Ewig lockt das Weib – klitorale Schönheit in der Provinz!

von Manfred Habl aus Pfaffenhofen | am 24.01.2010 | 1060 mal gelesen | 5 Kommentare | 0 Bildkommentare | 11 Bilder
Spiel mit der Wahrnehmung

Wolnzach: Rathauskeller | (Video)Kein Skandal in Wolnzach, die Hopfenmetropole zeigt sich tolerant.
Galerie Nathalie P., ein Projekt zur Förderung zeitgemäßer Künstler mit Ausstellungen im Rathauskeller Wolnzach, steht in der Einladung.
Friedrich M. Kern und Harald Kroiss waren die Protagonisten der Januarveranstaltung. Ein weiblicher Torso und ein Blumen ähnliches Gebilde fand sich neben den Foto von Peter Trapp, der die Musik stellte, auf dem dreiseitigen Flyer. Die sputnikartige Collage, mit Brustwarzen, bei H. Kroiss, machte den erwartungsfrohen Besucher da schon eher etwas wacher.
Der ehrwürdige Rathauskeller zu Wolnzach war vielleicht auch deshalb, vor der Eröffnung, schon sehr gut besucht.
Die einfühlsamen Arbeiten von Friedrich M. Kern wurden viel gelobt und die bekannt gute Musik von Peter Trapp füllte das Tonnengewölbe. Vor den großflächigen, fleischigen, Fotocollagen von Harald Kroiss allerdings stieg der Hormonspiegel. Alles Verborgene der weiblichen Schönheit lag da, in floraler Anordnung, vor dem Auge des Betrachters. „Spiel mit der Wahrnehmung“ war die einzige schriftliche Erklärung, die den oft fassungslosen Wolnzacher noch mehr mit seinem wankendem Gemütszustand alleine ließ. Der suchende Blick nach dem Verursacher der Verblüffung streifte spürbar durch die Menschenmenge. Der geschulte Voyeur taxierte gar ihm nicht bekannte, feminine Wesen als mögliche Modelle.
Wer jetzt einen moralischen Aufschrei der Entrüstung, erhofft oder befürchtet hatte, sah sich enttäuscht, das Volk bewahrte Haltung. Zwar tuschelte es viel, von des Kaisers neuen Kleidern, aber die gut erkennbare Klitoris auf vielen der Makro-Bilder wenigstens beim lateinischen Namen zu nennen, wurde tunlichst vermieden. Die Eröffnungsansprachen beschränkten sich dann auch noch auf die üblichen Verdächtigungen und gaben nicht wirklich Anlass zur Entrüstung. Ob jetzt das wolnzacher Ausstellungspublikum wirklich so liberal ist, oder eine fast niederbayrische Dickfelligkeit einen Skandal im zurückeroberten, schwarzen Sperrbezirk verhindert hat, war nicht erkennbar.
Elementarkunst nennt Harald Kroiss sein Gesamtwerk auf seinem Internetauftritt, http://www.harald-kroiss.de/ und wünscht eine angenehme Reise durch seine Arbeiten.
Unter Venus Monde o. Babylon Stars, kann jeder in Ruhe, vor dem Bildschirm, seine eigene Grenze von Moral und Kunst erkunden.
http://www.harald-kroiss.de/Konzept-Foto-Composing...

Manfred Habl

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5 Kommentare zum Beitrag
41.800
Ali Kocaman aus Donauwörth am 24.01.2010 um 12:52 Uhr  
20.643
Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen am 24.01.2010 um 16:04 Uhr  
5.168
Carmen Rieb aus Lohra am 25.01.2010 um 09:08 Uhr  
2.330
Tannilein E. aus Edemissen am 25.01.2010 um 12:10 Uhr  
4.234
Werner Jung aus Bad Ems am 09.02.2010 um 00:10 Uhr  
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