liebe Freie Wählerinnen und Freie Wähler,
der morgige 15. Mai 2012, der Internationale Tag der Familie, bietet mir eine weitere Gelegenheit daran zu erinnern, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum zentralen familienpolitischen Thema werden muss. Da freut es doch ganz besonders, dass unsere Familienministerin Kristina Schröder endlich auf die deutliche Kritik am Betreuungsgeld reagiert und - wie gestern in der Süddeutschen Zeitung zu lesen war - nun mit einem Zehn-Punkte-Programm zum Krippenausbau den Widerstand in den eigenen Reihen brechen möchte, schließlich sollen ja 23 Unionsabgeordnete im Juni gegen das Betreuungsgeld stimmen wollen! http://www.sueddeutsche.de/politik/zehn-punkte-pro...
Bleibt abzuwarten, wie ernst es der Bundesregierung mit der Initiative zur Forcierung des Krippenausbaus ist. Ich wünschte mir, die Bundesregierung würde sich stärker um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kümmern, anstatt weiterhin aufs Betreuungsgeld zu setzen. Aber auch auf Unternehmensseite muss noch einiges passieren.
Auch wenn bereits im Jahre 2006 die von der Robert Bosch Stiftung in Auftrag gegebene Studie „Unternehmen Familie“ feststellt, dass weitgehend ohne finanzielle Mehrausgaben, nur mit einem marktorientierten Ansatz, Wachstums- und Beschäftigungspotentiale durch Familien in Deutschland nachhaltig aktivierbar seien, scheint es schlicht und ergreifend an der Umsetzung zu scheitern. Denn die ersten Ergebnisse des "Betreut Reports" zeigen, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eher reines Wunschdenken als Realität ist. Pünktlich zum Internationalen Tag der Familie veröffentlichte die „Besser Betreut GmbH“ gestern, dass 72% der Eltern in Deutschland sich dank familiärer Aufgaben beruflich benachteiligt fühlen. Väter fühlen sich in ihren Karrierechancen weniger eingeschränkt als Mütter: nur 63% der befragten Männer empfinden ihre Arbeitsbedingungen mit Kind als schlechter, wohingegen es 73% der befragten Mütter sind. Begründet ist die Benachteiligung unter anderem durch die starren Öffnungszeiten der Kitas. 77% der Eltern seien der Meinung, dass sich flexiblere Öffnungszeiten positiv auf ihr Berufsleben auswirken würden. http://relevant.at/wirtschaft/pr/556637/schlechter...
Liebe Leser, lassen Sie sich aber den heutigen Tag nicht vermiesen. Viele Lokale Bündnisse für Familien haben Aktionen geplant rund um das Motto "Familie und Beruf: Wir bauen Zeitbrücken". Ehrenamtliche, Jobcenter, Unternehmen, Industrie- und Handelskammern und zahlreiche weitere Akteurinnen und Akteure engagieren sich in den Lokalen Bündnissen, um Zeitengpässe für Familien zu reduzieren. Eine Übersicht über die geplanten Aktionen und Hilfe für Planungen vor Ort oder ganz in Ihrer Nähe finden Sie unter http://www.aktionstag2012.de
Genießen Sie Ihren Tag im Kreise der Familie!
Ihre
Claudia Jung











