräfte von der Leitstelle als vermisst gemeldet und ebenfalls gesucht. Die Personen wurden dann auch zügig gefunden und die Kinder durften nach einem anstrengenden Tag wohlverdient ins Bett gehen.

Vor dem großen, gemeinsamen Frühstück, gab es am nächsten Morgen noch einen letzten Einsatz für alle zusammen. Auf dem Festplatz in Ronnenberg hatte jemand unerlaubt eine unbekannte Flüssigkeit entsorgt und somit einen Gefahrguteinsatz provoziert.

Ein Trupp erkundete mit leichten Chemikalienschutzanzügen die Lage, eine Gruppe baute einen Not-Dekontaminations-Platz auf und eine weitere Gruppe bereitete einen Löschangriff vor. Auch dieser Einsatz konnte von den Kindern zügig abgearbeitet werden, da jeder endlich frühstücken wollte.

Zum Abschluss wurden nach dem Frühstück noch Gruppenfotos gemacht. Danach gingen 24 anstrengende, aber tolle Stunden zu Ende und die Kinder und Jugendlichen konnten nach Hause.

Aus unserer Sicht war das Übernachten im Gerätehaus ein voller Erfolg und wir freuen uns darauf, so eine Aktion wiederholen zu können.

Einen großen Dank an alle aktiven Kameraden, die uns an diesem Tag so tatkräftig unterstützt haben!

geschrieben von Maximilian Lüerßen
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1 Kommentar
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Kurt Battermann aus Burgdorf | 26.10.2016 | 16:46  
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