Aus für Kinderstation in Pfaffenhofen? Freie Wähler geben nicht auf !
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Günter Strobl, Geschäftsführer der Kliniken St. Elisabeth sagte gegenüber der Augsburger Allgemeine Zeitung am Montagabend, dass es zu keiner Kooperation in der Kindermedizin zwischen Neuburg und Pfaffenhofen kommen wird. Die Klinken wollen sich auf die Zusammenarbeit mit Ingolstadt konzentrieren und sich weiter für eine zentrale, medizinische Versorgung kranker Kinder einsetzen. Vorausgegangen war ein Besuch des Landtagsabgeordneten Markus Reichart (Freie Wähler) in der Neuburger Kinderklinik. Claudia Jung, Stimmkreisabgeordnete PAF/SOB war krankheitsbedingt entschuldigt und nimmt daher nachstehend mit dem FW Kreisverband Pfaffenhofen dazu Stellung.
Kinderklinik – keine Kooperation mit Pfaffenhofen
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachricht...
Auch der Donaukurier berichtete in seiner Print- als auch Online Ausgabe
Kinderklinik: Plädoyer für zentrale Lösung
http://www.donaukurier.de/lokales/neuburg/Neuburg-...;art1763,2257089
Mit großem Bedauern nehmen wir die Entscheidung aus Neuburg zur Kenntnis, dass es keine Kooperation in der Kindermedizin zwischen Neuburg und Pfaffenhofen geben wird. Bei allem Verständnis für den Wunsch nach einer zentralen, medizinischen Lösung, ist das für unseren Landkreis nicht nur sehr schade, sondern ein schwerer Schlag für alle Eltern, die sich eine eigene Kinderabteilung in der Ilmtalklinik wünschen. Und das aus gutem Grund.
Das Argument, Pfaffenhofen gefährde mit seinem Antrag eine optimale Versorgung der Kinder und den Bestand der Neuburger Kinderklinik, ist wenig sachdienlich. Gleiches gilt für die Unterstellung, Pfaffenhofen würde damit lediglich seine eigene Geburtsstation stützen und sichern wollen. Unbestritten ist hingegen, dass es nach wie vor im weiten Einzugsgebiet von Pfaffenhofen einen dringenden Bedarf für eine wohnortnahe stationäre pädiatrische Versorgung gibt. Und nicht zuletzt vor dem Hintergrund steigender Einwohnerzahlen sollte der vorhandenen kindermedizinischen Unterversorgung schnellstmöglich entgegengetreten werden.
Wir sind nach wie vor der Auffassung, dass Neuburg mit den gewünschten zehn Kinderbetten nichts weggenommen wird, weil – wie allgemein bekannt ist – betroffene Eltern aus dem Landkreis in dringenden Fällen entweder das Klinikum in München-Schwabing aufsuchen oder nach Landshut fahren.
Deshalb werden wir uns von der Absage aus Neuburg nicht entmutigen lassen. Wir werden uns weiterhin für das berechtigte Interesse unserer Eltern stark machen und wo immer es nötig ist Überzeugungsarbeit leisten. Wir werden auch nach alternativen Lösungen und Konzepten suchen, um für alle Beteiligten – für Neuburg wie für Pfaffenhofen – eine Win-win-Situation zu erreichen.
Ihre
Claudia Jung, MdL
Josef Schäch, Kreisvorsitzender FW Pfaffenhofen
Max Hechinger, Stimmkreisvorsitzender PAF/SOB
Als vor 10 Jahren mein fünfjähriger Sohn eine akute Blinddarmentzündung hatte, mussten wir uns in der Aufregung und obwohl die Ilmtalklinik zum Greifen nah war, zwischen München und Neuburg entscheiden. Mit 41 Grad Fieber fuhren wir dann selber unser Kind nach Neuburg, weil nicht feststand, welche Irrfahrt der Rettungswagen unternehmen würde. Da wir aber nicht mit dem Rettungswagen kamen, mussten wir lange warten. Dann kam die Not-OP.
Das war furchtbar.
Meine Begleitung wurde durch die Entfernung zum Daueraufenthalt und die Besuche von meinem Mann mit unserer kleinen Tochter auch nicht gerade leichter.
Es ist ein Armutszeugnis, dass bei diesen vielen Kinder hier in Pfaffenhofen und Umgebung keine Kapazität in der Ilmtalklinik vorhanden ist und nicht geschaffen werden soll.
Wieder einmal mehr zeigt uns der Staat, oder die hier Verantwortlichen wie "wertvoll" unser höchstes Gut ist: unsere Kinder.


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