Grausames Spektakel im japanischen Taiji

Erschreckende Paralielen vom Kinofilm zur Realität
Momentan sind über 250 Delfine in der Todesbucht von Taiji in Japan eingekesselt. 5 Schulen von großen Tümmlern wurden zusammengetrieben. In den letzten beiden Tagen hat man die schönsten Tiere für die milliardenschwere Delfinarienindustrie herausgesucht.

Um die Tiere nach "Brauchbarkeit" zu sondieren, werden sie in Gruppen mit Netzen abgetrennt und Delfintrainer in Tauchanzügen gehen ins Wasser. Delfinschlächter und Delfintrainer arbeiten Hand in Hand. Deutlicher könnte der Zusammenhang zwischen der Delfinindustrie und dem Delfinmassaker gar nicht sein.

Zuerst hat man ein seltenes kleines Albinobaby aussortiert und von seiner Mutter getrennt. Man hat keine Zeit verloren, mit dem kleinen Delfin Geld zu verdienen und so wurde er sofort ins Taiji Museum in den Showpool gebracht. Lang wird er sicher nicht überleben, also muss man zusehen, möglichst schnell Profit daraus zu machen.

Angepriesen wird der kleine weiße Delfin den Museumsbesuchern natürlich nicht als Opfer der Delfinjagd, sondern vielmehr als ein verweister Delfin, den man gerettet hat.
Inzwischen wurden über 30 Delfine für Delfinarien entnommen. Tiere aus Japan sind auch in türkischen Einrichtungen und in Russland, wo sie bei den Olympischen Spielen die Massen erfreuen sollen. Was danach mit ihnen passiert, wenn die zwei extra für die Olympischen Spiele gebauten Delfinarien nicht mehr besucht werden, ist fraglich.

Die riesige Anzahl von Delfinen in Taiji ist nunmehr den dritten Tag ohne Nahrung. Sie werden gescheucht, mit Netzen abgedrängt, in Panik versetzt, schreien nach ihren Familienmitlgiedern und nicht selten kommt es vor, dass die kleinen Fangboote einfach über sie hinwegfahren.

Es spielen sich Dramen ab, bedenkt man, dass die Tiere sehr intelligent und sozial sind, sich beim Namen nennen und definitiv ein Ich-Bewusstsein haben.
Weltweit warten Zehntausende mit bangem Herzen, ob man wenigstens die Delfine, die man nicht für Shows vermarkten möchte, freilassen wird oder die Schlächter aktiv werden. Damit die Bucht nicht zu blutig wird und den Aktivisten aussagekräftige Fotos gelingen, wird den Delfinen zunächst ein Pflock ins Blasloch geschlagen, bevor man sie absticht. Trotzdem wird danach, wie schon so oft vorher, die ganze Bucht rot vom Blut der Delfine sein.

Delfinfleisch ist hochgradig mit Schwermetallen belastet und sollte selbst nach Angaben der japanischens Behörden nicht oder nur sehr wenig verzehrt werden. Aufgrund des geringen Absatzes ist es in den letzten Jahren deshalb vorgekommen, dass das Delfinfleisch einfach an die Schulküchen abgegeben wurde.

Man muss sich bewusst machen, dass die Gemeinschaft der Delfinarienbetreiber nichts gegen diese Delfimassaker unternimmt. Die Delfine werden vielmehr zwischen den Einrichtungen für Zuchtzwecke oder um die vielen sterbenden Tiere zu ersetzen, hin- und hergeschoben.

Mit jeder Eintrittskarte, mit jedem Besuch eines Delfinariums macht man sich indirekt oder direkt mitschuldig an diesen Massentötungen, denn nur der Verkauf an Delfinarien, bei dem ein Tier zwischen 100.000 und 300.000 Euro einbringt, wird die Delfinjagd lukrativ.

Dringen zu empfehlen sind die beiden Filme: "Die Bucht" und "Blackfish"

RTL2 Bericht

Während sich die deutsche Presse zurückhält, erscheinen erste ausdruckstarke Berichte im Ausland, hier CNN

Weitere Berichte siehe:
Die Bucht
Illustration
Delfine - ihr Leben in Freiheit und in Gefangenschaft
Alles prima im Delfinarium?
Mutiger Japaner als Hoffnungsträger für Tierschützer und Meeressäuger
Bevor du ein Delfinarium besuchst
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41 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 19.01.2014 | 23:52  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen | 20.01.2014 | 07:39  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 20.01.2014 | 16:38  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 20.01.2014 | 19:10  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 20.01.2014 | 20:05  
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Diana Timm aus Berlin | 20.01.2014 | 20:53  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 20.01.2014 | 22:33  
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Diana Timm aus Berlin | 20.01.2014 | 23:03  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen | 20.01.2014 | 23:05  
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Diana Timm aus Berlin | 20.01.2014 | 23:08  
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Diana Timm aus Berlin | 20.01.2014 | 23:16  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen | 20.01.2014 | 23:19  
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Diana Timm aus Berlin | 20.01.2014 | 23:27  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen | 20.01.2014 | 23:31  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen | 20.01.2014 | 23:36  
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Diana Timm aus Berlin | 20.01.2014 | 23:38  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 21.01.2014 | 00:00  
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Diana Timm aus Berlin | 21.01.2014 | 00:08  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen | 21.01.2014 | 00:19  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen | 21.01.2014 | 00:38  
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Gaby Floer aus Garbsen | 21.01.2014 | 09:02  
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Diana Timm aus Berlin | 21.01.2014 | 12:10  
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Diana Timm aus Berlin | 21.01.2014 | 12:15  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 21.01.2014 | 16:55  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen | 21.01.2014 | 17:52  
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Diana Timm aus Berlin | 21.01.2014 | 18:39  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 21.01.2014 | 19:59  
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Gaby Floer aus Garbsen | 21.01.2014 | 20:48  
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Diana Timm aus Berlin | 21.01.2014 | 21:08  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen | 21.01.2014 | 22:07  
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Diana Timm aus Berlin | 21.01.2014 | 23:02  
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Gaby Floer aus Garbsen | 22.01.2014 | 05:00  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen | 22.01.2014 | 08:34  
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Gaby Floer aus Garbsen | 22.01.2014 | 08:46  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen | 22.01.2014 | 11:41  
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Gaby Floer aus Garbsen | 23.01.2014 | 05:14  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 23.01.2014 | 16:51  
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Gaby Floer aus Garbsen | 24.01.2014 | 05:46  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 24.01.2014 | 16:16  
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Elena Sabasch aus Hohenahr | 30.01.2014 | 18:59  
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Elena Sabasch aus Hohenahr | 30.01.2014 | 19:29  
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