Pilgerempfang im Festsaal des Rathauses
Gleich zwei Pilgergruppen machten auf dem Weg zum 2. Ökumenischen Kirchentag in München am vergangenen Montag Rast in Pfaffenhofen.
Zunächst wurden zwei Pilger aus Uelzen vom 2. Bürgermeister Albert Gürtner im Festsaal empfangen. Steffen Siegert (49) und Dieter Morawietz (68) sind für die „Woltersburger Mühle“ unterwegs, einem Projekt von Arbeitslosen für Arbeit suchende Jugendliche.
Mit Unterstützung der Journalistin Maren Warnecke, die über die Pilgerung in einem Wander-Blog berichtet, möchten die Wanderer aus Uelzen auch am Ökumenischen Kirchentag auf den guten Zweck ihrer Reise aufmerksam machen.
Im Rathaussaal Pfaffenhofen stellten sie vor einigen interessierten Bürgern die Aktion „Pilgern für die Mühle“ vor und erzählten von den Erfahrungen auf ihrer 850 km langen Wanderung.
Gerade mal drei Ruhetage gönnten sich Siegert und Morawietz, seitdem sie am Ostermontag mit jeweils 15 kg Gepäck und ohne Begleitfahrzeug in Niedersachsen aufbrachen.
Beide waren beeindruckt von den vielen durchweg positiven Erfahrungen auf ihrer Reise quer durch Deutschland.
Die Pilger wurden häufig von den Menschen angesprochen und zum Essen oder für ein Bad nach Hause eingeladen. Dort erfuhren sie von zahlreichen Einzelschicksalen der Menschen und deren persönliche Erfahrungen mit Arbeitslosigkeit.
Auf die Frage, ob sie jemals bei ihrer anstrengenden Wanderung ans Aufgeben gedacht hätten, antworteten beide einstimmig: „Niemals!“
Direkt im Anschluss traf eine Gruppe von rund 160 Teilnehmern der Aktion „Ökumene rollt“ vor dem Rathaus in Pfaffenhofen ein. Die Radl-Pilger hatten ihren eigenen Chor aus Magdeburg als musikalische Unterstützung mitgebracht.
Nach der Begrüßung durch den evangelischen Pfarrer Michael Murner und den 2. Bürgermeister Albert Gürtner konnten sie sich bei einer Brotzeit im Festsaal stärken.
Die Pilger übernachteten im evangelischen Gemeindezentrum und der Turnhalle der Joseph-Maria-Lutz-Schule, bevor sie sich am nächsten Tag nach einem Frühstück im katholischen Pfarrsaal weiter auf den Weg nach München machten.




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