Natur: Gefährliche Giftpflanze in Deutschland auf dem Vormarsch. Mit neuen Bildern zur Identifikation!

von Wolfgang Amadeus Austrianer aus Langenhagen | am 25.05.2009 | 11540 mal gelesen | 33 Kommentare | 4 Bildkommentare | 5 Bilder
2
Sehen fast aus wie normale Blümchen, sind aber wegen der Inhaltsstoffe total giftig.

25.05.2009 - 11:55 Uhr, Universität Bonn

In der Tigray-Region Äthiopiens sind in den
vergangenen Jahren mehr als 300 Menschen an einer rätselhaften Vergiftung gestorben. Dank der Hilfe eines Pharmazeuten der Universität Bonn ist es inzwischen gelungen, den Verursacher zu identifizieren: Es handelt es sich um eine Pflanze, deren Inhaltstoffe die Leber nachhaltig schädigen können. In Deutschland ist momentan eine verwandte Art auf dem Vormarsch, das so genannte Jakobskreuzkraut. Es soll hierzulande für den Tod etlicher Pferde verantwortlich sein.

Das Jakobskreuzkraut produziert so genannte Pyrrolizidinalkaloide.
Schon in relativ geringen Dosen können diese langfristig Leberkrebs verursachen. Größere Mengen können direkt einen tödlichen
Leberschaden auslösen. Hierzulande breitet sich die Pflanze momentan rasant aus. Grund ist unter anderem die Zunahme von Brachflächen, die überdies nicht mit Herbiziden behandelt werden. "Jakobskreuzkraut ist sehr genügsam", erklärt Dr. Helmut Wiedenfeld von der Universität Bonn. "Mancherorts wachsen bereits riesige Monokulturen." Inzwischen häufen sich in ganz Deutschland Todesfälle bei Pferden, die für das
Toxin der Pflanze besonders empfindlich sind. "In vielen dieser Fälle steht inzwischen eindeutig Jakobskreuzkraut als Verursacher fest", sagt der Pharmazeut.

In Baden-Württemberg gibt es inzwischen einen ersten Todesfall beim Menschen: Eine Frau hatte während der Schwangerschaft große Mengen eines Gesundheitstees getrunken, der eine Pflanze mit Pyrrolizidinalkaloiden enthielt. Dadurch wurde die Leber des Fötus so sehr geschädigt, dass das Kind kurz nach der Geburt verstarb. Momentan wird am Bonner Pharmazeutischen Institut untersucht, ob diese toxischen Stoffe in die Nahrungsmittelkette gelangen können. Es mehren sich die Hinweise, dass das Gift möglicherweise in die Milch von Kühen übergehen kann, die Jakobskreuzkraut gefressen haben. Durch Bienen kann es zudem in Honig gelangen; dort wurde es bereits nachgewiesen. Ein Grund zur Panik bestehe zwar nicht, betont Wiedenfeld. "Wir müssen die Pflanze aber mit aller Macht bekämpfen, zur Not auch mit Herbiziden."
Universität Bonn

gelesen und dokumentiert: austrianer

2
2
Leser über:
Suchmaschinen: 5638
externe Links: 340
Weiterempfehlungen: 0
sonstige: 5562
2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können dann mit einem zweiten Klick Ihre Empfehlung an Facebook senden.
Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Facebook. Mehr dazu rechts unter .
2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können dann mit einem zweiten Klick Ihre Empfehlung an Twitter senden.
Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Twitter. Mehr dazu rechts unter .
2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können dann mit einem zweiten Klick Ihre Empfehlung an Google+ senden.
Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Google+. Mehr dazu rechts unter .
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen Webseiten Senden
Lesen Sie auch die Bildkommentare zum Beitrag
33 Kommentare zum Beitrag
18.983
Kirsten Steuer aus Pattensen am 25.05.2009 um 16:28 Uhr  
5.339
Wolfgang Amadeus Austrianer aus Langenhagen am 25.05.2009 um 17:01 Uhr  
5.339
Wolfgang Amadeus Austrianer aus Langenhagen am 25.05.2009 um 20:25 Uhr  
373
Nette Es aus Peine am 25.05.2009 um 21:32 Uhr  
5.788
Rashia Narih aus Langenhagen am 02.06.2009 um 22:33 Uhr  
968
Romi Romberg aus Berlin am 14.06.2009 um 17:06 Uhr  
5.339
Wolfgang Amadeus Austrianer aus Langenhagen am 15.06.2009 um 00:44 Uhr  
18.983
Kirsten Steuer aus Pattensen am 15.06.2009 um 00:46 Uhr  
968
Romi Romberg aus Berlin am 15.06.2009 um 01:10 Uhr  
4.762
Marie-Thérèse Ritz-Burgstaller aus Eichenau am 23.06.2009 um 17:23 Uhr  
5.339
Wolfgang Amadeus Austrianer aus Langenhagen am 23.06.2009 um 17:35 Uhr  
4.762
Marie-Thérèse Ritz-Burgstaller aus Eichenau am 23.06.2009 um 17:56 Uhr  
2.404
bea thau aus Düsseldorf am 29.06.2009 um 19:23 Uhr  
5.339
Wolfgang Amadeus Austrianer aus Langenhagen am 29.06.2009 um 19:40 Uhr  
5.339
Wolfgang Amadeus Austrianer aus Langenhagen am 04.07.2009 um 21:16 Uhr  
9.840
Christine Eich aus Wetter am 08.07.2009 um 10:54 Uhr  
22
Edgar Lichatz aus Garbsen am 19.07.2009 um 18:00 Uhr  
2.404
bea thau aus Düsseldorf am 25.07.2009 um 16:35 Uhr  
968
Romi Romberg aus Berlin am 25.07.2009 um 17:16 Uhr  
13.184
Karl-Heinz Töpfer aus Marburg am 26.07.2009 um 00:37 Uhr  
2.404
bea thau aus Düsseldorf am 02.08.2009 um 15:04 Uhr  
5.168
Carmen Rieb aus Lohra am 07.08.2009 um 11:01 Uhr  
5.339
Wolfgang Amadeus Austrianer aus Langenhagen am 07.08.2009 um 14:59 Uhr  
919
Gabi Koske aus Biedenkopf am 10.08.2009 um 22:01 Uhr  
6
Monika Stina aus Friesoythe am 20.09.2009 um 11:06 Uhr  
5.339
Wolfgang Amadeus Austrianer aus Langenhagen am 20.09.2009 um 22:33 Uhr  
758
Rudolf (Rudi) Schäfer aus Frankenberg (Eder) am 25.09.2009 um 12:33 Uhr  
3.616
János Balog aus Günzburg am 04.01.2010 um 22:12 Uhr  
3.616
János Balog aus Günzburg am 04.01.2010 um 22:51 Uhr  
5.339
Wolfgang Amadeus Austrianer aus Langenhagen am 05.01.2010 um 11:57 Uhr  
3.616
János Balog aus Günzburg am 05.01.2010 um 19:56 Uhr  
5.339
Wolfgang Amadeus Austrianer aus Langenhagen am 06.01.2010 um 20:55 Uhr  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.