Peine: Alter Marktplatz | Demonstation in Peine am 10.7. um 10 Uhr auf dem Historischen Marktplatz gegen die 450 geplanten Hähnchenmastanlagen in unserer Region! Gegen den geplanten Schlachthof in Wietze!
Eine Aktiopn der verschiedenen Bürgerinitiativen: siehe unter: provieh.de huehnermastanlage.npage.de bauernhoefe-statt-agrarfabriken.de
egal, wie "untierisch" die tiere gehalten werden, aber für uns endverbraucher hat diese massenproduktion auch enorme vorteile, erstens der hygiene wegen, da diese tiere strengstens medizinisch überwacht werden, um uns "hähnchenverzehrer" vor salmonellen und so zu bewahren. ausserdem hat diese sache einen finanziellen nebeneffekt, denn die preise wären viel, viel höher, so dass für wenig solvente mitbürger sich auch dieses "genussmittel" unerschwinglich wäre.
wenn man schon im grünen bereich denkt, so sollte man auch für den bereich der breiten bevölkerung mitdenken und nicht für die oberen zehntausend, die sich eh alles leisten können.
Richtig.
Und nicht zu vergessen, dass wir immer mehr werden und futtern müssen und schon Probleme damit haben, uns selbst zu ernähren. So muss auf gleicher Fläche immer mehr produziert - oder eben abhängig werdend importiert werden.
@ kitti ka
erstens: egal obs billig ist oder teuer; alles eine sache der zubereitung. in der kneipe weißt du doch auch net obs nun bio-huhn ist oder auch net.
zweitens: denke auch an die leute, die es nicht so dicke haben wie du, die können sich halt nur discount-fleisch leisten. ist doch schön, dass man mit solchen mastanlagen mehr an die leute mit kleinen geldbeutel gedacht hat.
nur eben die grün angehauchten gönnen dem kleinen mann nicht mal dieses günstige "essvergnügen"
schwarz gelb will mit sozialkürzungen den kleinen mann zum gürtelenger schnallen zwingen und die grünen wollen dies mit hohen preisen
wer von den beiden ist dann besser?
Woher weißt du, ob ich es 'dicke' habe oder nur den kleinen Geldbeutel? Tze... Es gibt ja auch die Möglichkeit, einfach weniger Fleisch zu essen und dafür hochwertiges zu kaufen.
Vor Salmonellen hätte ich im übrigen weniger Angst, als vor der Chemie, die uns davor bewahren soll. Ich esse Hähnchen nämlich nicht roh sondern gut durchgebraten oder gekocht.
> "Ihr könnt ja billig-gequält essen.............. Ich ziehe Fleisch aus artgerechter Tierhaltung vor"
Wie kontrollierst du das?
Schon bei Frischfleischkauf wird das problematisch.
Und was ist mit tierischen Anteilen in fast allen Lebensmittelprodukten?
Oder schnöder Tiernahrung (hast du nicht ne Katze?)?
Und nicht zuletzt: Was ist überhaupt "artgerechte Tierhaltung"?
Das kriegen ja nicht mal die Haustierhalter hin und die müssen sich nur um wenige Tiere kümmern und das sind auch noch deren Lieblinge.
Ach, Uwe, ja, billiges Hähnchenfleisch. Ich halte Deine Argumentation für sehr vordergründig. Worum geht es denn wirklich? Es geht einzig und allein ums Geschäft. Rothkötter will seinen Marktanteil von derzeit 25% ausbauen, das ist alles. Und auf wessen Rücken wird das ausgetragen? Auf unserem Rücken, dem Rücken des Endverbrauchers. Ich rede da noch gar nicht mal über die geplanten 6.5 Mio EUR Zuschuss aus dem niedersächsichen Staatshaushalt (jaja, wir haben halt eine Landwirtschaftsministerien aus der Geflügelbranche - Nachtigall ick hör Dir trapsen ...), 6.5 Mio mit denen man wahrlich besser andere Dinge machen kann. 250 Arbeitsplätze werden geschaffen, sagt Rothkötter. Ja schon, die Frage ist, ob 250 Leute aus der Region bereit sind, für 10-12 EUR/Stunde (das ist das, was Rothkötter zahlt), ohne Betriebsrat, ohne Tarifvertrag (so'n Quatsch macht R. nicht), unter erschwerten Bedingungen (Thermoanzüge, Gehörschutz, Atemschutz) zu arbeiten. Das wage ich zu bezweifeln. Weiter, die Bauern, die geködert werden, Mastanlagen zu bauen. Irgendwer hat mal berechnet, dass die Jungs unter optimalen Bedingungen ein Jahreseinkommen aus der Hähnchenmästerei von sage und schreibe 14000 EUR hätten. Ist auch nicht die Welt, die würden dann zu denen gehören, die Billighähnchen bei Penaldidl kaufen müssten. Ob sie das dann wollten, steht auf einem anderen Blatt. Schließlich wissen sie ja, was in die Viecher reingepumpt wird. Weiter: Was passiert, wenn die Deutschen irgendwann mal spitz kriegen, dass die mit Chemie vollgepumpten Hähnchen nicht gut für sie sind? Rothkötter & Co. werden sich in die Insolvenz retten, wer die @rschkarte hat, sind die Bauern, die darauf reingefallen sind und Mastanlagen gebaut haben, auf denen sie nun sitzenbleiben ...
