Wenn es Unternehmen schlecht geht werden Arbeiter entlassen, und wenn es ihnen gut geht...
werden auch wieder Arbeiter entlassen. Siehe Siemens:
"Trotz steigender Gewinne - Siemens will 1000 Stellen streichen"
http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/Siemens-wi...
Moment, da stimmt doch etwas nicht. Man hat doch die Arbeiterschaft in der Kriese damit weichgekocht, dass in schlechten Zeiten "Verzicht" geübt werden muss, soll heissen, Lohnkürzungen, unbezahlte Mehrarbeit, Kurzarbeit und letztlich Entlassungen. Damit sollte die Zukunft des Unternehmens gesichert werden.
Und nun verkündet Siemens Konzern-Chef Peter Löscher, dass diese deutsche Vorzeigeunternehmen mit seinen Mitarbeiter "trotz" Kriese Milliardengewinne erwirtschaftet hat. Und als Belohnung dürfen die Mitarbeiter, die zu Zeiten der Kriese den Verzicht geübt haben nun also gehen? Wo sind die Versprechen? Wo ist die soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und ihren Familien? Und wo ist die Entrüstung der Politiker, allen voran Angela Merkel?
Dies ist Heuschrecken Neoliberalismus par excelence, den Politiker- und den Wirtschafts-EUliten geht der Profit IMMER vor den Interessen der Menschen.
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Kommentare zum Beitrag
Ansonsten schreiben Sie sich beim Thema Arbeit nur nicht die Finger wund, zuviel Arbeit ist bekanntlich Ungesund.
Meine Meinung ist folgende:
Die Industriealisierung hat ursprünglich den Sinn den Arbeitnehmer von (monotonen schädlichen) Arbeit zu "befreien".
Das Problem ist, dass unsere Gesellschaft das Recht auf eine menschenwürdige Existenz an die Arbeit gekoppelt hat. Durch technischen Fortschritt gibt es ergo immer weniger Arbeit. Ohne Arbeit müssen aber immer mehr Menschen (weltweit) unter menschenunwürdigen Umständen leben während eine Handvoll Menschen 90% der Weltbevölkerung "versklaven".
Da es auch in Zukunft nie genügend Arbeit für alle geben wird gibt es zwei Möglichkeiten:
- die Reduzierung der Weltbevölkerung
- die Entkopplung von Arbeit und "Existenzrecht"
Da die Reduktion der Weltbevölkerung ausser auf freiwilliger Basis ethisch nicht zu vertreten ist (vergl. Hitler und andere im Hinblick auf Genozide) bleibt alleine die Entkopplung des Existenzrechtes aller Menschen von der Arbeit als tragfähige Lösung der Zukunft.
Warum, frage ich Sie sollen 40 Jahre Lebensarbeitszeit einer Putzfrau weniger wert sein als 40 Jahre eines Vorstandsvorsitzenden? Alle Menschen sind gleich sagt das Grundgesetz. Aus diesem Grunde hat eine Putzfrau die 40 Jahre ihres Lebens für Arbeit eingesetzt hat das gleiche Recht auf Wohlstand wie der Vorstandvorsitzende der 40 Jahre seines Lebens für Arbeit eingesetzt hat. Und der Vorstandsvorsitzende sollte auch nicht mehr als 50-80% des Gehaltes einer Putzfrau verdienen. Und wer keine bezahlte Arbeit hat aber anderen gesellschaftlichen Aufgaben nachgeht, wie Kindererziehung, ehrenamtliche Tätigkeiten oder wer anderweitig kreativ und künstlerisch tätig ist hat ebenso ein Recht auf seinen Teil am Wohlstand das am Existenzminimum in Form eines bedingunslosen Existenzminimums (nicht zu verwechseln mit Hartz IV) orientiert sein muss.
Doch die gegenteilige Entwicklung ist in unserer westlichen Gesellschaft zu beobachten. Diskussionen um Stammtischparolen wie "Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen", "unbezahlte Zwangsarbeit", "Kasernierung junger Arbeitsloser" werden bewusst von den Politikern angefacht um die eigentliche Lösung zu verbergen uund um die Bürger mit Scheindiskussionen zu beschäftigen.
Es gibt genügend Reichtum und Ressourcen für alle Menschen auf der Welt.
Der Schreiber des Eingangstextes hat nicht erwähnt,dass die Vorstände vor allen den Aktionären verpflichtet sind und das sind nicht nur Heuschrecken,Banken etc sondern auch ganz normale Bürger,wie du und ich.
Einige davon sicherlich auch Arbeitnehmer.
Diese sind natürlich auch an einer hohen Dividende interessiert.
Statt Lohnerhöhnungen sollten meiner Meinung nach Arbeitnehmer mehr Möglichkeiten bekommen sich an den Unternehmen zu beteiligen,wenns dem Unternehmen gut geht,bekommen sie ihren Teil davon ab,müssen aber auch bereit sein Riskio und magere Jahre zu tragen.
Das ist Marktwirtschaft. Das ufert immer etwas aus, wenn unter den Marktteilnehmern kaum Waffengleichheit herrscht.
Deshalb gibt es Mittel, die z.B. gegen Monopole und Kartelle arbeiten. Beim Arbeitsmarkt fehlt das aber und der Arbeitnehmer ist dem Monopol aus Arbeitgeber und seinem Helfer Staat völlig ausgeliefert.
Man muss es sich so verstellen, dass es nur einen Nahrungsmittelanbieter in D gäbe, der das Angebot und die Preise diktiert und wenn ein Bürger mal über die Grenze will, um mal was anderes oder billigeres zu essen, wird er vom Staat eingefangen und wieder zu den Ausgabestellen des Monopolisten getrieben.
Das Lustige daran ist, dass wir es ja alle so wollen, denn wer nicht arbeitet, ist ja ein fauler Asozialer und hat Essen/Hilfe nicht verdient - und das nutzt die Wirtschaft halt nur aus.


Thema Arbeit:
Ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein.
Damit es euch also später besser geht - immer erst in die eigene Tasche wirtschaften- und dafür andere arbeiten lassen. Ansonsten war Ihr Beitrag auch ganz Aufklärend und nett.