Der SC Sand entführte die Punkte aus Potsdam

(Foto: Gerhard Pohl)
Im Meisterschaftsspiel der 1. Frauen-Bundesliga unterlag der 1. FFC Turbine Potsdam im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion 0:2 (0:0) und belegt damit bei 3:9 Punkten, weiterhin den 10. Tabellenplatz.

Den 1.960 Zuschauern stellte sich mit dem SC Sand der erwartet schwere und unbequeme Gegner vor. Insgesamt sah man vom Niveau her ein Spiel, was den derzeitigen Platzierungen in der Tabelle entspricht – nur Mittelmaß -.
Bereits vor dem Anpfiff war man sich unter den Pressekollegen einig, und da besonders unter den Optimisten, schon ein Unentschieden würde als ein Erfolg für die Gastgeberinnen gewertet werden. Das klappte leider auch nicht!

Turbine begann furios und hätte noch in der 1. Minute durch Bianca Schmidt in Führung gehen können und bestimmte auch in der Anfangsphase das Geschehen auf dem Rasen. Danach wurde die ganze Sache ausgeglichen, Sand zeigte, dass es ein mindestens gleichwertiger Partner ist. Lediglich Svenja Huth (28. Min.) und ein Schuss an die Querlatte (43. Min.) waren Turbines nennenswerte Aktionen im ersten Abschnitt. Ansonsten tat sich die Mannschaft schwer, das eigentliche vorhandene Können gegen diesen robust agierenden Gegner abzurufen, was sich auch nach dem torlosen Seitenwechsel fortsetzte.

Überraschend und unübersehbar war, dass Die Gäste Vorteile im Spiel „Frau gegen Frau“ hatten, da hatte Turbine zu oft das Nachsehen. Und dann die vielen Abspielfehler…….

Punktverlust kündigte sich an - böses Foul wurde nicht geahndet


In der 46. Minute ging der SC durch Chioma- Nisa Igwe in Führung, hier war beim Schuss aus Nahdistanz Lisa Schmitz machtlos. Danach versuchte der 1.FFC den Ausgleich zu erzielen. Tabea Kemme scheiterte in der 60. Minute und drei Minuten später ging dar Ball wenige Zentimeter am Tor vorbei. In dieser leichten Druckphase viel das 0:2 (65. Min) durch Isabelle Meyer.

Diesem ging ein böses Foul (gelbwürdiges) an Stefanie Draws voraus (Ellenbogenschlag in das Gesicht), was durch die Schiedsrichterin Sina Dieckmann leider nicht geahndet wurde. Alle auf dem Rasen warteten darauf, das der SC Sand den Ball ins AUS befördern wurde, doch dieses erhoffte Fairplay blieb leider aus. Schade!

Führungsspielerin fehlt

Auch danach gab Potsdam nie auf, agierte in diesem Spiel, wo eigentlich wenig zusammen lief, auch sehr unglücklich. Mehrere gute Angriffe konnten nicht zählbar abgeschlossen werden, da verfehlte der Ball oft nur äußerst knapp das Tor, was somit auch das derzeitige Manko, dass Chancenverwertung heißt, erneut offen legte.
Unübersehbar war, der Mannschaft fehlt mindestens eine Führungsspielerin, die gerade bei einem solchen Fight das Team lenken und pushen kann - eine Aufgabe, die eigentlich Johanna Elsig obliegt, die aber ist verletzt - ihr Fehlen machte sich bitter bemerkbar.

Nach dem Abpfiff sprach Cheftrainer Bernd Schröder von einem blutleeren Auftritt. „Keine Spielerin hatte Normalform“, fügte er hinzu.

Diese sollte aber ganz schnell wieder gefunden werden, denn bereits am kommenden Sonnabend (10.10.) muss der 1.FFC Turbine Potsdam um 12.00 Uhr beim TSV Bayer 04 Leverkusen antreten (wird von EUROSPORT übertragen) und das wird mindestens eine so große Hürde, wie sie der SC Sand war, für die Havelstädterinnen sein, welche diesmal (leider) als klarer Außenseiter anreisen und nur geringste Chancen auf die Punkte haben.
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