SC Potsdam steht hinter Bob-Pilot Manuel Machata

Die Olympischen Winterspiele in Sotchi sind kaum vorbei, schon ist im deutschen Lager ein Streit um die Gold-Kufen des russischen Olympiasiegers Alexander Zubkow entbrannt.
Der Potsdamer Bobpilot Manuel Machata hatte nach seiner verpassten Nominierung für Sotschi seine eigenen Kufen seines Viererbobs dem Russen Zubkow zur Verfügung gestellt. Der BSD zeigte sich darüber irritiert und prüft nun Konsequenzen für Machata. Mit einer Entscheidung will sich der Verband aber noch bis zum kommenden Montag Zeit lassen.
Manuel Machata ist sich keiner Schuld bewusst. Er verweist auf eine Vereinbarung mit dem Schweizer Kufen-Hersteller. Danach muss er seine Kufen an Zubkov abtreten, wenn er bei Olympia nicht startet. Machata, Weltmeister von 2011, sieht sich als Sündenbock für die Misserfolge der deutschen Bobteams in Sotschi. Erstmals seit 50 Jahren waren die deutschen Bobs ohne Olympia-Medaille geblieben.
Im BSD wird nun angeregt darüber diskutiert, warum die deutschen Bobs so enttäuschend abgeschnitten haben. Und diese Debatte hat auch die Brandenburgische Landeshauptstadt erreicht. Für den SC Potsdam steht fest, dass die Probleme hausgemacht sind und das Zusammenspiel von Athleten, Material und Trainern nicht funktioniert hat.
Der SC Potsdam war mit dem viermaligen Olympiasieger Kevin Kuske, Christian Poser und Ersatzmann Jan Martin Speer bei den Winterspielen im Bob von Thomas Florschütz vertreten. Das Team belegte im Vierer Platz sieben.
SC-Potsdam-Geschäftsführer Peter Rieger, der auch Präsident des Bob- und Schlittensportverbandes Brandenburg ist, zeigte sich erstaunt darüber, dass Florschütz die ganze Saison verletzt Wettkämpfe bestreitet und dennoch zu Olympia fährt. „Da kann Kevin Kuske aus Potsdam als sein Anschieber rennen, was er will, es wird am Ende nicht reichen“. Für Rieger steht fest, dass die besten Anschieber beim besten Piloten fahren müssen.
Den Athletikstützpunkt in Potsdam, der ehemalige Leichtathleten zu Anschiebern ausbildet, sieht Rieger nicht gefährdet: „Durch unsere gute Nachwuchsarbeit konnten drei Potsdamer bei der Junioren-WM Medaillen einfahren. Umso wichtiger ist es deshalb, dass das Land Brandenburg sich auch weiterhin um die Bobförderung kümmert.“
Der SC Potsdam, der größte Sportverein im Land Brandenburg, wird auch in Zukunft seine Bobathleten tatkräftig unterstützen und steht geschlossen hinter ihnen!
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