Gefährdung der Wildlachse durch Fischfarmen
Augrund der großen Nachfrage an Lachs gibt es seit vielen Jahren in diversen Ländern (z.B. Norwegen und Kanada) an den Küsten Fischfarmen. Dort werden die Lachse gezüchtet. Sie werden in Netzen gehalten, gefüttert (u.a. mit Farbstoff, damit ihr Fleisch die richtige Farbe hat) und mit Medikamenten versorgt.
Leider ist nicht nur dieser Fisch äußerst ungesund, er gefährdet auch noch massiv die Bestände des Wildlachses. Man hat nämlich in British Kolumbia/Kanada nicht eine heimische Lachsart zur Zucht verwendet, sondern eine atlantische Lachsart. Diese Art ist widerstandsfähiger und somit profitabler.
Auf die wilden Lachsarten, wie den Sockeye oder die großen Königslachse, wirkt sich das folgendermaßen aus:
1. In den Fischfarmen brechen durch die beengte Haltungsmethode Krankheiten aus, die sich dann auf die vorbeischwimmenden Wildlachse übertragen
2. Tausende von Atlantiklachsen entweichen aus den Netzen und greifen die heimischen Lachse an. Danach vermehren sich die atlantischen Lachse überproportional.
3. In den Netzgehegen vermehren sich die Fischläuse expolisionsartig und setzen sich auch an die vorbeischwimmenden Wildlachse, die dadurch geschwächt werden und sterben.
Wildlachse sind ein wichtiger Baustein der Natur. Die heranziehenden Lachse sind Nahrung für Orcas und Robben. Wenn sie die Flüsse zu den Laichgebieten hochziehen, sind sie lebensnotwendige Beute für Bären und Greifvögel.
Zum Wohle seiner eigenen Gesundheit und zum Schutz der Wildlachse sollte man auf den Kauf von Fischen aus Fischfarmen verzichten. Leider sieht es hier mit der Deklaration sehr schlecht aus. Allerdings kann man durchaus auf dem Markt und im Geschäft die Verkäufer fragen.
Über das Thema "Gefährdung der Wildlachse" gibt es einen sehr schönen und informativen Trickfilm (allerdings in Englisch):
http://www.watershed-watch.org/sealice.html
Hier ist ein neues Video zu dieser Problematik:
http://www.youtube.com/watch?v=yTYhQAN9BW0



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