Glück auf "Verein für Bergbau- und Industriegeschichte Recklinghausen e. V."

Fördergerüst des Schachts "Konrad Ende" der ehemaligen Zeche Recklinghausen II
Vor 25 Jahren setzten sich u. a. ehemalige Bergleute der Zeche Recklinghausen II im Recklinghäuser Stadtteil Hochlarmark dafür ein, dass das Fördermaschinenhaus der inzwischen stillgelegten Zeche samt Fördergerüst des Schachts 4 „Konrad Ende“ erhalten bleibt. Dieses Fördergerüst ist eines der wenigen, bei dem vier Seilscheiben nebeneinander angeordnet sind. Zwei Dampffördermaschinen aus dem Jahr 1963 – die letzten ihrer Art im deutschen Steinkohlenbergbau – transportierten die Förderkörbe in der aktiven Zeit der am südlichen Stadtrand Recklinghausens betriebenen Zeche.

Der Verein für Bergbau und Industriegeschichte Recklinghausen e. V. erhielt ein Fördermaschinenhaus, das als Museum dient, und restaurierte eine der beiden Fördermaschinen. Im Maschinenraum befinden diverse Exponate und Fotos aus dem Bergbau. Andere Räumlichkeiten werden von der örtlichen Bürgerschützengilde Hochlarmark und der Vestische Tanzsport Gemeinschaft Grün- Gold Recklinghausen als Mieter genutzt. Außerdem kann man Räumlichkeiten mieten. Um das Gebäude entstand ein Stadtteilpark zur Naherholung. Auf diese Weise schuf der Verein für Bergbau und Industriegeschichte Recklinghausen e. V. in seinem Stadtteil ein soziokulturelles Zentrum. Für diese Leistungen wurde er im Jahre 2011 von der Lokalen Agenda 21 (neben zwei gleichwertigen Preisträgern) mit dem Recklinghäuser Agendapreis ausgezeichnet. Seit einiger Zeit wurde außen am Gebäude ein Aufzug angebracht, sodass der Maschinenraum, in dem fachkundige Führungen stattfinden, barrierefrei erreicht werden kann. Rechtzeitig zum Vereinsjubiläum retteten Heinz-Jürgen Wagner (Vereinsvorsitzender) mit seinem Schwiegersohn Jürgen Wagner das elf Meter hohe Bleiglasfenster „Die Welt des Bergmanns“ des Bochumer Künstlers Karl-Willi Heyer, das sich ursprünglich in der damaligen Bergbaufachschule an der Kemnastraße befand.

Zu Beginn des Festakts wurde traditionell das Steigerlied aus voller Brust gesungen, wobei bei manchen anwesenden ehemaligen Bergleuten Stolz und Wehmut aufkam. Doch war man auch auf die Leistungen des Vereins stolz, die Dr. h. c. Klaus Bresser (ehemaliger, langjähriger Vereinsvorsitzender) in seiner Rede ansprach. Hierbei ging er u. a. auf die Leistungen von Friedbert Hückelkamp (langjähriger Betriebsratsvorsitzender der Zeche) und Dieter Lottermoser (Architekt) ein, die sich um den Erhalt und die neue Nutzung des Fördermaschinenhauses verdient machten. Anschließend richtete Bürgermeister Christoph Tesche (CDU) sein Grußwort. Frank Cerny (Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion) hielt ebenfalls eine kurze Rede. Nach der Jubilarehrung gab es bei Kaffee und Torten genügend Gelegenheit zu Gesprächen. Mit flotten Rhythmen sorgte die Gruppe Akkordeonklänge Vest Recklinghausen für gute Stimmung. Dem Verein für Bergbau und Industriegeschichte Recklinghausen e. V. gebührt Dank für seine Leistungen und Glück auf für die Zukunft.
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