OSC Potsdam empfängt SC Wedding ins Brauhausberg-Bad

Schwere Aufgabe im Lokalderby

Sechs Wochen ist es nun bereits her, dass sich die Bundesliga-Wasserballer des OSC Potsdam in einem offiziellen Punktspiel messen konnten. Nun fiebert das junge Team um Trainer André Laube der Achtelfinal-Partie im deutschen Pokal am Sonnabend (18 Uhr) im heimischen Brauhausberg-Bad entgegen. Mit dem SV Würzburg 05 wurde dem Tabellen-Vierten aus Potsdam (10:8 Punkte/55:100 Tore) der Siebte (5:13/47:84) zugelost.

Offizieller Spieltag des TURBO-Cups ist eigentlich der 5. Februar, doch in einvernehmlicher Absprache wurde die Begegnung vorgezogen – „auch um die Spielpause nicht zu lang werden zu lassen“, bemerkt OSC-Coach Laube. Wegen der gerade in Eindhoven ausgetragenen Europameisterschaften pausiert die A-Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga. „Da weder Spieler bei Würzburg noch bei uns betroffen sind, sprach nichts gegen das Vorziehen“, so Laube. „Unsere derzeitige Form einzuschätzen, ist nicht leicht. Im Training wechseln sich gerade schwache und gute Szenen ab.“

Die Generalprobe am Mittwoch glückte zumindest. In einem Trainingsspiel bei den Wasserfreunden Spandau 04 machte der OSC einen guten Eindruck. Dass die Potsdamer gut aussahen, war natürlich vor allem dem Fehlen der sieben Nationalspieler, die gerade in Holland für Deutschland ins Wasser steigen, geschuldet. „Die Einstellung hat aber gestimmt, was sonst in den letzten Trainingsspielen nicht immer der Fall war“, lobt Laube. „Die Konter wurden mit großer Intensität geschwommen, hinten hart gearbeitet. Mit dieser Leistung im Kopf können wir selbstbewusst ins Spiel gegen Würzburg gehen.“

Verstecken muss sich die Laube-Truppe ohnehin nicht, spielte sie doch bislang eine phänomenale Saison. Bis auf die vier Partien gegen die beiden Spitzenteams Spandau und Duisburg ging kein Spiel verloren. Dabei gewann der OSC bei vier der fünf Siege nur mit einem Tor – so auch daheim gegen Würzburg. In einer regelrechten Abwehrschlacht mit Torhüter Dmitriy Gusev als bestem Potsdamer Akteur siegten die Hausherren 4:3. „Wir sind gewarnt“, so Potsdams Kapitän Jacob Drachenberg. „Würzburg ist eine unbequeme Mannschaft mit sehr diszipliniertem Abwehrverhalten.“

Die Ergebnisse im Pokal der letzten Jahre sprechen im Übrigen eine deutliche Sprache für die Mainfranken. Während der OSC mit dem Einzug ins Viertelfinale letzte Saison sein Bestergebnis einfuhr, sind die Würzburger Stammgast im „Final-Four-Turnier“. In der siebenjährigen Amtszeit von Trainerfuchs Jürgen Helmschrott standen die 05er sechs Mal im Endturnier der vier besten Mannschaften um den TURBO-Cup.

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