Shoot The Moon + Vernissage Heike Habel
Pfaffenhofen: Künstlerwerkstatt | Jazz trifft auf Blues, Walzer, Chanson, Zirkusmusik, Alternative Pop und anderes mehr: Das Berliner Sextett Shoot the Moon begeistert mit einem leidenschaftlichen, bizarren Mix aus unterschiedlichen Stilelementen.
"Das Eigene an meiner Musik ist das Gebräu aus unterschiedlichsten Elementen, die mir zufällig im Ohr bleiben und mit denen ich mich beschäftige." Almut Schlichting, Songschreiberin und Altsaxofonistin des 1997 gegründeten Sextetts Shoot the Moon aus Berlin, vergleicht ihre Kombination von Stilelementen gerne mit ihren Mixkassetten aus Kindertagen: als sie vorm Radio sitzend, von Sender zu Sender springend, Walzer, Rock, bulgarische Volksmusik, Dixieland oder Wortfetzen aus einem Wetterbericht aufnahm und so Musik und Geräusche in einer wilden Collage miteinander verschmolz.
Almut Schlichtings Mixkonzept macht ihre Kompositionen mehrdeutig. Hörvorstellungen werden bedient, gebrochen oder, wie sie es nennt, "verrätselt und fragmentiert". Von der ersten Fassung eines Songs bis zur Konzertreife sei es allerdings oft ein langer Weg. Durchdrungen seien die fertigen Stücke, so Almut Schlichting, stets auch von den musikalischen Vorlieben und Anregungen der anderen Bandmitglieder. Der Gruppensound ist dabei immer eindeutig identifizierbar. Er ist geprägt von einer starken Bläserfraktion, zupackenden Rhythmen, freien solistischen Ausflügen und Gesangparts, die mitunter Ohrwurmqualitäten haben.
Nachzuhören ist das besondere "Gebräu" von Shoot the Moon inzwischen auf zwei Tonträgern. 2006 setzte das Sextett mit der CD "Treasure Island" ein erstes und nachhaltiges Statement. 2009 veröffentlichte es mit "Glory & Decay" einen ebenbürtigen, über 70-minütigen Nachfolger beim ambitionierten Berliner Label jazzwerkstatt. Der Band geht der Ruf voraus, das Hörvergnügen, das diese Studioeinspielungen bieten, in ihren Konzerten noch steigern zu können. Die Presse ist jedenfalls begeistert, was in der "Berliner Morgenpost" zu bildreichen Formulierungen führte: "Shoot the Moon lässt Tom-Waits-Polkas mit dem kontrollierten Irrsinn eines Ornette Coleman kollidieren; trunkene Walzer flirten mit beckenschiefem Blues, und Marvin Gaye ertrinkt in den Bugwellen eines postmodernen Piraten-Shantys.“
(Fietje Ausländer, November 2009)
Almut Schlichting – Saxophon, Komposition, Winnie Brückner – Gesang, Tom Arthurs – Trompete, Tobias Dettbarn – Bassklarinette, Sven Hinse – Kontrabass, Rudi Fischerlehner – Schlagzeug
Eintritt frei!


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