„Die gute Stube – Altstadt Recklinghausen“

unter diesem Motto wird seit einiger Zeit geworben. Die Idee ist lobenswert und für ihre Ziele kann man Erfolg wünschen, denn unsere Altstadt hat einiges zu bieten. Doch habe ich einige Kritikpunkte anzumelden. Sowohl beim Logo der Kampagne als auch bei den Luftballons, die am Samstag (12. Juli) in der Innenstadt verteilt wurden, dominiert die Farbe Schwarz. Sieht so die Zukunft aus, wenn nach der Eröffnung des Palais Vest und einer Zeit der Neugier und Euphorie die Käuferströme aus den Nachbarstädten nachlassen? Werden die kleinen Fachgeschäfte in den übrigen Quartieren, die fachliche Beratung liefern und hier ihre Steuern zahlen, infolge fehlender Kundschaft schließen, weil sich langfristig die Kaufkraft nur innerhalb unserer Stadt verlagert? Werden wir noch mehr Leerstände in unserer Innenstadt bekommen?

Warum hat man nicht unsere Stadtfarben – Grün und Gold – bei der Gestaltung verwendet? Diese beiden Farben haben für mich auch eine andere Bedeutung. Grün: Das Fachforum Nachhaltige Stadtentwicklung der Lokalen Agenda 21 ist der Ansicht, dass das Palais Vest für unsere Stadt überdimensioniert ist. Es gleicht einem Konsumbunker. Wir wünschten eine Dach- und Fassadenbegrünung beim Einkaufszentrum sowie das Anlegen von innerstädtischen Grün- und Wasserflächen, die zum Verweilen einladen. Damit wäre zudem ein wichtiger positiver Beitrag zum Stadtklima und zur Lufthygiene geleistet worden, da Innenstädte Wärmeinseln darstellen und die Luftschadstoffkonzentrationen infolge des starken motorisierten Verkehrs auf den umliegenden Straßen hoch sind. Gold: Hoffen wir, dass die Zukunft unserer Stadt golden wird, wenn die Farbe Schwarz mit etwas Positivem assoziiert wird – mit schwarzen Zahlen.
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