Ein Juwel der besonderen Art: Die Stiftsbibliothek der Zisterzienser-Abtei in Waldsassen

Diese Stiftsbibliothek zählt zu den kunsthistorisch wichtigsten Bibliotheken Süddeutschlands und gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Oberpfalz.


Herzstück der Abtei bildet der von 1689 - 1726 entstandenen
weltberühmte Bibliotheksaal im Übergangsstil von Hochbarock zu Rokoko.
Zehn meisterhaft geschnitzte lebensgroße Holzfiguren stützen mit ihren Schultern die Empore des Bibliotheksaals. Diese sollen die unterschiedlichen Facetten des Hochmuts versinnbildlichen, wie Dummheit, Spottlust, Heuchelei und Ignoranz. Außerdem schmücken den Raum geschnitzte Porträtbüsten berühmter Persönlichkeiten aus der Antike wie Sophokles, Plato, Kaiser Nero und Sokrates.

In den vier großen Deckenfresken sind mystische Erscheinungen und Szenen aus dem Leben des großen Zisterzienserheiligen Bernhard von Clairvaux dargestellt. Die zehn Bildnismedaillons zeigen die großen Kirchenlehrer. Das Gewölbe der Bibliothek ist mit prächtigem Deckenstuck überzogen.

Begonnen wurde mit dem Bau der Bibliothek zwar schon 1433, doch erst unter Abt Eugen Schmidt wurde von 1724 –1726 der Bibliotheksaal so ausgestattet, wie ihn heute jedes Jahr etwa 100.000 Besucher besichtigen können.

Die Bildhauerarbeiten in der Bibliothek schuf Karl Stilp, der in Waldsassen lebte und im 10 km entfernten Eger (heute: Cheb) eine Werkstatt hatte.

Die insgesamt 14 großen und kleinen Deckengemälde malte der Bayreuther Maler Karl Hofreiter, der ebenso wie Stilp in Eger tätig war.

Für die Stuckarbeiten waren die drei Stuckateure Jacopo Appiani, Francesco Chiusa und Paolo Marazzi verantwortlich.

(Quelle Internetseite http://www.abtei-waldsassen.de/de/index.php?Biblio...)
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