Botschafter der Tourismus- Region- Wetter treffen sich in Ober- Mockstadt

  Es ist noch gar nicht so lange her, daß die Tourismus- Region Wetterau gegründet wurde, der derzeit neun Kommunen angehören. Ziel ist es, die Besonderheiten der Region der Öffentlichkeit am Infostand auf dem Glauberg und bei Messen etc zu vermitteln. Und dies ist die Aufgabe der haupt- und ehrenamtlichen Botschafter der teilnehmenden Gemeinden Etwa jeden Monat treffen sie sich jeweils in einer anderen Gemeinde. Nun war Ranstadt an der Reihe, die Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten von Ranstadt den Kolleginnen und Kollegen der anderen Gemeinden vorzustellen..
Treffpunkt war das „Alte Rathaus“ in Ober- Mockstadt. Und schon gab es eine erste Besonderheit, denn Ranstadt verfügt über zwei Standesämter, das eine ist eben in diesem Alten Rathaus. Die Bürgermeisterin Cäcilia Reichert- Dietzel stellte es den Gästen in einer Begrüßungsrede vor und berichtete stolz, daß dieses Standesamt bevorzugt gebucht wird. Nach etwas 10 Minuten Fußmarsch erreichten die Botschaftergruppe die Flutmulde 2 der Naturfreunde Ober- Mockstadt. Vorstandsmitglied Robert Meub, unterstützt durch Vereinsmitglied und Botschafter Manfred Egloff, erläuterten das Projekt. Die Flutmulde selbst, in Mitten des Grundstücks und umrahmt von einem Rundweg, wird durch Grundwasser, Regenwasser und das Abzweigen eines Grabens gespeist. Dieses Wechselspiel Austrocknen und Fluten ist Habitat von Lebewesen, die mit diesem Wechsel zurecht kommen. Das Weidentipi wurde vor zwei Jahren mit Kindergartenkindern erbaut, ebenso die kleinen Sitzmöbel im Inneren. Der Rückmarsch ging nun auf die andere, höher gelegene Seite Ober- Mockstadt's, die Kirche mit ihrem besonderen Kirchturm. Pfarrer Manuel Eibach, unterstützt durch den Heimatforscher Erich Harth, erläuterten die Geschichte Ober- Mockstadts, erstmals erwähnt 930 n. Chr. Die Stiftskirche des Kollegiatstiftes, damals noch Moxstadt, war damals zwischen Ober- und Nieder- Mockstadt. Der Edelfreie Hartmann von Büdingen stiftet im Jahr 950 n.Chr. der Donatus- Kirche zu Moxstat die Gebeine von fünf Märtyrern. Auf Grund dieser Schenkung wurde Mockstadt ein Wallfahrtsort. Die im Jahr 1220 erbaute, heutige Kirche, jetzt in Ober- Mockstadt, war im Laufe der Zeit baufällig geworden, sie wurde deshalb in den Jahren 1720 – 1726 neu erbaut. Der ehemals spitze gotische Kirchturm wurde 1755/56 durch den heutigen Barockturm ersetzt. Drei von den 5 Glocken stammen noch aus der 13. Jahrhundert, zwei im Jahr 1692. 6 Gemälde aus dem Jahr 1726 verzieren die Decke, die Bernhard- Orgel wurde 1817 eingebaut. Ein Taufstein aus Romanischer Zeit hat vor vielen Jahren wieder den Weg in die Kirche gefunden. Highlight war die Besteigung des Kirchturm, die meißten der Botschafter hatten es doch gewagt, die steilen Treppen der vier Etagen bis zum Glockenstuhl zu erklimmen.
Nun war es Zeit für eine Stärkung. Die Ranstädter Botschafter hatten, in Zusammenarbeit mit der Familie Meub, in den Räumen der Naturfreunde auf dem Anwesen der Meubs, ein Imbiss vorbereitet. Die Bürgermeisterin stellte nun in einer Bildpräsentation die einzelnen Ortsteile mit ihren Besonderheiten, ihren Strukturen vor. Ergänzt wurde das Referat durch einen kleinen Beitrag von S. Urban vom Kulturverein Dauernheim über die Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten von Dauernheim.
In einen abschliessenden bebilderten Beitrag stellte Christiane Meub, Vorsitzende des Vereins „Naturfreunde Ober- Mockstadt“ ihren Verein vor. Gegründet im Jahr 2009, gewachsen bis dato auf 371 Mitgliedern, das erstaunte und begeisterte alle Zuhörer. Das Spektrum der Arbeiten der Naturfreunde ist groß. Der Naturschutz und das Einbinden und Sensibilisieren aller Generationen sei dem Verein wichtig ,so Meub weiter. Um nur einiges zu nennen: Arbeiten mit den Kindern, so auch das Weidentipi, Apfelkeltern, Winterfutter herstellen, Blumenwiesen, Obstwiesen, Bau von Insektenhotels, Landschaft von Unrat säubern, Vorträge u.v.m. Mit dem Fazit: jeder kann ein kleines bisschen dazu beitragen, für die Natur, für die Artenerhaltung, auch zum Wohle der nachfolgenden Generationen. . . .
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