Neue Kinderkrippe am Klinikum Ingolstadt

Die zweite Kinderkrippe am Klinikum Ingolstadt ist nahezu fertiggestellt und nimmt in Kürze ihren Betrieb auf

Das Klinikum Ingolstadt ist ein Frauenbetrieb und legt als solcher großen Wert auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei zu unterstützen, hat das Klinikum nach vorherigen Kinderbetreuungsangeboten im Haus 2006 selbst eine Kinderkrippe errichtet, die seitdem durch die Bürgerhilfe Ingolstadt betrieben wird. Derzeit entsteht bereits die zweite Kindertagesstätte im Patientengarten neben dem Klinikum. In Kürze wird die zweite Krippe „KinderTraum“ bereits eröffnet – und damit dem gestiegenen Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen Rechnung getragen.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war in den letzten Jahren immer wieder ein großes Thema: Überall in Deutschland mangelt es an Kindergarten- und Krippenplätzen, und die Bundesregierung hat bereits ein Programm auf den Weg gebracht, das durch den Neubau von Krippen diesem Problem ein Stück weit Abhilfe schaffen soll. Viele Unternehmen aber warten nicht auf solche Programme, sondern sind längst selbst tätig geworden – wie das Klinikum Ingolstadt. Nach einer Kinderbetreuung im Haus entsteht derzeit bereits die zweite Kinderkrippe am Klinikum, die wie die erste auch von der Bürgerhilfe Ingolstadt betrieben wird.

Von fern sehen sie futuristisch aus, erinnern ein wenig an eine Transrapidhaltestelle oder – kinderfreundlicher – an überdimensionierte Frühlingsrollen. Die Rede ist von den Kinderkrippen im Patientengarten am Klinikum Ingolstadt. Aufgrund der großen Nachfrage reichte die erst 2006 fertiggestellte erste Krippe längst nicht mehr aus. „Die erste Krippe wurde so gut angenommen und die Nachfrage war so groß, dass wir uns bemüht haben, schnell eine Lösung zu finden, vor allem auch für unsere Mitarbeiterinnen“, sagt Jürgen Schneider, Prokurist des Klinikums und Projektleiter.


„Frauenbetrieb“ Klinikum braucht Krippenplätze

Das Klinikum Ingolstadt ist ein Frauenbetrieb mit rund 80 Prozent weiblichen Mitarbeitern. Die Kinderkrippe gehört zu den freiwilligen Leistungen des Klinikums, um den Mitarbeiterinnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch im Schichtbetrieb eines Krankenhauses zu ermöglichen. Dafür bietet die Krippe auch besondere Öffnungszeiten, die speziell an die Arbeitszeiten des Klinikumspersonals angepasst sind.

Das Angebot der ersten Krippe „KinderTraum“ wurde nach der Eröffnung 2006 sofort gut angenommen. Der „KinderTraum“ wird nun buchstäblich „verlängert“. Da die 24 Plätze allerdings längst nicht mehr ausreichen, um die Nachfrage zu decken, und bereits seit einiger Zeit Wartelisten für freie Plätze entstanden waren, habe man frühzeitig über eine Erweiterung nachgedacht und wie bereits beim ersten Teil gemeinsam mit den „breitschaft architekten“ in Ingolstadt geplant und umgesetzt. Mitte 2008 war mit dem Bau der zweiten Krippe begonnen worden. Die Fertigstellung war für Ende des Jahres geplant. „Aber wir sind unserem Zeitplan weit voraus und können bereits Anfang Juni eröffnen“, freut sich Schneider.


24 neue Krippenplätze

Beide Krippen sind weitgehend identisch und zeichnen sich durch ihre futuristisch geschwungene, runde Dachkonstruktion aus. Die beiden Gebäude bieten helle Räume mit einer großen Glasfront, eine kindgerechte Einrichtung und sind durch einen schlichten Tunnel aus Beton miteinander verbunden, in dem sich in Zukunft auch der Eingang zu beiden Krippen mit dann insgesamt 48 Plätzen befinden wird.


Die neue Krippe ist bereits weitgehend eingerichtet und auf den jungen Besuch vorbereitet. Derzeit erhält die Einrichtung noch ihren letzten Schliff und der neue Eingangsbereich wird gerade fertig gestaltet. Genauso wie die erste Krippe werde auch die zweite überwiegend aus natürlichen Materialien gebaut, erklärt Jürgen Schneider, „damit die Kinder sich in einer möglichst natürlichen und allergiefreien Umgebung aufhalten können.“ Vor allem Holz wurde verwendet und mit modernen Techniken in die runde Außenform der Dachkonstruktion gebracht.

Die natürlichen Materialien und geschwungene Konstruktion ist auch ganz im Sinne der Philosophie der Bürgerhilfe Ingolstadt, die die beiden Krippen unter dem Namen „KinderTraum“ ebenso wie sechs andere Kindertageseinrichtungen betreibt. Nach den Gesichtspunkten der Reggiopädagogik sollen Forscherdrang und Experimentierfreude der jungen Gäste im Alter von bis zu drei Jahren gefördert werden.

„Die Zusammenarbeit mit der Bürgerhilfe läuft sehr gut“, sagt Schneider, der sich freut, dass die zweite Krippe schon bald in Betrieb gehen wird. Denn die Nachfrage sei groß. „Wir haben bisher nur positives Feedback von den Eltern bekommen. Sie sind offenbar sehr zufrieden mit der ersten Krippe und ihren flexiblen Abholzeiten“, so Schneider weiter. Und noch jemand freut sich über die vielen Kinder, die bei schönem Wetter auf den Spielflächen vor den beiden Krippen im Patientengarten spielen und herumtollen können: Die Patienten des Klinikums bei Spaziergängen im Patientengarten und die des benachbarten Geriatrie- und Rehazentrums können von der Terrasse aus zuschauen und die Kinder beim Spielen auf dem Freigelände mit Spielberg beobachten.

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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Stadtmagazin Schrobenhausen | Erschienen am 08.07.2009
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