Landrat und Bürgermeister auf Klimaschutzkonferenz

Rain am Lech: Stadtbücherei | Im Vorfeld der 21. UN-Klimakonferenz in Paris veranstalten das Klimaschutzbüro und der Energiepakt des Landkreises Günzburg am 27. November 2015 ebenfalls eine Klimaschutzklausur. Landrat Hubert Hafner und die Bürgermeister werden die landkreisweiten Aktivitäten zur Senkung des Energieverbrauchs besprechen. Auf der Tagesordnung stehen bisherige Maßnahmen und zukünftige Planungen. Die Veranstaltung findet in Rain am Lech im Rahmen eines zweitägigen Bürgermeisterseminars statt.

Nachdem bereits 2014 der landkreisweite Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung über 3% des Strombedarfs betragen hat, erwartet der Landrat für 2015 ein ähnliches Wachstum. Einen spürbaren Beitrag werden hierzu die drei neuen Windräder im Scheppacher Forst leisten, die zum Landkreis Günzburg gehören. Bereits jetzt werden über 60% des Stromverbrauchs im Landkreis regenerativ erzeugt.
Nach Verabschiedung des landkreisweiten Klimaschutzkonzepts in 2013 haben sich viele Kommunen inzwischen eigene Energieanalysen erstellen lassen und mit Verbesserungsmaßnahmen begonnen. In 2015 nahmen die Gemeinden Rettenbach, Neuburg/Kammel und Ziemetshausen am Energie-Coaching-Projekt teil. Diese Initialberatungen wurden vom Freistaat Bayern und der Regierung von Schwaben unterstützt. Bereits in den vergangenen Jahren war die Teilnahmebereitschaft an solchen Konzepten bei den Günzburger Kommunen höher als in anderen bayerischen Landkreisen. Hans-Jörg Barth vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu wird den Bürgermeistern auf der Klimaschutzkonferenz die Vorteile von Energienutzungsplänen und Alternativen vorstellen.
Auch der Energiepakt hat sich positiv entwickelt, gab Winterbachs Bürgermeister Karl Oberschmid im Vorfeld der Günzburger Klimaschutzkonferenz bekannt. Er koordiniert den Energiepakt als freiwilligen kommunalen Zusammenschluss seit 2012. Der hatte sich 2015 zum Schwerpunkt gesetzt, für den Bau weiterer Wärmenetze im Landkreis mit Informationsveranstaltungen und einer Exkursion zu werben: In Waltenhausen ist nun ein zusätzliches Netz in Planung, um die vorhandene Biogaswärme besser zu nutzen. Gleichzeitig hat der Energiepakt mit den Kommunen Ebershausen, Ellzee, Kammeltal weitere Mitglieder aufgenommen.
Der Energiepakt wird auf der Klausur auch das Jahresthema 2016 festlegen. Mit dem Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf kommunalen Gebäuden und der praktischen Umsetzung des kommunalen Energiemanagements stehen den Bürgermeistern zwei Themen zur Auswahl.
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