Ronnenberg. Anfang des vergangenen Jahres hatten wir unsere Neubauplanung im Bauausschuss der Stadt Ronnenberg erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. In Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und einem privaten Investor konnte das Neubauprojekt in Passivhausbauweise nun zur Baureife weiterentwickelt werden. Die bundesweit erste THW-Unterkunft in Passivhausbauweise – außerdem ausgerüstet mit einer Solaranlage - fördert ganz besonders den Klimaschutz.
Baubeginn und Erster Spatenstich
Nach einer mehrjährigen Suche nach einem geeigneten Grundstück und gut zweijähriger Planungszeit erfolgt nun am Mittwoch, 11 Juli 2012 der „Erste Spatenstich“ für den Neubau der Unterkunft des Technischen Hilfswerkes, Ortsverband Ronnenberg. Im Verlauf einer kleinen Feierstunde werden am kommenden Mittwoch gemeinsam mit dem Investor und Vertretern der Politik mit einem symbolischen „Ersten Spatenstich“ die Bauarbeiten gestartet und der „Ortsverbands-Baum“ gepflanzt. Erwartet werden neben dem Ronnenberger Bürgermeister Wolfgang Walter auch die Bundestagsabgeordneten Dr. Maria Flachsbarth und Dr. Matthias Miersch.
Informationen zum Neubau des THW Ronnenberg
Für eine gute Ausbildung im THW sind auch gute Trainings- und Übungsmöglichkeiten sowie ein modernes Umfeld vor Ort erforderlich. Rund acht Monate werden daher die Bauarbeiten auf dem ehemals städtischen Grundstück (das ehemalige Werksgelände des Kalibergwerkes „Hansa“) im Gewebegebiet Hansastraße andauern, bevor im Frühjahr 2013 die neue Unterkunft durch das Technische Hilfswerk bezogen werden kann und für den Einsatzbetrieb nutzbar ist. Bei dem Gelände handelt es sich um das Wunschgrundstück des Ortsverbandes, da sich der neue Standort in direkter Nachbarschaft zu den Partnerorganisationen wie Feuerwehr und DRK befindet. Außerdem ist mit der Anschlussstelle an die B65 eine schnelle Anbindung in alle Richtungen verfügbar, so dass die Einsatzkräfte im Notfall schneller am Einsatzort sein können! Bei der bisherigen Unterkunft in der Empelder Str. in Ronnenberg handelt es sich um eine alte Industriehalle einer ehemaligen Abdeckerei, die inzwischen veraltet und stark sanierungsbedürftig ist. Die Umkleideräume und sanitären Anlagen der alten Liegenschaft sind nicht mehr zeitgemäß - eine Sanierung wäre unwirtschaftlich.
Neubau im Passivhaus-Standard
Der Neubau, der rund 1,7 Millionen Euro kosten soll, wird durch die „GiftgeConsult GmbH“ als Bauherrenvertreter aus Hildesheim geplant und errichtet. Dabei wird das Sozialgebäude mit Schulungs- und Büroräumen sowie Umkleide- und Werkräumen nach dem Passivhaus-Standard errichtet. Der Ortsverband Ronnenberg wird damit die bundesweit erste THW-Unterkunft erhalten, die nach diesem umwelt- und klimaschonenden Baustandard errichtet wird. Gemäß den Vorgaben der THW-Musterplanung, wird für den Ortsverband Ronnenberg mit seinen über 80 ehrenamtlichen Mitgliedern ein Sozial- und Verwaltungsbau mit 560 m² Nutzfläche sowie eine Kraftfahrzeughalle mit zehn Fahrzeugboxen und 510 m² Nutzfläche sowie Außenanlagen für die Standort-Ausbildung zur Verfügung gestellt. Die BImA ist Auftraggeber des Bauvorhabens und letztendlicher Vermieter an das THW.
Eigenleistung des Fördervereines erforderlich
Die nach Vorgabe errichteten Gebäude werden mit Unterstützung der THW-Helfervereinigung aus Spendenmitteln – insbesondere im Jugend- und Küchenbereich - ergänzend ausgestattet. Außerdem hat sich die Stadt Ronnenberg bereit erklärt, eine in städtischem Eigentum befindliche
und an das THW-Grundstück angrenzende Grünfläche im Rahmen eines Pachtvertrages dem Förderverein zur Pflege und Nutzung als Übungsfreifläche zu überlassen. Hier wird durch die Vereinsmitglieder u.a. für die Jugendarbeit ein ca. 40 m² großes Gartenhaus in Eigenleistung errichtet.
11.07.2012
Frank Arlt
Weitere Informationnen unter http:// www.thw-ronnenberg.de









