Bärige Zeiten in Pulheim! Wie ich mir einen kuscheligen Freund fürs Leben bastele .....

Ein Korb voll kuscheliger Freunde!
 
Bitte habt uns lieb ....

Nicht nur Berlin hat einen Bären, auch Pulheim hat viele Teddys zu bieten!
Die Sinnersdorferin Margret Krümmel hat neben Ehemann und Katze noch viele kuschelige Mitbewohner. Selbstgebastelte Stofftiere, vor allem Bären leben mit ihr im Haus.



Viele Teddybären hat sie schon zum plüschigen Leben erweckt. Jedes von ihr hergestellte Exemplar erhält passend zu seiner pelzigen Persönlichkeit einen Namen.
Alle heißen mit Nachnamen Majo-Bären, das ist der Markenname, der von Margret Krümmel hergestellten Teddys.
Doch viel Arbeit und Liebe zum Detail steckt in den süßen Kuschelbären. "Für einen mittelgroßen Bären muss man 15 - 20 Arbeitsstunden rechnen", so Margret Krümmel.

Im folgenden ein kurzer Überblick über die verschiedenen Arbeitsschritte vom Schnittmuster hin zum Pulheimer Teddybären:

Zunächst wählt man ein Schnittmuster aus. Kopf, Ohren, Rumpf, Arme, Beine und Sohlen werden ausgeschnitten und auf Pappe aufgeklebt. Das erleichtert später das Aufmalen auf die Rückseite des Teddystoffes.

Nun benötigt man einen schönen kuscheligen Stoff. Margret Krümmel arbeitet nur mit Qualitäts-Mohair. Aus diesem von ihr verwendeten Material entstehen auch die bekannten Teddys mit einer gelben Marke im Ohr. Weil es sich bei diesem Stoff um ein Markenprodukt handelt, kann später jeder daraus gefertigte Bär auf Anfrage bei zertifiziert werden. Dabei erhält der Bär dann ein entsprechend nummeriertes Markenmedaillon aus Holz.
Bevor die Schnittteile auf die Rückseite des Teddystoffes zum Aufmalen aufgelegt werden, muss unbedingt auf die Florrichtung geachtet werden, damit der Teddy später nicht struppelig aussieht.

Nun geht es ans Zuschneiden der einzelnen Bärenteile. Dazu benötigt man eine spitze Schere. Hierbei ist darauf zu achten, dass nur der Stoff und nicht der Flor geschnitten wird.

Sind alle Teile des Bären ausgeschnitten, kann mit dem Nähen begonnen werden.

Um die Näharbeit zu erleichtern, werden die entsprechenden Teile vorher mit Stecknadeln zusammengeheftet. Bei der Farbe des Nähgarns sollte man darauf achten, dass es zum Fellstoff passt. Margret Krümmel näht ihre Bären alle mit der Hand und nicht mit der Maschine.
Anschließend werden alle Körperteile des Bären zusammengenäht. Dabei muss auf viele kleine und wichtige Details geachtet werden, die ich hier nicht im einzelnen aufführe. Wichtig ist jedoch die Teile auf links zusammenzunähen und eine Öffnung für die Füllung frei zu lassen.

Nach der Näharbeit wird der Bär zusammengesetzt. Zum wichtigsten Merkmal eines Teddys gehören dabei die Gelenke, die es ihm erlauben zu sitzen, Arme, Beine und Kopf zu bewegen sowie interessante Posen einzunehmen.
Vor dem Einsetzen der Gelenke müssen die genähten Körperteile des Teddys gewendet werden. Nun können die Gelenke eingesetzt und die einzelnen Teile mit Watte, Holzwolle, Granulat, etc. gestopft und vernäht werden. Wenn Arme, Beine und Kopf eingesetzt sind, kann auch der Bauch des Bären gefüllt werden. Die Art, wie der Bär gestopft wird, hat großen Einfluss auf sein Aussehen und seinen Charakter. Jetzt hat man auch noch die Möglichkeit dem Teddy eine Stimme zu verleihen, in dem man eine Brummstimme oder ein Spielwerk einsetzt. Danach wird der Bauch des Bären, genau wie seine anderen Körperteile, mit dem sogenannten "Matratzenstich" geschlossen. Diese Art des Stiches wird verwendet, damit die Naht nach außen unsichtbar bleibt.

Fertig? Nein, das Wichtigste fehlt noch!

Das Gesicht des Teddybären. Für einen lebendigen Ausdruck braucht der kuschelige Kerl Augen, Nase und Mund.
Man sagt, die Augen seien die Fenster zur Seele. Das trifft nicht nur beim Menschen zu, sondern auch bei Teddybären. Mehr als alles andere bestimmen sie seinen Charakter und spiegeln seine Stimmung wider.
"Ein gut gemachter Bär erwidert Ihren Blick, wenn Sie ihn anschauen", so Margret Krümmel
Farbe und Größe der Augen sind hier wichtige Details. Man verwendet üblicherweise Glasaugen, die es in vielen Varianten gibt. Bei Bären für Kleinkinder werden Stecksicherheitsaugen verarbeitet.
Nach den Augen folgt die Nase, dazu muss die Bärenschnauze mit einer scharfen, spitzen Schere oder einer Pinzette rasiert werden; dann wird die Nase gestickt.
Nun noch den Mund. Dieser prägt den Ausdruck des Bären und verstärkt die Wirkung von Augen und Nase. Ob der Teddy glücklich, traurig, freundlich oder aufgeregt wirkt, hängt allein von den Winkeln der verwendeten Stiche ab.

Danach beginnen die abschließenden Feinarbeiten: Modellieren, Bemalen, Ankleiden! Alles ist möglich.
Jetzt ist es endlich soweit. Nach vielen Stunden Arbeit ist ein weiterer Bär nach Pulheim gezogen!

"Ist mein Bär fertiggestellt, ist dies ein ganz besonderes Gefühl. Aus einem einfachen Stück Stoff und vielen Einzelteilen ist ein kuscheliger Teddybär entstanden, ein weiteres Mitglied meiner großen Bärenfamilie. Jeder einzelne hat seine eigene kleine Teddyseele und liegt mir sehr am Herzen", so Margret Krümmel.
Weil jeder Bär eine ganz besondere Bedeutung für sie hat, behält sie viele der kuscheligen Artgenossen selber. Einige ausgewählte Exemplare werden an Freunde und Teddyliebhaber verschenkt oder verkauft, die den großen Arbeitsaufwand wirklich zu schätzen wissen.
Ich hoffe mein Artikel hat gezeigt wie viel Arbeit, Herz und Liebe zum Detail in so einem Pulheimer Bären steckt.

Wenn Sie das nächste Mal einen Teddy sehen und in die Hand nehmen, denken Sie an denjenigen, der ihm durch seine Kunst eine Seele verliehen hat.
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2 Kommentare
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Reinhold Peisker aus Burgdorf | 22.03.2015 | 10:08  
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Anja Fiedler aus Pulheim | 22.03.2015 | 10:14  
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