Bevor du ein Delfinarium besuchst ...
Wale und Delfine leben in der Natur in einer Welt, die praktisch keine Grenzen hat. Der endlose Ozean ist ihr Zuhause.
Sie erleben dort Tag und Nacht, spüren den Wind, fühlen die warme Sonne und sehen deren wunderbaren Phänomene wie das Abendrot.
Die Welt der Meeressäuger ist nie eintönig. Es gibt Strömungen, die unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten, Gebirge unter Wasser, Küstenlinien, unzählige anderer Lebewesen und nicht zuletzt auch Wellen, auf denen Delfine manchmal regelrecht reiten.
Obwohl sie in engen sozial miteinander verbundenen Gruppen leben, können sie sich im Meer bei Streitigkeiten jederzeit aus dem Weg gehen, bzw. schwimmen. Mutter und Kind haben eine besonders feste Bindung, die bei den Orcas oft ein Leben lang hält.
Ihre Nahrung fangen sie immer frisch und dann, wenn sie Hunger haben. Sie legen am Tag oft viele Kilometer zurück und können leicht auf eine Tiefe von 300 Metern tauchen.
Weil sie oft in den dunklen Tiefen der Ozeane schwimmen, orientieren sie sich nicht nur mit den Augen, sondern vornehmlich mit Tönen. Sie entsenden einen Schall, der von jedem Gegenstand, sei es die Umgebung, Artgenossen oder ihre Beute, zurückgeworfen wird. Anhand dieses zurückkehrenden Echos kann sich der Delfin ein Bild machen, das viel exakter ist als das, was unsere Augen wahrnehmen.
Die Welt der Wale und Delfine ist riesig, spannend und im Grunde sogar umfangreicher als unsere Welt auf dem Land, denn sie haben zusätzlich die Tiefe, eine weitere Dimension sozusagen.
Egal, wie sehr man sich bemühen mag, eine artgerechte Haltung von Walen und Delfinen ist nicht möglich.
Gefangenschaft bedeutet für die intelligenten Wesen nur Leid und Qualen. Manche Delfine stammen zudem noch aus dem furchtbaren Massacker an den Meeressäugern im japanischen Taiji. Diese schwer gestörten Delfine können keine Therapeuten sein, werden aber unter anderem in einigen türkischen Einrichtungen dafür benutzt.
Lass dich nicht täuschen, das „Lächeln“ des Delfins trügt, denn er kann leider aufgrund einer fehlenden Gesichtsmuskulatur nicht sein wahres Gesicht zeigen. Sein Gesichtsausdruck ist immer derselbe, egal ob er fröhlich ist, agressiv ist, leidet oder das Leben aus ihm gewichen ist.
Der Delfin ist ein intelligentes Raubtier mit einem Ich-Bewusstsein.
Wird er für Shows und Therapien eingesetzt, missbraucht man ein fantastisches Säugetier, das nur an einen einzigen Ort gehört:
Ins Meer.
Meine Zeichnung gebe ich für eine nichtkommerzielle Nutzung frei
ebenso für Spendenaktionen gemeinnütziger Gruppen und Vereine



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