Die unbarmherzige Jagd auf Meeressäuger hat begonnen

Rundkopfdelfine
Jedes Jahr erwarten die Tier- und Umweltschützer weltweit den 1. September mit bangem Herzen, denn an diesem Tag beginnt in Japan jedes Jahr die Jagd auf Delfine und Kleinwale.
Die Tötung von knapp 2000 Tieren wurde offiziell für diese Jagdsaison genehmigt.

Nachdem zunächst 15 Tage von Erleichterung geprägt waren, weil die Tiere den Jägern entkommen konnten, war es gestern dann leider soweit.
Die Boote konnten eine Familie von Rundkopfdelfinen in die berüchtigte Bucht von Taiji (Japan) treiben. Einige Tiere entgingen gestern dem Fang und verharrten vor der Bucht, um ihren Familienmitgliedern nah zu sein.
Wie schrecklich muss es für sie gewesen sein, als sie die Todesschreie ihrer Lieben hören mussten. Auf grausame Weise wurden die wunderschönen Rundkopfdelfine in der Bucht aufgeschlitzt und und zum Metzger gezerrt. Viele Tiere zappeln im Blut der anderen, bis sie schließlich an der Reihe sind.
Damit dies nicht fotografiert werden kann, ziehen die Fischer große Planen über die Bucht. Doch zwei Tierschutzorganisationen sind vor Ort und dokumentieren.

Sicher waren die überlebenden Delfine vor der Bucht noch traumatisiert, als man heute ihnen nachstellte. Die Jäger hatte deshalb ein leichtes Spiel und töteten heute fast den kompletten Rest der Familie.

Übrig ließen sie lediglich die noch von der Muttermilch abhängigen Jungtiere. Diese Babys überließen sie ihrem Schicksal, verhungern oder natürlichen Jägern zum Opfer fallen.

Für viele ist es ein ethisches Problem, dass die intelligenten und extrem sozialen Tiere getötet und gegessen werden. Doch es gibt auch eine Tatsache, die ganz objektiv und unemotional von dem Verzehr abraten: Das Fleisch von Delfinen und Kleinwalen ist mit Schwermetallen belastet und sollte nicht gegessen werden.

Leider verdienen diese paar Handvoll Fischer trotzdem sehr viel Geld durch das Massacker an diesen Tieren, denn die Delfinarien zahlen ihnen für die schönsten Tiere Tausende von Euro. Ein Großer Tümmler bringt leicht 100.000, ein Orca bis 500.000 Dollar. Letztes Jahr wurde ein weißer sehr junger Tümmler seiner Mutter entrissen und vegetiert seitdem in kleinen schmutzigen Becken des Taiji Walmuseums.

Dieses Tier wurde zu einer Art Symbol für den Zusammenhang zwischen der Haltung von Delfinen und den Gräueltaten an den Tieren. Trainer, Delfinarienbetreiber und Delfischlächter arbeiten nämlich bei diesem Geschäft Hand in Hand, Seite an Seite.

Diesen weißen Delfin, den die Tierschützer liebevoll Angel nannten, ist einen immensen Preis wert. Doch offenbar ist dieses Symboltier ein zu heißes Eisen, als dass ihn jemand kauft. Man würde das Tier sofort wiedererkennen.
Bei anderen Tiere ist das nicht so leicht möglich und so lässt sich die Herkunft von "Delfintherapeuten" und "Showstars" sehr leicht verschleiern.

Doch man findet Überlebende dieser furchtbaren Treibjagden in sehr vielen Ländern. Und die Organisation der Delfinarien unternimmt nichts dagegen, dass die restlichen Tiere nach wie vor getötet werden.

Die Delfinjagd ist keine Tradition, wie so oft behauptet wird. Erst Ende der Sechziger Jahre, als die Nachfrage nach Tieren für Delfinarien stieg, begann die systematische Jagd. Und nur die lukrativen Einkünfte durch den Verlauf der Tiere an Delfinarien finanziert diese Jagd. Viele Japaner wissen gar nichts davon, denn erst langsam verbreitet sich diese Tatsache im Land. Delfinfleisch haben ohnehin die wenigsten Japaner bisher gegessen.

