Schach-Verbandsliga Niedersachsen-Ost: Achtungserfolg für Peine beim Hoffenheim des Schachs
Im ungleichen Duell Amateure gegen Profis verlor der Peiner Schachverein am 7. Spieltag der fünfthöchsten Liga erwartungsgemäß gegen das Hoffenheim des Schachs, den SC SW Northeim, zog sich dabei jedoch sehr achtbar aus der Affäre und erkämpfte eine Punkteteilung gegen einen Schachgroßmeister.
SC SW Northeim - Peiner SV 5,5:2,5. Die Northeimer konnten sich dank eines finanzkräftigen Sponsors zu Saisonbeginn mit 8 Großmeistern (GM) verstärken und planen den Durchmarsch in die Schach-Bundesliga. Wie in den vergangenen Spielen setzten sie jedoch „nur“ 5 Großmeister ein. Zunächst brachte Welf Botho Elster (Brett 8) die Peiner sogar in Führung, indem er gegen einen Northeimer Nachwuchsspieler sicher und schnell gewann. Peines Marco Drewes (2) scheiterte mit seinen Angriffsversuchen gegen GM Nijat Mammadov ebenso wie Christoph Helmer (3), der gegen GM Georgiy Tymoshenko verlor. Mit starken Leistungen erzielten sowohl Alexander Belakhin (6) ein Remis gegen seinen noch unbesiegten Gegner wie auch Thomas Wendehals (7), dessen Gegner in den vorangegangenen 6 Spielen alle seine Partie gewinnen konnte.
Offensichtliches Kopfzerbrechen bereitete Spitzenbrett Uwe Schmidt dem ukrainischen Weltklasse-GM Evgenij Miroshnichenko, der in der aktuellen Weltrangliste des Weltschachverbandes FIDE auf Rang 48 geführt wird. GM Miroshnichenko vermied offenbar bewusst schwer durchzurechnende Varianten, so dass Schmidt mit etwas mehr Mut und weniger Respekt zumindest gute Remis-Chancen gehabt hätte, wie die spätere Analyse mit den Großmeistern zeigte. Nach über 4 h Spielzeit und über 40 Zügen setzte sich die spielerische Klasse von GM Miroshnichenko jedoch ebenso durch wie die der Damen-Großmeisterin (WGM) Tamara Klink gegen Jürgen Garbuszus an Brett 5.
Den Höhepunkt aus Peiner Sicht gab es erst ganz zum Schluss: Im Duell GM Alexander Kovchan - Carsten Pätz weigerte sich der GM in ausgeglichener Stellung lange Zeit, ein Remisangebot anzunehmen. Carsten Pätz machte jedoch keinen Fehler und kämpfte mit den schwarzen Figuren fast über die insgesamt mögliche Länge von 7 Stunden, als er schließlich nach 80 Zügen mit einer tollen Endspielleistung das umjubelte Remis erzwingen konnte. Für den GM war es der erste Punktverlust nach zuvor 5 Siegen in 5 Spielen. Mit dieser Punkteteilung erzielten die Peiner im Duell mit Northeim 2,5 Brettpunkte und damit mehr als jedes andere Team in der Liga. Mit jetzt 7:7 Mannschaftspunkten bleibt der Peiner Schachverein auf Rang 6 der Tabelle, während Northeim (14:0) bereits zwei Spieltage vor Schluss als Aufsteiger in die Landesliga feststeht.



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