Kultur, Musik und Einkaufen bis Mitternacht: Die 2. Nacht der Kunst am 19. Juni hat viel zu bieten
Es war ein hartes Stück Arbeit für alle Beteiligten, aber jetzt steht das Programm. Und was da geboten wird, übertrifft alles, was in Pfaffenhofen bisher an einem Abend geboten wurde: Am Freitag, 19. Juni, findet die 2. Nacht der Kunst statt. Rund 40 verschiedene Programmpunkte, ein großes Kinderprogramm, für das eigens die Scheyerer Straße gesperrt wird, sowie erstmalig eine Kunstpromenade mit ca. 100 Kunst- und Antiquitäten-Ausstellern in der Ingolstädter Straße freuen sich auf viele Besucher. Aber nicht nur die zahlreichen Ausstellungen und Aufführungen dürften viel Publikum anlocken, auch die Öffnungszeiten der teilnehmenden Geschäfte bis 24 Uhr laden zum Bummeln, Schauen und Kaufen ein.
Bei der ersten Nacht der Kunst im Jahr 2008 sorgten gut 10.000 Besucher für eine äußerst lebendige Innenstadt. Die gleichnamige IG und die anderen Organisatoren der Nacht der Kunst – darunter die Vereine Mobile, Hallertauer Regionalgeld, Neuer Pfaffenhofener Kunstverein sowie die Kultur- und Jugendverantwortlichen der Stadt – möchten diese Besucherzahl noch steigern und haben sich dafür mächtig ins Zeug gelegt:
Zehn verschiedene Veranstaltungsorte, fünf Bands, sechs Kunstausstellungen, vier Tanzshows, acht Aktions- und Performance-Künstler sowie endlich der lang ersehnte Biergarten auf der Insel, Boule auf dem Hauptplatz und Überraschendes mit Licht und Dunkelheit…
Aber immer der Reihe nach. Eröffnet wird das Spektakel ganz bodenständig durch den Beuys-Schüler Johannes Stüttgen, der auf Einladung des Vereins Hallertauer Regionalgeld e.V. auf der Insel einen Baum pflanzt und damit nicht nur der heimischen Währung, die bereits seit fünf Jahren im Umlauf ist, ein Denkmal setzt. Währenddessen amüsieren sich die Kinder bereits bei Gesang (Kinderchor) und Tanz und beginnen mit dem großen Hundertwasserbild, das dann später in einer Amerikanischen Versteigerung einen neuen Besitzer findet.
Wenn dann für einige Passanten wenige Minuten die Zeit still steht. Wenn der Wahnsinn zum Erlebnis wird und alles möglich ist, dann treffen sie auf „Bühnenkinder go Comedy“.
Auf Einladung der Hallertauer Volksbank treten derweil die 32 Musiker der bekannten 3BA Concertband der Bayrischen Brass Band Akademie erstmalig auf dem Hauptplatz und auf der Insel auf: Um 18 Uhr wird der Deutsche Meister seine Blasmusik der anderen Art auf dem Hauptplatz spielen, um 19 und um 20 Uhr ist die Brass Band dann auf der Insel zu hören.
Die Qual der Wahl haben jetzt die Kunstinteressierten zwischen den nahezu parallel stattfindenden Vernissagen der Künstler Sebastian Breitkreuz im Pfaffelhof, Beate Eichstätt und Christina Weißenbeck im Hofberg sowie Urban Ehmy im Rubens. Dann schnell ins Haus der Begegnung, um die Vernissage von Annette Marketsmüller und deren einzigartiges Spiel mit Oberflächenstrukturen nicht zu verpassen (19.30 Uhr).
Oder doch lieber schnell zum Hauptplatz? Denn da zeigen jetzt die zwei Stelzendarsteller vom „Finkenwegtheater“ ihr Rosentanz-Märchen. Dort sollte man auch den Architekturwürfel mitsamt seiner Darstellung der innerstädtischen Schwachstellen Pfaffenhofens sowie das Einraumhaus LaMa von Lars Heiter und Maximilian Hechinger anschauen und der Formation Soundpool
Inc. lauschen, die nacheinander in verschiedenen Geschäften aufspielt.
Langsam wird es dunkel und so kommt die Lichtinstallation von Markus Jordan (ja, der mit der Rathaus-Beleuchtung) gut zur Geltung, diesmal am Brunnen. Einmal durchschnaufen und dann weiter, denn jetzt gibt es etwas ganz Neues zu entdecken: die neu eröffneten Kulturhallen auf dem Herion-Gelände. Dort zeigt der Neue Pfaffenhofener Kunstverein die große Fotoausstellung „Close the Gap“ der Meisterklasse von Timm Rautert und dies bayernweit einmalig.
Zu bestaunen gibt es dann noch die Schattenwelt des Café Noir, die Uhl/Trapp-Performance „Tod und Teufel“ vorm Rathaus sowie mehrere Bands und Tanzgruppen. Und wer dann noch nicht genug hat, der macht sich ab 24 Uhr erneut auf in die Kulturhallen, um inmitten der Bilder der Leipziger Künstler die große Kunstnachtparty zu feiern.




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