Die Haltung von Delfinen und Kleinwalen wie Belugas oder Grindwalen ist niemals artgerecht. Auch die größten Bemühungen können nicht den nötige Platz bieten, den diese Tiere brauchen. Wer einmal sie einmal im Meer hat springen sehen und sieht, wie sie in die Tiefe abtauchen, dem sollte das klar sein. Abertausende von anderen Meerestieren begegnen die Meeressäuger in ihrem natürlichen Lebensraum, von der atemberaubenden Pflanzenwelt nicht einmal gesprochen.

Der Nachwuchs von Delfinen in Gefangenschaft ist übrigens mitnichten ein Indiz dafür, dass sich die Tiere dort wohlfühlen oder gar glücklich sind. Hormone helfen oft nach oder es wird nicht selten künstlich befruchtet. Zudem muss sich die Mutter, entgegen dem natürlichen Verhalten, nach wenigen Jahren von ihrem Kind trennen. Denn man separiert diesen engen Verbund, damit die Zucht erfolgversprechender ist. Außerdem ist es nicht möglich, Rangkämpfe auf natürliche Weise zu regeln, denn die Tiere können sich nicht ausweichen.

Viele Fragen sich nun, was kann ich gegen die Delfinjagd tun!
Ein wichtiger Schritt: Kein Delfinarium besuchen, und zwar in keinem Land!

In Deutschland gibt es bisher keine Delfine aus Japan.
Doch die globale Nachfrage bestimmt das Angebot, und wenn sehr viele Leute die Shows besuchen und die Nachzucht nicht klappt, dann holt man sich wilde Delfine.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass auch auf den Solomonen Delfine gejagd werden und dass Russland aktuell Orcas und Belugas in ihren Gewässern für Delfinarien gefangen hat. In Russland gibt es sogar Wanderzoos, die Meeressäuger vorführen. Diese Tier leben dann in Aufstellbasins, in denen sie sich nicht einmal herumdrehen können.

Es liegt an uns Verbraucher, dieses Angebot zu stoppen!

Infotipp: Die Bucht - preisgekrönte Dokumentation (auch als Buch erhältlich)

Dokumentation BLACKFISH
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65 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 17.09.2014 | 17:43  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 17.09.2014 | 18:10  
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Erwin Zimmermann aus Bad Kösen | 17.09.2014 | 18:59  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 17.09.2014 | 19:28  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen | 18.09.2014 | 07:32  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 18.09.2014 | 17:41  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 18.09.2014 | 17:44  
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Gaby Floer aus Garbsen | 20.09.2014 | 09:28  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 20.09.2014 | 15:50  
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Helmut Bathen aus Köln | 20.09.2014 | 16:48  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 20.09.2014 | 20:17  
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Doris Thomas aus Pfaffenhofen | 20.09.2014 | 20:58  
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Gaby Floer aus Garbsen | 20.09.2014 | 21:32  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 21.09.2014 | 00:45  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 21.09.2014 | 00:54  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 21.09.2014 | 16:31  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 21.09.2014 | 18:03  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 21.09.2014 | 18:20  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 21.09.2014 | 18:29  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 21.09.2014 | 18:34  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 22.09.2014 | 16:42  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 22.09.2014 | 16:55  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 22.09.2014 | 17:20  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 22.09.2014 | 18:33  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 22.09.2014 | 18:36  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 23.09.2014 | 01:17  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 23.09.2014 | 01:19  
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Gerd Szallies aus Laatzen | 23.09.2014 | 15:35  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 23.09.2014 | 16:04  
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Gerd Szallies aus Laatzen | 25.09.2014 | 03:56  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 25.09.2014 | 18:14  
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Gerd Szallies aus Laatzen | 25.09.2014 | 18:51  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 26.09.2014 | 00:22  
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Gerd Szallies aus Laatzen | 26.09.2014 | 00:56  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 26.09.2014 | 14:55  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 26.09.2014 | 16:34  
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Gerd Szallies aus Laatzen | 26.09.2014 | 18:23  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 26.09.2014 | 23:11  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 27.09.2014 | 21:39  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.09.2014 | 00:03  
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Gerd Szallies aus Laatzen | 28.09.2014 | 12:56  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.09.2014 | 15:58  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.09.2014 | 18:00  
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Gerd Szallies aus Laatzen | 30.09.2014 | 22:04  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 30.09.2014 | 22:54  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 30.09.2014 | 23:46  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 01.10.2014 | 07:49  
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