Vielfältig und auf hohem Niveau – aber Kultursommer litt teilweise auch unter dem Wetter
Der Kultursommer 2010 der Stadt Pfaffenhofen hatte wieder viel zu bieten. Innerhalb eines Monats enthielt er in der Zeit vom 18. Juni bis 18. Juli eine geballte Ladung Kultur für jeden Geschmack und jedes Alter. Das Resümee der Beteiligten fiel daher auch sehr positiv aus – allerdings mit wetterbedingten Einschränkungen.
Zwei große Höhepunkte hatte der Kultursommer: die Nacht der Kunst zum Auftakt und das open-air auf dem Sparkassenplatz zum Abschluss. Dazwischen gab es eine Vielzahl von Literatur- und Musikereignissen, Konzerte und Tanz, Ausstellungen, Foto-Wettbewerb und Filme, Jugendprogramm und Kindertheater.
Während die Nacht der Kunst trotz ihres tollen Programms schon zum 2 Mal in Folge sehr unter schlechtem Wetter litt, spielte Petrus beim open-air wieder optimal mit, sodass hier einfach alles passte und rund 2000 Besucher ein mitreißendes Konzert des Bluespianisten Christian Willisohn und der ReBeatles erlebten.
Dabei hätte auch und gerade die Nacht der Kunst die Besucher begeistern können, denn die Geschäftsleute und einige ehrenamtliche Kulturschaffende hatten ein vielseitiges und überaus abwechslungsreiches Programm organisiert. Nach dem Motto „Not macht erfinderisch“ wurden angesichts des Regens etliche für draußen geplante Veranstaltungen dieses Abends in Räume verlegt, die eigentlich schon gar nicht mehr für Veranstaltungen zur Verfügung stehen: Der alte Müllerbräu-Saal wurde geöffnet und sogar die Gaststube des ehemaligen Hotels Bortenschlager konnte genutzt werden!
Das hob auch Thomas Herker in seinem Resümee hervor, und er bedankte sich besondern bei den Organisatoren der Nacht der Kunst für ihr tolles Konzept und bei den Innenstadt-Gewerbetreibenden für ihre hervorragende Beteiligung.
Kulturreferent Steffen Kopetzky betrachtet die Nacht der Kunst mittlerweile als „festes Format“, dessen „Mischung mit Arbeiten von Schülern, guten Amateuren, erfolgreichen regionalen Künstlern und internationalen Stars“ er als „super, trotz schlechtem Wetter sehr erfolgreich“ bezeichnet.
Kopetzky wertet zudem die „Wiederentdeckung des oberen Hauptplatzes als einem der schönsten Plätze für kulturelle Veranstaltungen“ als besonders positiv und bezieht sich hier auf den italienischen Abend am 1. Juli mit dem Theater „Die Stelzer“ und Musik des „trio salato“. Auch für Reinhard Haiplik, den Referenten für Heimatpflege und Internationale Kultur, zählt dieser Abend, bei dem auch das Wetter südländisch war und die Schauspieler ebenso wie die Musiker den zahlreichen Besuchern viel Spaß machten, zu den Höhepunkten des Kultursommers – neben dem open-air mit den ReBeatles, der Nacht der Kunst und dem amnesty-Weltmusik-Konzert von Verònica Gonzàles. Insgesamt hebt Haiplik die Vielfalt des Programms hervor und betont: „Einen Monat war die Stadt erfüllt von pulsierendem kulturellen Leben, von Ereignissen, die ganz unterschiedlichen Zielgruppen große Freude bereiteten.“
Peter Feßl, als Musik- und Galerie-Referent der „Dritte im Bunde“ der für den Kultursommer zuständigen Stadträte, ist von der Qualität und Vielfalt des Kultursommers ebenfalls überzeugt. Gewisse Einschränkungen beim „vollen Erfolg“ sieht er beim Wetter, zum Teil aber auch bei der Quantität der Veranstaltungen. In der Tat litten manche Konzerte im Festsaal des Rathauses und im Theatersaal unter der brütenden Hitze – oder auch unter der Konkurrenz zeitgleicher Ereignisse bzw. ähnlicher Veranstaltungen in den Tagen davor oder danach.
Insgesamt jedenfalls darf der Kultursommer 2010 als ereignisreiche Zeit und als ein schönes Angebot der Stadt Pfaffenhofen für alle Freunde von Musik, Kunst, Literatur und Theater bezeichnet werden. Und wenn es so Manchem nun leid tut, dass die kultur- und ereignisreiche Zeit vorbei ist, dann muss er nur mal in den städtischen Veranstaltungskalender schauen: Dann kann er sich freuen aufs Weinfest und aufs Biergartenfest, aufs Volksfest und das Festival Fließtext, auf die Ausstellungen der Hallertauer Künstler und auf die große Luckhaus-Ausstellung…



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