Sozialempfang: Dank an alle ehrenamtlich Tätigen
Die jährliche Einladung der Stadt Pfaffenhofen zum „Sozialempfang“ mit Ehrungen und einer Festansprache hat schon Tradition. Neu war diesmal der erweiterte Kreis der geladenen sozial tätigen Vereine, Gruppen und Initiativen mit noch mehr Ehrenamtlichen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die sich besonders für soziale Belange engagieren, fanden sich im Festsaal des Rathauses ein und stellvertretend für alle wurden vier Ehrenamtliche besonders geehrt.
„Unsere Gesellschaft lebt vom Ehrenamt. Stadt und Staat würden nicht funktionieren, wenn es Ehrenamtliche wie Sie nicht gäbe“, betonte Bürgermeister Thomas Herker. Er bedankte sich im Namen der Stadt und des Stadtrats bei allen Ehrenamtlichen ganz herzlich für ihren Einsatz und ihr gutes Beispiel.
Der Bürgermeister konnte neben Ehrenamtlichen aus 59 Vereinen und Gruppen auch eine ganze Reihe von Ehrengästen aus Kirche, Gesellschaft und Politik begrüßen. Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Klarinettentrio der Städtischen Musikschule mit Lena Bergmeister, Dagmar Neumeier und Karoline Schuhmann.
Den Festvortrag hielt Bezirkstagspräsident Josef Mederer zum Thema „Der soziale Wandel als Herausforderung für Bürger und Bezirke“. Mederer wertete den Sozialempfang der Stadt Pfaffenhofen als wichtiges Zeichen nach außen, um die Bedeutung und die Bandbreite der ehrenamtlichen Arbeit in einer Kommune aufzuzeigen. „Hier zeigt sich, wie sehr unser Gemeinwesen von Frauen und Männern getragen wird, die sich ehrenamtlich engagieren.“
Gerade angesichts des gesellschaftlichen Wandels könne ehrenamtliche Tätigkeit gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, meinte der Bezirkstagspräsident. Er prangerte die „gewaltige Schieflage“ bei den Sozialausgaben ein und forderte eine höhere Kostenbeteiligung vom Land und vom Bund, um die Kommunen, Landkreise und Bezirke von immer weiter steigenden Sozialausgaben zu entlasten.
An die Ehrenamtlichen gewandt, betonte Mederer: „Sie alle übernehmen Verantwortung und setzen sich ein, damit unsere Gesellschaft nicht aus den Fugen gerät und das System stabil bleibt. Aber der Staat darf diese Bereitschaft nicht ausnutzen. Unsere Engagierten wollen gebraucht, aber nicht missbraucht und ausgenutzt werden!“
Vier Pfaffenhofener, die seit vielen Jahren ehrenamtlich arbeiten, konnte Bürgermeister Thomas Herker beispielhaft für viele andere mit Stadtmedaillen bzw. Dankurkunden auszeichnen:
Sonja Preller erhielt eine Dankurkunde „in Anerkennung besonderer Verdienste um das soziale Leben in der Stadt Pfaffenhofen“. Bürgermeister Thomas Herker würdigte sie u.a. als Gründerin und Sprecherin der „Mütter gegen Atomkraft“, als Gründungsmitglied des Arbeitskreises „Eine Welt für Alle“ und als ehrenamtliche Helferin der Pfaffenhofener Tafel.
Clemens Fehringer erhielt eine Dankurkunde „in Anerkennung für besondere Verdienste um das kulturelle Leben und im Vereinswesen der Stadt Pfaffenhofen“. Er ist seit 1963 Mitglied bei den vhs-Fotofreunden und übernahm hier vielfältige Aufgaben als Vorsitzender (zwölf Jahre) und 2. Vorsitzender (24 Jahre) sowie als Archivar, Wettbewerbswart und Kassier.
Zwei Bronzene Stadtmedaillen konnte Bürgermeister Herker zwei verdienten Feuerwehrmännern überreichen: Georg Hegenauer ist seit 1979 Erster Kommandant der Feuerwehr Ehrenberg. Martin Abeltshauser sen. war 29 Jahre Vorsitzender der Feuerwehr Tegernbach, außerdem Kassier der Feuerwehr, Ortsobmann beim Bauernverband und einer der Aktiven bei der Dorferneuerung in Tegernbach.



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