Potsdamer Ringer gewinnen Derby - Germania-Neuzugänge überzeugen

Oliver Diller (86KgF) zeigte einen bemerkenswerten Kampf gegen Ilja Matuhin. (Foto: Gerhard Pohl)
Mit einem klaren 21:14-Erfolg über den RSV Hansa 90 Frankfurt/Oder hatte der RC Germania Potsdam einen optimalen Start in die Regionalligasaison.

Möglicherweise wird der Vergleich sogar mit 40:0 für Potsdam gewertet, da die Gäste für alle Athleten keine gültigen Lizenzmarken hatten. Der Verband wird zu diesem Sachverhalt eine Entscheidung treffen.

Unmittelbar vor dem ersten Kampf meinte Germania-Trainer Hans-Joachim Schmiege: „Das wird heute eine ganz schwere Aufgabe für uns.“ In der Aufstellung des Gästeteams standen Athleten vom Olympiastützpunkt Frankfurt/Oder und dem Leistungszentrum Luckenwalde. Neu für alle ab dieser Saison: Die Einzelkämpfe werden entsprechend der internationalen Regeln über je 2 mal 3 Minuten ausgetragen.

„Gespannt waren die knapp 200 Zuschauer in der Sporthalle der Weidenhof-Grundschule auf die Auftritte der zahlreichen Neulinge im Germaniatrikot. Das waren mit Swen Jachalke (66 kg, griechisch/römisch), Stephan Braschke (75 kg, g/r), Fabian Albrecht (86 kg, Freistil), Johannes Schmiege (86 kg, g/r), Oliver Diller (98 kg, F) und Ricardo Melz (130 kg, g/r) immerhin sechs Athleten. Sie erkämpften 17 der insgesamt 21 Punkte „Sie alle haben mich durchweg überzeugt“, sagte Schmiege nach dem Vergleich und fügte hinzu, „dass dieses Lob sich auch auf die anderen eingesetzten Akteure unabhängig von deren erreichten Ergebnis bezieht.“

Man sah allen Akteuren an, dass sie mit Freude und dem richtigen Biss in ihre Kämpfe gingen. „Es ist einfach schön, wieder zu Hause auf die Matte zu gehen und von den Zuschauern begrüßt zu werden“, freute sich Ricardo Melz (130 kg), der nach zwei Jahren wieder für seinen Heimatverein antritt. Er rang sich auch gleich mit einem vorzeitigen Sieg nach 2:09 Minuten gegen Werner Liebner in die Herzen des Publikums.

Ihm stand da Johannes Schmiege (86 kg, g/r) kaum nach. „Ich kämpfe heute so, als hätte ich nie eine lange dreijährige Verletzungspause hinter mir, der Kopf ist frei“, bemerkte er, bevor er seinen Kontrahenten Luca Fauth nach 4:42 Minuten vorzeitig von der Matte schickte.

Bemerkenswert die Energieleistung von Oliver Diller (Foto). Er hatte es mit keinem geringeren, als dem Bronzemedaillengewinner der letzten Kadettenweltmeisterschaften, Ilja Matuhin, zu tun. Der Kampf in der 96kg Freistilklasse war ein Höhepunkt des Abends und am Ende hatte der Germania-Rückkehrer 16:2 Wertungspunkte; der hoch gehandelte Matuhin, der in Luckenwalde trainiert, chancenlos. „Oli war ganz stark“, schwärmte ein von dessen Fight beeindruckter Trainer.

Ein Bespiel für die gute Moral der gesamten Truppe lieferte Fabian Albrecht: „Ich hatte bei meiner 8:0 Führung nach 5:38 Minuten beim Bodenkampf Schmerzen in der Schulter, aber ich kämpfte weiter und wollte nicht aufgeben, da hätte ich nicht die drei Punkte gewonnen“, äußerte er sich hinterher.

Mit einem 3:0-Sieg beendete als zehnter Ringer Stephan Braschke (75kg, g/r) gegen Arne Keller einen spannenden und gutklassigen Kampfabend.

Ergebnisse:
57 kg, F: Gleich - Laerz (0:2), 61 kg, g/r: Wahl - Lehmann (0:4), Khan - Hezaveh – Schmieder (4:0), 66 kg, g/r: Jachalke - Fischer (0:4), 75 kg, F: Menzel - Nehls (0:4), 75 kg, g/r: Braschke - Keller (3:0), 86 kg, F: Albrecht - Nagler (3:0), 86 kg, g/r: Schmiege - Fauth (4:0), 96 kg, F: Diller - Matuhin (3:0), 130 kg, g/r: Melz - Liebner (4:0).

Am kommenden Sonnabend treten die Ringer auswärts beim SV Luftfahrt Berlin an.
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