S4: Völlig unzureichender Baustellenfahrplan während der Pfingstferien 2015. Zeitkarteninhaber sollen Geld zurückfordern

Puchheim: Bahnhof |

Während der Pfingstferien von 23.5.2015 und 6.6.2015 verkehrt die S4 von Geltendorf nach München nur im Stundentakt. Zwischen den zwei stündlichen S-Bahnen verkehrt zwar ein Bus ab Buchenau, aber dieser braucht so viel länger, dass er gleichzeitig mit der folgenden S-Bahn in Pasing ankommt. Der angebliche Halbstundentakt mit S-Bahn und Bus ist deshalb eine Mogelpackung und stellt sich faktisch als ein Stundentakt heraus.

Bus braucht länger als wenn man auf die nächste S-Bahn wartet

Der Bus startet in Buchenau 40 Minuten vor der nächsten stündlichen S-Bahn und kommt in Pasing gleichzeitig an wie die nächste stündliche S-Bahn. Berücksichtigt man die Umsteigezeit in Pasing, kommt man sogar später in der Innenstadt an als wenn man gleich die nächste S-Bahn nimmt. In Puchheim fährt der Bus 21 Minuten vor der nächsten stündlichen S-Bahn ab.

S-Bahn muss Express-Busse zur S3 und S8 anbieten

Es ist damit zu rechnen, dass sämtliche Leute, die den Fahrplan studieren, ohnehin die stündliche S-Bahn benützen, oder gezwungenermassen auf das Auto umsteigen. Der Bus hat nur für die ganz wenigen Fahrgäste einen Nutzen, die z.B. nur von Buchenau nach Puchheim wollen. Die Fahrgäste von normalerweise sechs S-Bahnen pro Stunde müssen sich in eine S-Bahn questschen. Das Chaos auf Schiene und Strasse ist also vorprogrammiert.

Herr Koch hatte mit seinem Leserbrief in der SZ vom 22.4.2015 völlig recht. Die S-Bahn München muss unbedingt noch ein Busersatzangebot Richtung S3 und S8 schaffen. Diese Linien haben in den Ferien mit dem 10-Minuten-Takt mehr als genug Kapazität. Es ist völlig lächerlich: Die S-Bahn München kürzt das Angebot der S4 faktisch um 83 Prozent (Stundentakt statt 10-Minuten-Takt) und behauptet, dass auf S3 und S8 keine Kapazitäten frei wären um Fahrgäste der S4 aufzunehmen. Durch die ausfallenden Züge auf der S4 könnte man sämtliche 10-Mintuen-Verstärker auf S3 und S8 sogar auf Langzüge verstärken.

S-Bahn München als Monopol sind Fahrgäste wurscht

Aber die S-Bahn München kümmert das herzlich wenig, Sie geht davon aus, dass ohnehin alle das Auto nutzen. Herr Niggls Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), Alexander Freitags MVV und das Landratsamt Fürstenfeldbruck sollte gegen diesen völlig unzureichenden Baustellenfahrplan unbedingt umgehend lautstark Protest einlegen und von der S-Bahn München eine Verbesserung einfordern.

Zeitkarteninhaber sollen Geld zurückfordern

Falls die S-Bahn München keinen verbesserten Ersatzfahrplan mit Expressbussen z.B. von Puchheim nach Gröbenzell oder Fürstenfeldbruck nach Germering anbietet, fordere ich die Zeitkarteninhaber (Monats- oder Jahresabo) dazu auf, Geld vom MVV zurückzufordern. Denn dieser Baustellenfahrplan ist sogar noch schlimmer als der Streikfahrplan: auf der S4 fuhren meist zwei S-Bahnen pro Stunde, diesmal nur eine. Ein Streik ist "höhere Gewalt", ein planbare Baustelle jedoch nicht.
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