liebe Freie Wählerinnen und Freie Wähler,
am 25. November letzten Jahres, dem Internationalen Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen, informierte ich Sie, dass in Europa immer noch jede vierte Frau Opfer direkter oder indirekter häuslicher Gewalt wird. Die Dunkelziffer dürfte noch weitaus höher liegen, weil das Thema mit zahlreichen Tabus belegt ist und Gewaltbetroffene häufig Angst vor Konsequenzen haben, wenn sie ihr Schweigen brechen.
Diese Woche nun kam aus Berlin eine erfreuliche Nachricht: Mit dem vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetz zur Einrichtung eines zentralen Hilfetelefons werden sich Frauen und Mädchen ab Ende 2012 erstmals deutschlandweit, kostenlos und rund um die Uhr Unterstützung und Hilfe holen können.
Für mich ist das ein wichtiger Schritt gegen häusliche Gewalt. Denn auch, wenn es in Deutschland bereits ein gutes und dichtes Netz mit Unterstützungsangeboten gibt, fehlte bislang ein niedrigschwelliges, bundeseinheitliches Angebot zur vertraulichen Erstberatung und Weitervermittlung an Anlaufstellen vor Ort – und das anonym, ohne großen Aufwand und mehrsprachig.
Es ist schlimm, dass wir überhaupt solche Notrufnummern brauchen, oder Einrichtungen wie Frauenhäuser, um Frauen und Mädchen vor Gewalt zu schützen. Jedoch sind sie ein wahrer Segen, solange die Situation nicht ändert.
Ihre
Claudia Jung












