OSC rückt auf Platz 3 vor
Bundesliga-Wasserballer siegen in Würzburg 6:5
Der Start in die Rückrunde der Deutschen Wasserball-Liga ist dem OSC Potsdam geglückt. Beim Tabellen-Siebten SV Würzburg 05 siegte das Team von Trainer André Laube 6:5 (1:1, 1:0, 1:2, 3:2) und verbesserte sich wegen der 7:14-Niederlage der SG W98/Waspo Hannover gegen Wasserfreunde Spandau 04 auf den dritten Rang der Hauptrunde A. Bei nun 12:8 Punkten und 61:105 Toren behielt der OSC nun auch im Wolfgang-Adami-Bad seine „weiße Weste“ gegen die Mannschaften abseits der Spitzenteams Spandau und ASC Duisburg.
„Der Sieg war verdient“, wertete Laube. „Über die gesamte Spielzeit hinweg hatten wir die größeren Spielanteile und besseren Möglichkeiten, haben allerdings anfangs verpasst, unsere Chancen zu verwerten.“ In der ersten Halbzeit ließ der OSC die Hausherren kaum zur Entfaltung kommen. Die Defensive um Torhüter Dmitriy Gusev stand stabil. Selbst die 1:0-Führung durch Würzburgs Center Julian Fleck entsprang nicht einem Spielzug der Mainfranken, sondern einem unglücklichen Missverständnis in der Verteidigung Potsdams.
Mit den eigenen Chancen gingen die Havelstädter aber zu nachlässig um. „Bis zum Tor haben wir sehr gut gespielt, im Abschluss haperte es aber“, so Laube. Lediglich Christian Saggau ließ sich seine Möglichkeit nicht nehmen und hämmerte den Ball von Rechtsaußen zum 1:1 ins Tor. Auch im zweiten Viertel dominierten die Verteidigungsreihen. Nur Potsdams Italiener Matteo Dufour nahm sich nach Pass vom starken Kapitän Jacob Drachenberg ein Herz und versenkte zum 2:1.
Per Strafwurf erhöhte Tobias Lentz zu Beginn des dritten Durchgangs auf 3:1. In dem nun hektischen Spiel nutzten die Gastgeber die kurze Verunsicherung des OSC und glichen durch Fleck und Dominik Fries zum 3:3 aus. „Eine strittige Szene hat uns aus dem Konzept gebracht“, so Laube. „Von solchen Situationen dürfen wir uns nicht so lange verrückt machen lassen.“ Das Viertelende ließ die Gemüter wieder abkühlen und Potsdam fand in „sein Spiel“ zurück. Nun auch im Abschluss sicherer verwandelten Marc Langer, der zum „Spieler des Tages“ ernannte Dufour und Saggau vorentscheidend zum 6:3. Die Gastgeber warfen noch einmal alles nach vorn und kämpften verbissen. Julian Langguth und Stephan Försch verkürzten noch auf 6:5, die beiden Punkte ließ sich der OSC allerdings nicht mehr nehmen.
Der SV Würzburg 05 hat indes Protest gegen die Spielwertung eingelegt. Aus Sicht der dortigen Verantwortlichen sei im dritten Viertel nach einer undurchsichtigen Situation falsch entschieden worden. „Ich gehe davon aus, dass der Einspruch keinen Erfolg hat“, sagt Laube. „Wir konzentrieren uns auf die anstehenden Aufgaben.“ Am Sonnabend kommt es im Brauhausberg-Bad zu einem absoluten Schlüsselspiel, wenn der Dritte Potsdam 18 Uhr auf den Vierten Hannover trifft.
Potsdam: Dmitriy Gusev, David Kleine, Artur Tchigir, Felix Rasehorn, Julian Drachenberg, Jacob Drachenberg, Christian Saggau (2), Tobias Lentz (1), Matteo Dufour (2), Leonard Grütte, Klaus Einhorn, Marc Langer (1), Bastian Kaiser


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