Trommler des Spielmanns-und Hörnerzuges TSV Bildung Peine verkörpern seit mehr als 45 Jahren den so genannten "Trommelboes"

Die "Trommelboes" Walter Kruppa und Klaus Richter 1962

Besagter "Trommelboes" gehört zum Peiner Freischießen wie unser geliebtes Härke-Bier. Erstmals namentlich ermitteln ließ sich ein Trommler in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Damals amtierte der Maler Strube als 'Bürgertrommler'. Die Bezeichnung "Trommelboes" wurde erst Jahrzehnte später gebräuchlich, als 1849 der Fuhrmann und Maurer A. Boes das Eintrommeln des Peiner Freischießens übernahm. Bereits 1856 wurder er jedoch in einer Plenarsitzung des damaligen Magistrats einstimmig wegen 'Trunkfälligkeit und ungebührenden Betragens' seines Amtes enthoben. Ungeachtet dessen wurde sein Name zu einem Begriff, der nunmehr seit etwa 100 Jahren fest eingebürgert ist. Laut Heimatspiegel war Gustav Dollau der letzte allein marschierende "Trommelboes", ehe diese Aufgabe den Trommlern des TSV Bildung zu Teil wurde. Acht Trommler unseres Zuges waren bis heute als "Trommelboes" im Einsatz.
Es sind dies: Walter Kruppa, Klaus Richter, Günter Hetscher, Detlef Caspari, Thorsten Hopp, Rüdiger Kreis und die zur Zeit amtierenden Mike Vogel und Uwe Kruppa. Seit dem Freischießenjubiläum 1997 wird der "Trommelboes" vom so genannten Herold - verkörpert durch Kai Schild - angeführt. Ihm obliegt die Aufgabe den Beginn des Peiner Freischießens der Peiner Bevölkerung lautstark zu verkünden. Geschichten und Anekdoten gibt es in Hülle und Fülle. Dabei stellt sich heraus, dass der "Trommelboes" für die Peiner und die ansässige Gastronomie ein anerkanntes Peiner Original ist. Immer mehr Bürger erwarten das Dreigestirn mit einem 'Schluck für die Gesundheit' am Straßenrand. Der "Trommelboes" ist auch gehalten alte und neue Traditionen zu achten. Eine ältere Tradition ist zum Beispiel der Besuch des Börsenzeltes am Donnerstag vor Freischießen, wo sich halb Peine versammelt, um den "Trommelboes" zu huldigen. Der abschließende Aufmarsch im Junggesellenzelt gehört ebenfalls zum alttraditionellen Pflichtprogramm. Eine etwas neuere Tradition - oder soll man sagen Attraktion - ist der Besuch und das Verkünden des Peiner Freischießens im Peiner Rosenclub. Für den "Trommelboes" eine willkommene Gelegenheit Peines wohl teuerstes Freibier in netter Gesellschaft zu verköstigen. Insgesamt haben unsere Trommler das nicht immer leichte Amt über mehr als 45 Jahre hinweg zur 'vollsten' Zufriedenheit aller Peiner ausgeführt, und wir würden uns freuen, wenn das noch viele jahre so bliebe.

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2 Kommentare zum Beitrag
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Lothar Assmann aus Peine am 27.03.2009 um 12:22 Uhr  
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Kai Schild aus Peine am 29.06.2009 um 09:09 Uhr  
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