Neues Ämtergebäude als zukunftsträchtige Lösung
Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung mit großer Mehrheit entschieden: Die Stadt Pfaffenhofen kauft sich für rund sechs Millionen Euro in den Siglbräu-Neubau ein, der in den nächsten Monaten an der Ecke Hauptplatz/Ingolstädter Straße entstehen wird.
Das bisherige Siglbräu-/Franzbräu-Areal, das vom Hauptplatz bis zur Löwenstraße reicht, wird in den kommenden Wochen abgerissen. Der 75 Meter lange, teils drei-, teils viergeschossige Neubau soll voraussichtlich bis Mitte 2011 fertig gestellt werden. Dann wird das Bekleidungsunternehmen C&A sich im Erdgeschoss niederlassen und die Stadtverwaltung bezieht rund 2500 Quadratmeter Bürofläche in den oberen Stockwerken.
Hier kann dann die seit langem gewünschte Zusammenführung der verschiedenen Ämter und Abteilungen erfolgen und nur die Bereiche, die für den Bürger relevant sind, bleiben noch im Rathaus. Das werden vor allem das Bürgerbüro und das Standesamt, die Renten- und Sozialstelle sowie das Büro des Bürgermeisters sein. Die übrigen Verwaltungsmitarbeiter, die kaum Parteiverkehr haben, sollen dann im Sigl-Neubau Platz finden.
Wie Bürgermeister Thomas Herker erläuterte, sind 80 der insgesamt rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Pfaffenhofen in der Kernverwaltung beschäftigt. Die anderen arbeiten in den Kindergärten und Schulen, im Altenheim und im Bauhof, im Wasserwerk und im Klärwerk.
Von den 80 Verwaltungsmitarbeitern haben nur wenige ihre Büros im Rathaus. Die meisten sitzen im Bauamt und in der Kämmerei, die in der Frauenstraße 14 bzw. 34/36 untergebracht sind. Und die Zustände der dortigen Gebäude sind verheerend. Vor allem im Stadtbauamt, das 1930 errichtet worden ist und sich seit den 70-er Jahren in städtischem Besitz befindet, besteht ganz dringender Handlungsbedarf.
„Wir haben drei Ämter in drei Gebäuden, die weit auseinander liegen und noch dazu in mehr als bedenklichem Zustand sind, kaum wirtschaftlich zu betreiben, mit geringer energetischer Effizienz und mit Arbeitsbedingungen, die nicht mehr den Verordnungen entsprechen“, erklärte Thomas Herker. Seit Jahren, so fügte er hinzu, bestehe Handlungsbedarf und seit Jahren werde das Thema immer wieder verschoben. Mit dem Neubau am Sigleck ergebe sich nun aber eine ideale Lösung, die man nicht verstreichen lassen dürfe.
Dabei eröffnet der Sigl-Neubau nicht nur für eine optimale innere Organisation der Stadtverwaltung, sondern auch für die weitere Entwicklung der Innenstadt ganz neue Möglichkeiten. So wird das seit Jahren leer stehende Hotel Bortenschlager demnächst einem Geschäftshaus Platz machen, das im hinteren Bereich an der Auenstraße mit 200 öffentlich zugänglichen Parkplätzen verbunden wird.
Und mit der Räumung des jetzigen Bauamts und der Stadtkämmerei kann an der Frauenstraße ein neuer Bebauungsplan realisiert werden, der nicht nur neue Geschäftshäuser, sondern auch einen Grünzug am Stadtgraben vorsieht. In diesem Zusammenhang kann dann auch die Umgebung des endlich frei gestellten Hungerturms neu gestaltet werden, was eine weitere Aufwertung der Innenstadt bedeutet.






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