BLSV Kreis Pfaffenhofen feiert 25-jähriges Jubiläum

Sport und Politik Seite an Seite (v.l.): Landrat Martin Wolf, Hohenwarts Bürgermeister Manfred Russer, BLSV-Ehrenkreisvorsitzender Richard Schnell, BLSV-Kreisvorsitzender Florian Weiß, BLSV-Präsident Günther Lommer und der Vorsitzende des Sportbezirks Oberbayern, Otto Marchner. (Foto: Bruckmeier)
Pfaffenhofen/Hohenwart. (hb) „Näher am Sportler“ - genau das war der Grundgedanke, als der Sportkreis Pfaffenhofen vor 25 Jahren aus der Taufe gehoben wurde. Ein Vierteljahrhundert später gilt diese Maxime noch immer. Das wurde deutlich beim Festakt zum Gründungsjubiläum, bei dem kein geringerer als BLSV-Präsident Günther Lommer von einem „Vorzeige-Sportkreis“ sprach.
Auf den Tag genau 25 Jahre nach der denkwürdigen Trennung der beiden seit dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam geführten Sportorganisationen der Stadt Ingolstadt und des Landkreises Pfaffenhofen am 26. Oktober 1991 fand am Mittwoch beim Metzgerbräu in Hohenwart der Festakt zur Feier dieses Jubiläums statt. Mit dem BLSV-Präsidenten Günther Lommer, dem BLSV-Bezirksvorsitzenden Otto Marchner, Landrat Martin Wolf und Bürgermeister Manfred Russer, der auch Kreissprecher der Städte und Gemeinden im Landkreis Pfaffenhofen ist, war das Spitzenpersonal aus Politik und Sport vertreten.
Neben einer Reihe weiterer Ehrengäste wie BLSV-Präsidiumsmitglied Kloty Schmöller, BLSV-Aufsichtsratsmitglied Werner Roß sowie die beiden Vorsitzenden der Nachbar-Sportkreise Ingolstadt, Tobias Nixdorf, und Kelheim, Erich Schneider, hatten 25 Mitgliedsvereine insgesamt mehr als 50 Vertreter zu der Feierstunde entsandt, die von den „Hohenwarter Musibuam“ musikalisch begleitet wurde.
„Dieser Kreis hat Erfolgsgeschichte geschrieben“, würdigte BLSV-Präsident Günther Lommer die Arbeit der bisherigen beiden Vorsitzenden Richard Schnell und Florian Weiß mit ihrer jeweiligen Mannschaft. Die Entscheidung für die Eigenständigkeit nach einem langen gemeinsamen Weg an der Seite von Ingolstadt sei „vernünftig und konsequent“ gewesen. Mehr als 48000 Mitglieder in 116 Vereinen, Tendenz steigend, sprächen für sich. Bei einer Bevölkerungszahl von 125 000 Einwohnern bedeute das einen Organisationsgrad von etwa 40 Prozent, womit Pfaffenhofen zu den Spitzenreitern im gesamten Freistaat zähle.
Der Sportkreis 22, so seine interne Kennzahl innerhalb der BLSV-Organisation in Oberbayern, zeichnet sich laut Lommer aber nicht allein durch Wachstum, sondern vor allem durch die Qualität seiner Angebote aus. Egal ob bei Initiativen wie dem BLSV-eigenen Konzept „Quantensprung“, beim Klimacheck oder den „Sternen des Sports“, die Vereine ließen sich immer wieder begeistern und machten bei solchen interessanten Wettbewerben mit. Vor allem beeindruckt den BLSV-Präsidenten nach eigener Aussage immer wieder, welchen Kampfgeist der BLSV-Kreisvorstand bei der Wahrung der Interessen seiner Vereine an den Tag legt. Und schließlich spreche für ihn auch seine personelle Kontinuität mit drei Vorstandsmitgliedern, die seit der Gründung dabei sind. „Daher kann ich mit Fug und Recht sagen, Pfaffenhofen ist ein Vorzeige-Sportkreis!“
Der BLSV-Boss war nicht mit leeren Händen nach Hohenwart gekommen. Sehr zur Freude der versammelten Funktionäre konnte er die Aufstockung der Staatsmittel für den Sportstättenbau im nächsten Doppelhaushalt des Freistaats um vier auf dann zwölf Millionen Euro verkünden. Außerdem bleibt es seinen Worten zufolge auch bei den 27 Cent pro Punkt der Vereinspauschale. „Das sind Wohltaten für die Vereine, die sie freuen werden“, sagte Lommer, der die gesamte BLSV-Organisation für die Zukunft gut aufgestellt sieht.
Die tragende Bedeutung des Sports für die Gesellschaft unterstrich Bürgermeister Manfred Russer in seinem Grußwort. Seine Gemeinde und auch alle Kommunen im Landkreis wüssten den Sport sehr zu schätzen, so der Hohenwarter Rathauschef, der selbst früher aktiver Fußballer war. Mit der Trennung von Ingolstadt habe es der neu entstandene BLSV-Kreis verstanden, den Sport „näher an den Sportler“ zu bringen - und das mit Erfolg, meinte Russer. Allein die Mitgliederentwicklung der letzten zweieinhalb Jahrzehnte spreche für sich.
Dass die Politik den Sport nicht alleine lässt, betonte Landrat Martin Wolf. Sport habe eine enorme Bedeutung, nicht nur für den einzelnen Sportler, sondern für die gesamte Gesellschaft. Das Betreuungsangebot der Sportorganisation vor Ort sei ebenso vielfältig wie kompetent. Für das Erfolgsgeheimnis der BLSV-Führung hält der Kreischef die hohen Qualitätsstandards in der Aus- und Fortbildung sowie ein stets offenes Ohr des Kreisvorstands für die modernen Trends im Sport. Daher wolle der Landkreis mit seiner Sportförderung, aber genauso mit der Öffnung seiner Schulturnhallen und Schwimmbäder ein Zeichen sowohl für den Schul- wie auch für den Breitensport setzen.
Mit beeindruckenden Zahlen wartete BLSV-Kreisvorsitzender Florian Weiß auf. So wuchs die Sportorganisation innerhalb des letzten Vierteljahrhunderts von 92 Vereinen mit rund 34000 Mitgliedern auf 116 Vereine mit nach der letzten Bestandserhebung zu Beginn dieses Jahres 48244 Mitgliedern. In den vergangenen zehn Jahren lag der durchschnittliche Zuwachs bei rund 600 Mitgliedern. Die Sportlerinnen und Sportler vor Ort können aus 38 der 53 unter dem Dach des BLSV angebotenen Sportarten wählen. 1,3 Millionen Euro Zuschüsse und 536000 Euro Darlehen flossen seit 1991 in Form von Staatsmitteln für 75 Projekte im Sportstättenbau in den Landkreis. Angesichts solcher Entwicklungen konnte Otto Marchner als BLSV-Bezirksvorsitzender nur von „einem der Leuchttürme im Sportbezirk Oberbayern“ sprechen.
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