Die Familiengeschichte der Schells: Marie Theres Kroetz Relin kommt nach Pfaffenhofen

 

Pfaffenhofen an der Ilm: Hotel Moosburger Hof | Familiengeschichten gibt es einige, aber nur wenige lassen sich mit dem weit verzweigten deutsch-österreichisch-schweizerischen Stammbaum der Schells vergleichen, der gleich zwei Weltstars hervorgebracht hat: Maria Schell und Maximilian Schell und den Marie Theres Kroetz Relin in ihrer soeben erschienen Chronik „Meine Schells“ auf Schönste aufblättert.
Am 7. Juli ist Marie Theres Kroetz Relin auf Einladung der Buchhandlung Pesch im Rahmen des Kultursommers in Pfaffenhofen und erzählt von ihrer interessanten Familie und wird dabei das ein oder andere Geheimnis lüften. Die Lesung beginnt um 18.30 Uhr im Hotel Moosburger Hof, Einlass ist um 18 Uhr. Und da Kochen und Essen bei den Schells immer eine wichtige Rolle gespielt haben, bereitet Küchenchef Sven Tweer im Anschluss an die Lesung ein echtes Schell-Menü mit Eierflaumsuppe, Schweinsbraten und Apfelstrudel.

Nach dem Tod ihrer Mutter Maria Schell im Jahr 2005 ist für Marie Theres Kroetz Relin klar: „Die nächste Mutter, die stirbt, bin ich“. Diese Erkenntnis löst bei der 1966 in München geborenen Schauspielerin und Autorin einiges aus, nicht zuletzt die Trennung von ihrem Mann Franz Xaver Kroetz. Die Beantwortung der schon oft im geheimen gestellten Fragen „Wer bin ich?“ und „Woher komme ich?“ will die dreifache Mutter nun endlich in Angriff nehmen und macht sich mit ihrer ältesten Tochter Josephine auf den Weg zu den Ahnen durch die Schweiz, Deutschland und Österreich. Sie besuchen Gusti auf der Kärntner Alm, die den Filmstar Maria Schell dort bis zu deren Tod liebevoll pflegte; sie fahren zum Onkel Maximilian Schell, ebenfalls weltbekannter Filmschauspieler, der gerade einen letzten Waldbeerengruß an den sterbenden Ulrich Mühe verschickt und schließlich zum Lago Maggiore, wo Carl Schell, der andere Bruder von Maria Schell, seit langem seinen Wohnsitz hat. In der Auseinandersetzung mit ihrer Familienbiografie lernte Marie Theres Kroetz Relin vor allem auch sich selbst kennen und schließt damit das Porträt über den Schell-Clan ab. Neben vielen Unterschieden und Familiengeheimnissen entdeckt die Autorin immer wieder Gemeinsamkeiten, zumeist im Leben ihrer weiblichen Vorfahren, so dass ihr einfühlsames Porträt „Meine Schells. Eine Familie gesucht und mich gefunden“ auch als Auseinandersetzung mit den Geschlechterrollen gelesen werden kann. Briefe, Urkunden, Zeugnisse, Fotos – die Autorin wertet alles aus, was ihr in die Finger kommt. Nachdenklich stimmende Passagen über das Aufwachsen als Kind einer Weltberühmtheit und zornige Zeilen über das Verhalten der Presse bei der Beerdigung ihrer Mutter stehen dabei neben einem bewegenden Briefwechsel ihrer Ururgroßeltern oder skurrilen Anekdoten aus dem Leben des berühmten Schauspieler-, Künstler- und Intellektuellenclans wie die Geschichte mit dem Dackel von Glenn Ford oder die Besuche von Liz Taylor und Richard Burton auf der Alm.
„Meine Schells“ ist eine große, bunte Familienchronik und eine schonungslos ehrliche, erstaunlich akribische und stellenweise hochkomische Reise ins Ich.

LeseZeit im Kultursommer:
7.7. 2011: Marie Theres Kroetz Relin, Meine Schells (LangenMüller)
Hotel Moosburger Hof, Moosburger Str. 3, 85276 Pfaffenhofen a. d. Ilm, Telefon 08441- 27 7008-0,
18.30 Uhr Lesung mit Bildern, Meine Schells (Einlass 18 Uhr)
20 Uhr Menü à la „Meine Schells“
Eintritt Dinner & Lesung: 31 € // nur Lesung: 8€, Karten und Reservierungen bei Buch & Büro Pesch, Hauptplatz 19, 85276 Pfaffenhofen, 08441 80930 und Hotel Moosburger Hof, www.pesch-pfaffenhofen.de

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