Ich denke, es gibt eh' schon mehr Hähnchenfleisch, als der Bundesbürger fr^H^Hessen kann. Wo geht denn der Rest hin? Und wer subventioniert den Rest? Unter anderem Du, lieber Uwe.
So rum muss man das auch mal sehen, nicht immer nur billigbilligbillig
da ich endverbraucher bin und das hemd mir näher als die hose, so ist es mir auf deutsch gesagt wurscht, ob der eine nun seinen marktanteil erhöht oder auch nicht.
10-12 euro die stunde, das ist doch okay!!! andere haben doch viel weniger!
ich weiß nicht, in welchen dimensionen du lebst, aber du betrachtest diese sache mit einem dicken konto von oben herab. gönne den mob doch auch seine delikatessen.
denn wem 10-12 euro sehr gering erscheinen, der hat auch so viel, um die teuren masthähnchen zu kaufen.
scheinbar hast du mehr mitleid mit dem geflügel als mit niedrigverdienern, die den euro nicht dreimal umdrehen müssen, sondern etliche mal mehr.
...kommt immer darauf an, aus welcher perspektive man denkt
Ja, wär schön, wenn ich das dicke Konto hätte ... Aber vielleicht weißt Du ja mehr über meine finanzielle Situation als ich selbst, Uwe? Dann erzähl doch bitte mal ...
Und glaub mir, ich weiß, wie das ist, wenn man jeden Euro 'n paar mal umdrehen muss. Verdammt, ich weiß das.
Ich weiß selbst, dass es leider immer noch Leute in diesem Lande gibt, die weniger haben, das musst Du mir nicht erzählen. Aber wenn Dir 10-12 EUR für den Job ok erscheinen, dann stell Dich doch mal unter den gegebenen Arbeitsbedingungen da hin!
> um die teuren masthähnchen zu kaufen.
Mach ich nicht.
> kommt immer darauf an, aus welcher perspektive man denkt
Jo, ob bewusst unterm Tellerrand, oder vielleicht doch mal auch drüber hinaus.
@ detlef
für mich wäre das geld okay, ich habe schon viel billiger gearbeitet und dabei knochenjobs verrichtet.
mag sein, dass die arbeit stinkt, aber geld ist geruchlos!
An alle: Kann ich nur dazu sagen.... Zitat: Die traurigste Errungenschaft der Menschheit ist, das einmal das Wort TIERSCHUTZ erfunden werden musste.
Eine große Anzahl von Bürgern sind eh zu fett egal ob reich oder arm. Gibt es
denn nur noch Fleischfresser in unserer Gesellschaft die sich nicht daran stören,
zu Tode gequältes Fleisch zu verschlingen ? Pfui, kann ich da nur sagen.
Patricia aus Niedersachen
@ patricia; du bist in deinen äusserungen arrogant und überheblich gegenüber anderen, nur weil diese nicht in dein weltbild passen.
"tierschutz" klar ist wichtig, aber es ist doch besser den menschen vor dem menschen zu schützen, vor allem die dicken und so, weil du so verächtlich und diskriminierend sprichst.
hitler hatte damals auch die juden diskriminiert...hochmut kam dann vor dem fall!!!
Ich habe so das Gefühl, Ihr wisst gar nicht, worum es da wirklich geht in Wietze.
