BLSV warnt vor dreister Abzocke

Pfaffenhofen (rry) Vor einer dreisten Abzocke warnt Florian Weiß, der Kreisvorsitzende des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV), alle Kollegen in den Vorständen der Sportvereine. Nach Recherchen der Rechtsabteilung des BLSV werden derzeit wieder verstärkt gefälschte Gebührenbescheide versendet, die in Wirklichkeit nicht von den zuständigen Gerichten und Behörden stammen. Die vermeintlich amtlichen Rechnungen werden in entsprechend gestalteten Schreiben versandt, die den Eindruck erwecken, tatsächlich von einem Gericht oder einer Behörde zu stammen. Aktuell liegt den BLSV-Juristen in München laut Weiß eine Rechnung vor, in welcher die Eintragung eines neu gegründeten Vereins im Bundesanzeiger mit einem Betrag von 368,73 Euro in Rechnung gestellt wird. Die IBAN (also die neue internationale Bankkontonummer auf dem Zahlschein) weist darauf hin, dass die Gebühr auf ein Konto mit den Anfangsbuchstaben BG überwiesen werden soll. Es handelt sich also um ein bulgarisches Konto. Weiß: „Ganz offensichtlich ist es so, dass die Betrüger derzeit verstärkt Eintragungen im Vereinsregister über neu gegründete Vereine verfolgen und den betreffenden Vereinen dann eine vermeintlich amtliche Rechnung schicken.“ Was er von dieser Masche hält, formuliert der Münchner Rechtsanwalt Harald Richter vom BLSV-Rechtsservice so: „Diese freche Vorgehensweise ist keineswegs neu. In jüngster Vergangenheit sind jedoch wieder verstärkte Betrugsaktionen feststellbar, so dass man bei Erhalt einer Rechnung die entsprechende Vorsicht walten lassen sollte.“ Wer sich nicht sicher ist, dem rät der Rechtsexperte: „In Zweifelsfällen sollte man sich bei der zuständigen Landesjustizkasse die Echtheit der vorliegenden Rechnung bestätigen lassen.“
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