S-Bahn München: Weichenstörungen am Laufmeter: Stümper am Werk!

Ich habe am 13.12.2013 das folgende Email an den Bayerischen Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann, den Verkehrsabteilungsleiter Hans-Peter Böhner im Bayerischen Staatsministerium des Inneren für Bau und Verkehr und S-Bahnchef Bernhard Weisser gesendet.

Weichenstörungen im Winter selbstverschuldet?

“Schon wieder kam es am Donnerstag (12.12.2013) und Freitag (13.12.2013) zu Weichenstörungen, diesmal am Leuchtenbergring (siehe sueddeutsche.de vom 13.12.2013). Wenn die Weichenstörungen wirklich an der Einstellung des Weichenmotors liegen, dann sollte Herr Staatsminister Herrmann an seinem runden Tisch Qualitätsmanagement endlich erreichen, dass mit dem jährlichen Schabernack der Feineinstellung des Weichenmotors je nach Jahreszeit aufgehört wird. Gemäss merkur-online vom 27.11.2013: „Allerdings brauche der Weichenantrieb, der die Weichen bewegt, im Winter mehr Kraft. “Bei einigen Weichen muss im Betrieb nachjustiert werden, wenn die Kraft nicht ausreicht”, erklärt der Sprecher [der Deutschen Bahn]. Denn: Alle Weichen geben Signal, wenn die sogenannte Weichenzunge ordnungsgemäß angeschlossen ist. “Gibt es kein Signal, wird nicht gefahren. Da gehen wir auf Nummer sicher.” Ein Mitarbeiter muss dann schnellstmöglich an die betreffende Weiche, sicherstellen, dass keine Fremdkörper wie Steine oder Eisbrocken die Weiche blockieren. Wenn dem nicht so ist, bekommt der Weichenmotor etwas mehr Kraft. Mit Vollkraft werden die Weichen aus einem einfachen Grund nicht gefahren, wie der Bahnsprecher sagt: “Es wäre schlicht und ergreifend Energieverschwendung.”“

Ein paar gesparte Euro für Strom sind wichtiger als Pünktlichkeit

Stümperhafter könnte die Deutsche Bahn wohl nicht mehr vorgehen. Offensichtlich ist der Bahn das Einsparen von einigen kWh-Strom mehr wert, als die Pünktlichkeit der ohnehin sehr störanfälligen S-Bahn. Auf jeden Fall ist das manuelle Einstellen der Weichen vor jedem Winter teurer (Personalkosten!) als die paar eingesparten Euros für den Strom. Dies muss unbedingt Thema der Qualitätsgespräche sein.” Ende des Briefs.

Taten statt Worte gefordert

Zur Information: Den runden Tisch hat bereits Herrmanns Vorgänger Martin Zeil im Sommer 2012 einberufen (PM vom 13.7.2012). Gebracht hat er offensichtlich so gut wie nichts. Dies wissen auch die Mitglieder des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses, die darüber am 28.11.2013 debattierten. Auf die Anfrage des SPD-Abgeodneten Florian von Brunn gab die Staatsregierung nur nichtssagende und ausweichende Antworten. Siehe Seite 5 von “Anfragen zum Plenum vom 2. Dezember 2013 mit den dazu eingegangenen Antworten der Staatsregierung“.
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