Ball-Club Uttenhofen startet optimistisch in sein 40. Jubiläumsjahr: Ehrenvorsitzender Franz Kaindl: „Unser BCU ist bestens situiert!“
Die Generalversammlung des Ball-Club Uttenhofen, traditionellerweise am vergangenen Karfreitag, kann getrost als „normal und reibungslos“ eingestuft werden. Wie üblich fanden sich mehr als 50 Mitglieder im Saal des Gasthauses Neumeir ein, wir üblich liefen die turnusmäßigen Neuwahlen der Vorstandschaft absolut glatt ab (siehe eigener Bericht), und auch an den Rechenschaftsberichten der Verantwortlichen entfachten sich keine kritischen Diskussionen. Kreisspielleiter Horst Kaindl lobte diese Geschlossenheit: „Bei den von mir betreuten 194 Vereinen ist es einmalig, dass an den Rechenschaftsberichten kein kritisches Wort hängen blieb und auch die Neuwahlen einstimmig und so reibungslos abliefen!“
1. Vorsitzender Ralf Hochmuth begrüßte insbesondere den BFV-Kreisspielleiter Horst Kaindl, den Sportreferenten und BCU-Ehrenvorsitzenden Franz Kaindl, BCU-Ehrenmitglied Willi Ziegler sowie den Ehrenvorsitzenden des Sportgremiums Hellmuth Inderwies. Hochmuth ging in seinem letzten Bericht nach insgesamt vier Amtsjahren nüchtern und knapp auf den Mitgliederstand und die Veranstaltungen im vergangenen Jahr ein: Die Mitgliederzahl stieg leicht auf 320 und konnte damit fast die Rekordmarke aus dem Jahr 2002 erreichen. Besonders erfreulich sei, dass darunter mehr als ein Drittel Kinder und Jugendliche sind, die Jugendarbeit wird beim BCU also sehr, sehr groß geschrieben. Nach der Saison-Abschlussfeier in Juni hatte der BCU mit der Ausrichtung von zwei Relegationsspielen alle Hände voll zu tun. Diese Veranstaltungen fielen leider ebenso wie der „Tag der Jugend“ im Juli und das BCU-Sportfest im August überwiegend ins Wasser, Hochmuth meinte selbst schmunzelnd, dass er nun wohl als „Schlecht-Wetter-Vorstand“ in die BCU-Geschichte eingehen wird. Lediglich das Pfaffenhofener Weinfestes, an dem sich der BCU im vergangenen Jahr beteiligte, fand überwiegend bei Sonnenschein statt. Die Weihnachtsfeier der Jugendtrainer und der Jugendausflug ins Wonnemar, beide im November, waren glücklicherweise „Indoor-Veranstaltungen“, ebenso die BCU-Weihnachtsfeier, alle drei Termine verliefen sehr erfolgreich. Am Uttenhofener “Ramadama” im vergangenen März hatte sich der BCU ebenso beteiligt wie kürzlich an der Knochenmarktypisierung für German Treffer, zu der spontan fast 20 Spieler und Funktionäre aufliefen. Ralf Hochmuth dankte abschließend allen Funktionären, Trainern und Betreuern, Aktiven, Mitgliedern und Sponsoren.
Im Kassenbericht musste Stefan Friedl nach mehr als sieben „fetten Jahren“ für 2008 leider ein deutliches Minus verkünden: Rückgänge von Spenden, Mindereinnahmen wegen des schlechten Wetters an den meisten Veranstaltungen und Aufwendungen für den Sportplatz waren deutliche Kostentreiber. Friedl mahnte zu Konsolidierung, um die Finanzreserven des BCU nicht über Gebühr anzugreifen. Kassenrevisor Herbert Eller schloss sich in seinem kritischen Beitrag diesen mahnenden Worten an. Spielleiter Werner Mayer blickte auf eine durchwachsene Saison 2007/08 zurück. Der im Dezember 2008 bei einem Autounfall ums Leben gekommene Quirin Stöger wurde dabei als Torschützenkönig der 2. Mannschaft genannt – ihm und allen weiteren verstorbenen BCU-Mitgliedern zu Ehren erhob sich die Versammlung zu einer Gedenkminute. Den im vergangenen August verpflichteten Trainer Otmar Nuber lobte Mayer als „Glücksgriff“. Aus dem Bericht des Jugendleiters Andreas Schade sprach deutliches Lob für die F- und E-Juniorenteams, bei denen bester Zusammenhalt von Erfolgen und Spielerzulauf gekrönt wird. Aus den älteren Jugendmannschaften kehren jedoch immer mehr Spieler dem Fußball den Rücken, auch die Zusammenarbeit in der JFG Ilmtal funktioniert „nach wie vor sehr zäh“, merkte Schade an, jedoch auch mit Selbstkritik. Die Gymnastikabteilung (Leiter: Hans Reger) glänzt nach wie vor mit einer Trainingsbeteiligung, von der die AH-Fußballer (Leiter: Jakob Schaubeck) meist nur träumen. Schließlich berichtete der Leiter Inline-Skating Wolfgang Inderwies von der insgesamt zehnten Inline-Tour unter der Regie des BCU, die heuer ebenfalls unter Regenschauern litt. Als ausscheidender 3. Vorsitzender richtete Inderwies drei Gedanken an die BCUler: Dank gelte nicht nur denen, die den Verein unterstützen, sondern auch allen, die Verständnis dafür zeigen, wenn ein Funktionär über viele Jahre hinweg nicht permanent 110 Prozent Einsatz zeigen konnte. Eine Mahnung erging an alle, die in letzter Zeit Unmut über den BCU geäußert hatten – es sei ein Frage des Anstandes, all jenen mit Respekt und Anerkennung zu begegnen, die sich selbstlos für den BCU engagieren. Und schließlich richtete Inderwies einen Appell an die BCUler, dem Wechsel in der Vereinsführung motiviert und aufgeschlossen zu begegnen: „Es muss jetzt ein Ruck durch unseren BCU gehen!“

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