Die Fünfsatzkrimis des SC Potsdam gehen weiter - der DSC wurde voll gefordert

Jessica Rivero #18 steigt am Netz hoch. (Foto: Gerhard Pohl)
 
Neuzugang Lizabeth-Seomara Sainz fügte sich gut in das SCP-Team ein. (Foto: Gerhard Pohl)
Der Heimauftakt in der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen war nichts für schwache Nerven. Hier empfing der SC Potsdam den amtierenden Deutschen Meister, den Dresdner SC 1898 in der MBS-Arena. Nach 2:13 Std. gab es am Ende ein 2:3 (21:25, 14:25, 25:22, 26:24, 14:16) für das Team der Trainer Alberto Salomoni und Fabio Aiuto.

Nachdem es zuvor bereits ein 3:2 Sieg bei den LiB Aachen gab, folgte in eigener Halle ein weiterer Fünfsatzkrimi, der an Dramatik kaum zu übertreffen war. Nach einem 0:2 Rückstand erkämpften die Potsdamerinnen ein 2:2. Im folgenden Tiebreak ging es bis zum 14:14 eng weiter, der letztlich 14:16 ausging. Hier wäre wohl ein Unentschieden zwischen den an diesem Abend vor 1.450 Zuschauern gleichwertig agierenden Mannschaften gerechter gewesen, dass gibt es im Volleyball nicht - dafür aber 1 Punkt für den Unterlegenen und zwei Punkte für den Sieger bei einem 2:3.

Bei diesen „nichts für schwache Nerven Fight“, so Trainer Alberto Salomoni, deutete alles auf ein schnelles 0:3 hin, denn der Deutsche Meister brachte die beiden ersten Sätze (25:21; 25:14), relativ schnell und problemlos, nach jeweils 25 Minuten, auf die eigene Habenseite. Beide Teams begannen nervös und mussten in das eigene Spiel finden. Während der DSC vor allem von einem guten Block profitierte, wollte es bei den Gastgeberinnen in Sachen Abstimmung nicht so recht klappen, auch fehlte die Präzision im Zusammenspiel.

So sollte der dritte Satz nur noch eine Formsache sein, doch da hatte man sich gründlich verrechnet. So sah es zumindest bis zum 11:16 aus. Salomoni nahm zwei wirksame Auswechslungen vor. Er brachte Lisa Gründing für Neuzugang Michaela Kvapilova für Nikola Radosova für Jessica Rivero auf das Feld. Es folgte das 17:17 und das wichtige 26:24 für die Gastgeberinnen.

Vom Publikum angetrieben brillierte Bernada Cutuk am Netz, Lisa Gründing schlug wirkungsvolle Bälle in die Hälfte des Gegners und Neuzugang Lizabeth-Seomara Sainz zeigte auf der Außenposition, dass sie ein Gewinn für die Mannschaft ist. Wichtige Punkte zur rechten Zeit gelangen da Kathy Radzuweit, welche vom Gästetrainer die Ehrung als "MVP" zugesprochen bekam. Das Ganze wurde mit dem 25:22 und dem 2:2 Ausgleich belohnt – der Krimi in der MBS – Arena nahm seinen Lauf, welcher im entscheidenden Tiebreak seine Fortführung hatte.

„Potsdam hat sich hervorragend zurückgekämpft“, bemerkte anerkennend hierzu DSC-Coach Alexander Waibl.

Alberto Salomoni sprach nach dem Spiel davon, „wir haben diesmal einen Punkt gewonnen und nicht zwei Punkte verloren. Heute hat man gesehen, dass wir immer in der Lage waren zurückzukommen. Jeder hat gesehen, welches Potential in der neu formierten Mannschaft steckt. Wir können jeden in der Bundesliga bezwingen. Mit drei Punkten aus zwei Spielen bin ich mit diesem Saisonstart zufrieden“.
Was dem SC Potsdam fehlte, war das Happy End!

Bitterer Beigeschmack des Krimis, leider verletzten sich Molly Krecklow (DSC) am Fuß und Kathy Radzuweit (SCP) am kleinen Finger der linken Hand.

Vom Dresdner SC 1898 wurde Kristina Mikhailenko als "Wertvollste Spielerin" ausgezeichnet.

Am Sonnabend findet des Berlin-Brandenburg Derby statt

Am Sonnabend (01.11.) muss der SC Potsdam (6. Tab.) auswärts antreten. Da geht es zum benachbarten KSC Berlin (8.Tab.) in die Hämmerlingstraße der Haupstadt. Hier ist viel Spannung vorprogrammiert, denn beide Teams beendeten diese attraktiven Derbyvergleiche in den vergangenen Jahren mit wechselseitigen Erfolgen.

Für die zwei gegenwertig im Mittelfeld platzierten Mannschaften gilt, mit einem Sieg würde man den Kontakt zur Tabellenspitze nicht verlieren.
Zur Erinnergung: 2013/2014 gab es in der Hauptstadt ein 3:1 für den SCP und im Rückspiel ein 1:3! Einen klaren Favoriten gibt es am Sonnabend nicht.

Danach geht es nach Erfurt, wo der SC Potsdam am 5. November das Pokalspiel auswärts beim SWE Volley-Team bestreiten muss.
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