Dancing Birds – ein Kunstprojekt von Suria Kassimi für eine Welt ohne Todesstrafe

Veranstaltungsplakat (Foto: Suria Kassimi)
Am 30.11. fand ab 16:30 Uhr im Hain der Menschenrechte zum weltweiten Aktionstag „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ gemeinsam mit der Künstlerin Suria Kassimi eine Veranstaltung der Kreisgruppe von Amnesty International und der Gastkirche in Kooperation mit der Lokalen Agenda, der Stadt Recklinghausen und der Sparkasse Vest Recklinghausen statt. Viele Interessierte waren gekommen.

Im Hain und entlang des benachbarten Weges funkelte ein Lichtermeer von Kerzen und gab der Veranstaltung einen geheimnisvollen und würdevollen Rahmen. Nach einem Trommelsignal erfolgten die Begrüßung durch Dorothea Lüke (Amnesty International) und das Grußwort von Bürgermeister Christoph Tesche. Suria Kassimi (Bildende Künstlerin) bedankte sich für die Einladung ihr Kunstprojekt „Dancing Birds A Question of Collective Liability“ hier in Recklinghausen realisieren zu können. Die Künstlerin arbeitet mit Malerei, Fotografie, Video und Lichtinstallationen. Ihre Untersuchung der kollektiven Psychologie und des kollektiven Raumes richtet sich auf Fragen der Humanität. Ihre Bilder sind visuelle Metaphern, die die schwierigen sozio-politischen Dynamiken unter der Oberfläche der konstruierten sozialen Wirklichkeit einfangen. Während Dancing Birds auf die Wand des benachbarten Bunkers projiziert wurde, herrschte andächtige Stille. In dieser Videoarbeit, die während der Veranstaltung als Loop lief, wird insbesondere der komplexe Zusammenhang zwischen Individuum und Gruppe sowie die Suche des Einzelwesens nach einem Platz in der Gesellschaft aufgezeigt. Die Schauspielerin Christine Sommer trug die literarischen Texte „Nachahmungstrieb“ von Erich Kästner und „Todesstrafe – ich bin dagegen“ von Georg Danzer vor. Drei Mitglieder von Amnesty International stellten die Schicksale von drei zum Tode verurteilte Menschen – Hakamada Iwao aus Japan, Hafez Ibrahim aus dem Jemen und Delara Darabi aus dem Iran – vor, die Portraits der genannten Personen wurden mit einer brennenden Fackel beleuchtet. Der offizielle Teil der Veranstaltung endete nach einem meditativen Gebet von Schwester Judith (Gastkirche) und einem leisen Trommelsignal. Im Anschluss gab es bei angemessener musikalischer Untermalung zahlreiche Gespräche zwischen den Gästen und den Veranstaltern sowie den beiden Künstlerinnen. Außerdem hatte Amnesty International eine Briefaktion zur Unterstützung für ein Wiederaufnahmeverfahren im Fall von Hakamada Iwao vorbereitet.

Die Veranstaltung endete gegen 17:30 Uhr.
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