Mit Fünfsatzkrimisieg in die Playoffs

Die Erstligavolleyballerinnen des SC Potsdam jubeln nach dem Sieg gegen die VolleyStars Türingen. (Foto: Gerhard Pohl)
 
(Foto: Gerhard Pohl)
Potsdam: MBS Arena | Pure Freude in der MBS-Arena: Die Bundesliga-Volleyballerinnen haben es am Sonntagabend spannend gemacht und mit dem schwer erkämpften 3:2 (25:17, 21:25, 17:25, 25:22, 16:14) gegen die Volleystars Thüringen aus Suhl erstmals die direkte Playoff-Teilnahme geschafft.

"Wir haben unser Saisonziel erreicht. Und das bei einer komplizierten Vorbereitung, denn einige Spielerinnen waren angeschlagen. Aber wie sie dann gebissen haben ‒ große Anerkennung von mir", lobte Trainer Alberto Salomoni sein Team. Der SC Potsdam verfügt nun über 31 Punkte und hat vor dem letzten Hauptrundenspiel vier Zähler Vorsprung auf die Konkurrenz aus Münster und Suhl. Damit ist Potsdam nicht mehr von Platz sechs zu verdrängen.

Für Suhl ging es noch um eine gute Ausgangslage für die Pre-Playoffs. Dementsprechend hoch war auch die Motivation der Gäste. Das zwei Stunden lange Match vor 923 Zuschauern war nichts für schwache Nerven. "Es war ein Spiel, das bis zum Ende offen war. Größtes Problem in den Köpfen meiner Spielerinnen war die Angst, dieses Match zu verlieren. Die ganze Mannschaft hat den entscheidenden fünften Satz bei einer tollen Atmosphäre nach Hause gebracht", freute sich Salomoni.

Die Gastgeber begannen furios und entschieden den ersten Satz deutlich mit 25:17 für sich. Danach fanden sie zunächst nicht mehr in das Spiel. Die Volleystars hatten sich glänzend auf das druckvolle Agieren des SC Potsdam eingestellt und brachten das Salomoni-Team mit 1:2 ins Hintertreffen. "Dass wir das nicht durchgebracht haben, war schon bitter", bilanzierte ein sichtlich enttäuschter Sebastian Leipold, der Coach der Thüringerinnen, zumal sie im vierten Abschnitt Potsdam bis zum 15:9 die Punkte abnahmen.
Die Volleystars neutralisierten die Aktionen der Gastgeberinnen und waren klar das bestimmende Team auf dem Feld. Sie waren gewillt, die Punkte unbedingt aus Potsdam zu entführen. Was dann geschah, hatte wohl kaum noch einer erwartet. Der SC raffte sich zu einer wahren Energieleistung auf und gewann den Vierten (25:22) sowie den entscheidenden letzten Satz (16:14). "Egal wie das Spiel lief, wir haben die Punkte", sprudelte es aus Lisa Rühl hervor.

Eine Spielerin freute sich ganz besonders: Die 16-jährige Sophie Dreblow (Libera) kam im Satz Nummer fünf zu ihrem ersten Erstligaeinsatz. "Als der Trainer zu mir sagte, du gehst gleich auf das Feld, war ich richtig aufgeregt. Aber ich glaube, ich habe meine Sache ganz gut gemacht", strahlte das SCP-Küken.

Das letzte Hauptrundenspiel findet am Mittwoch (12.03.) in Aachen statt.

Das Playoff-Viertelfinale beginnt am 29./30.März. Potsdam tritt in der Serie "best of three" zunächst beim Dritten der Hauptrunde an, das Heimspiel steigt am 5.Aprilin der MBS - Arena.
Ohne dem o.g. Mittwochspieltag vorzugreifen, wir die Mannschaft von Trainer Alberto Salomoni entsprechend der Tabellensituation auf Vilsbiburg treffen.

Wie geht es jetzt weiter?


Playoff-Modus
Gleich nach der Hauptrunde spielen ab dem kommenden Wochenende zunächst die Mannschaften auf den Plätzen sieben bis zehn die Teilnahme an den Playoffs der besten acht Mannschaften in sogenannten Pre-Playoffs aus (Platzziffern 7-10; 8-9). Die Mannschaften auf den Rängen eins bis sechs sind direkt für die Playoffs qualifiziert. In den Pre-Playoffs wird im Modus best of three gespielt.

In den anschließenden Playoffs haben im Viertelfinale (Platzziffern 1-8; 2-7; 3-6; 4-5) die besser platzierten Mannschaften zunächst Heimrecht. Auch im Viertelfinale wird im Modus best of three gespielt. Die Spielreihenfolgen für das Halbfinale (Platzziffern 1-4; 2-3) und Finale (Platzziffern 1-2) ergeben sich ebenfalls aus den Platzierungen nach der Hauptrunde. Das Halbfinale wird bei den Frauen im Modus best of three, bei den Männern im best of five, das Finale bei beiden im Modus best of five gespielt.

Drei-Punkte-Wertung
Über die Rangfolge von zwei oder mehr Mannschaften entscheidet in absteigender Priorität a) die Anzahl der Punkte, b) die Anzahl gewonnener Spiele, c) der Satzquotient, indem die Anzahl gewonnener Sätze durch die Anzahl der verlorenen Sätze dividiert wird, d) der Ballpunktequotient, indem die Anzahl der gewonnenen Ballpunkte durch die Anzahl der verlorenen Ballpunkte dividiert wird, e) der direkte Vergleich zwischen beiden Mannschaften, wobei die Kriterien nach a) bis c) zur Berechnung der Rangfolge herangezogen werden.

Fotos vom Spiel: alle (c) gehrhard pohl
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