UN Gericht erklärt Japans Walfang für NICHT wissenschaftlich und verbietet die Jagd

Schon sehr früh haben die Walfangländer erkannt, dass es nicht unbegrenzt Wale in den Ozeanen gibt. Deshalb schloss man sich 1948 zu der Internationalen Walfangkommission (IWC) zusammen, um einen "Bewirtschaftungsplan" auszuarbeiten.
Ziel hatte war eigentlich, die Resource "Wal" so lange wie möglich nutzen zu können.
Doch man musste schnell feststellen, dass manche Bestände zu sehr dezimiert worden waren, um sich überhaupt noch regenerieren zu können. An eine Wiederaufnahme der Jagd auf diese Arten war gar nicht zu denken.
Wale haben keine hohe Reproduktionsrate und so erholten sich auch die anderen Beständen nur sehr langsam.
Aus der IWC wurde eher unfreiwillig eine Kommission, die nur noch die Entwicklung der bedrohten Bestände beobachten konnte.
Zudem musste man sich mehr und mehr mit der Reduzieren von Beständen durch andere Umstände, wie z.B. Überfischung, hoher Schiffsverkehr, auseinandersetzen.

1986 verhängte man ein Moratorium, das jeglichen kommerziellen Walfang verbot. Es gibt jedoch seit jeher diverse Ausnahmen. Indiger Walfang ist oft erlaubt, auch wenn mit dem Fleisch die Tiere einer Pelzfarm gefüttert werden. Zu kulturellen Zwecken ist Walfang sehr begrenzt ebenfalls erlaubt, auch wenn man dort mit High-Speed Booten und Maschinengewehren die Wale jagt.

Japan setzte den Walfang jedoch unbeirrt fort und deklarierte ihn einfach als Forschung, denn dies fällt laut IWC unter eine Sonderregelung.
Die japanischen Schiffe mit der Aufschrift "RESEARCH" (Forschung) bestehen aus reinen Jagdschiffen mit Harpunen und einem sehr großen Fabrikschiff, auf dem die getöteten Tiere sofort zerlegt und für den Konsumenten portioniert werden.

Nachdem die japanische Flotte sowohl in Australischen Gewässern als auch in der per Gesetz geschützten Antarktis gejagt haben, klagte Australien nun Japan an und stellte in Frage, dass es sich beim japanischen Walfang um Forschung handelt und er damit illegal ist.

Heute, am 31. März 2014 hat nun das UN-Gericht die Entscheidung gefällt:
(die Urteilsbegründung und Verkündung wurde live im Internet übertragen)

Japans Walfang ist nicht wissenschaftlich, damit nicht erlaubt und muss beendet werden!


Begründung u.A.: (frei wiedergegeben!)
Die Fakten (Genstudien, Anzahl der Tiere, Wanderrouten, Fortpflanzung etc), die man angeblich erhalten möchte, können auch durch nicht tödliche Methoden ermittelt werden.
Der Hinweis seitens Japan, dass die Wissenschaft durch die Vermarktung des Walfleisches finanziert werden müsse, wurde als Begründung nicht anerkannt, da es seitens Japan keinerlei Kostenaufstellungen gibt.
Die Fakten, die man vorgibt zu ermitteln wurden in keinen Studien aufgelistet, wurden also offenbar gar nicht erhoben und/oder ausgewertet.
Die eingereichten Berichte sind alt, beziehen sich auf das vorherige Nutzungsprojekt und bestehen lediglich aus Fangberichten. Es gibt keinerlei Hinweise auf wissenschaftliche Datenerfassung und Auswertungen.
Die Begründung, warum man welche Wale (Zwergwale, Buckelwale, Finnwale) "erforschen"/jagen möchte, sind nicht nachvollziehbar, weil in den vielen Jahren des "wissenschaftlichen Walfangs" keinerlei Studien an den Tieren unternommen wurde.
Die Anzahl der Tiere ist aufgrund der fehlenden Auswertung willkürlich und nicht nachvollziehbar. Zudem hat Japan selber zugegeben, dass die geringe Anzahl an getöteten Buckelwalen und Finnwalen keinerlei Studien sinnvoll machen.
Die als Forschungsschiffe deklarierten Boote sind reine Fang- und Verwertungsschiffe.


Mit dieser Entscheidung ist Japans Walfang der wissenschaftliche Aspekt aberkannt worden und er ist damit (auch offiziell) illegal.
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16 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 31.03.2014 | 17:14  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 31.03.2014 | 19:24  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 31.03.2014 | 21:00  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 31.03.2014 | 23:03  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 31.03.2014 | 23:10  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 01.04.2014 | 10:14  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 01.04.2014 | 16:44  
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udo pippert aus Korbach | 01.04.2014 | 16:56  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 01.04.2014 | 17:11  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 01.04.2014 | 17:38  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 01.04.2014 | 17:40  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 01.04.2014 | 17:42  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 01.04.2014 | 21:58  
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Gaby Floer aus Garbsen | 04.04.2014 | 08:16  
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Hans-Rudolf König aus Marburg | 05.05.2014 | 15:43  
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