Wie also sieht das aus dort? Wietze liegt am linken Ufer der Aller in der Südheide, ungefähr 10 km SE vom Naturpark Südheide. Es gibt dort ausgedehnte Wälder, was die Region als Naherholungsgebiet der Ballungsräume Hannover/Braunschweig qualifiziert, und es gibt dort eine noch relativ intakte Landwirtschaft (Kartoffeln, Getreide, Spargel).
Beleuchten wir als erstes mal die Grundwassersituation dort. Dabei muss man
wissen, dass geplant ist, für den Schlachthof pro Arbeitstag ca. 4000 Kubikmeter
Grundwasser zu entnehmen (auch der Samstag gilt hier als Arbeitstag, da geplant ist, den Betrieb 24 Std. an 6 Tagen aufrecht zu erhalten). Jetzt wird es ein bisschen geologisch, aber ich will versuchen, das möglichst einfach darzustellen.
Bohrungen des (damals noch) Niedersächsischen Landesamtes für Bodenforschung (NLfB) in der Gegend in den 80er Jahren haben ergeben, dass ab 60 m Tiefe versalztes Grundwasser vorhanden ist. Der Salzgehalt wurde mit 2.5% festgestellt AFAIR, was zum Vergleich irgendwo zwischen Ostsee (Salzgehalt im Schnitt 0.8%) und Nordsee (Salzgehalt im Schnitt 3.2%) liegt. Darüber wurde normales Süßwasser gefunden. Probebohrungen aus dem Jahre 2009 zur Grundwassererschließung einer (wahrscheinlich vom Bauherren beauftragten) Firma haben ergeben, dass ab 40 m Tiefe zumindest brackiges (unter Brackwasser versteht man Wasser mit einem Salzgehalt von 0.1% bis 1% ) Wasser vorhanden ist. Es besteht also der Verdacht, dass der Salzwasserspiegel in den letzten rund 30 Jahren um ca. 20 m angestiegen ist. Einer der Gründe dafür dürfte die intensive Beregnung der
landwirtschaftlichen Flächen sein, ein anderer die Trinkwasserentnahme. Wenn jetzt noch 4000 Kubikmeter/Arbeitstag dazukommen, was ein Vielfaches von dem ist, was die Landwirtschaft benötigt, kann sich jeder vorstellen, dass der Salzwasserspiegel im Grundwasser noch schneller steigen wird.
Zwischendurch mal eine Antwort auf die wahrscheinlich sich erhoben habende Frage "Woher kommt denn das Salz im Grundwasser, und wieso kann der Salzwasserspiegel steigen?" Ich will wieder versuchen, das möglichst einfach darzustellen, muss aber dennoch ein wenig ausholen.
Die wasserführenden Schichten in unserer Gegend bestehen hauptsächlich aus tertiären bzw. quartären Sanden.
Ihr müsst Euch jetzt eine Zone mit Süßwasser vorstellen. die relativ dicht unter der Geländeoberkante (GOK) beginnt, bei ca. 40 m übergehend in Salzwasser. Der Übergang geschieht in einem eher geringmächtigen Grenzbereich, in dem der Gehalt an im Wasser gelösten Salzen und somit auch das spezifische Gewicht des Wassers relativ schnell ansteigen. Populärwissenschaftlich gesprochen: Salzwasser ist schwerer als Süßwasser, deswegen liegt es unter dem Süßwasser.
Wir haben hier in Niedersachsen zahlreiche Salzstöcke aus dem Zechstein (Stichworte dazu: Salzbergbau, Endlagerung radioaktiver Abfallstoffe, Gorleben etc.), deren Top-Bereiche in z.T. recht geringer Tiefe von 60-80 m unter GOK anstehen. Auch in der Nähe von Wietze gibt es so einen Salzstock, den sog. Salzstock von Meißendorf (s. http://www.lbeg.niedersachsen.de/live/live.php?nav... ,
der S. von Meißendorf ist dieser krumme Haken W Celle und NE Hannover).
Das Salz kommt nun ins Trinkwasser, indem das Grundwasser am Top bzw. an den Flanken des Salzstocks vorbeistreicht und die Salze auslaugt. Je mehr Grundwasser entnommen wird, desto mehr Grundwasser streicht am Salzstock vorbei, desto mehr salzhaltiges Grundwasser gibt es, desto höher steigt der Salzwasserspiegel im Grundwasser. So einfach ist das ...
Habt Ihr bis hierher durchgehalten? Fein ... ;-)) Was bedeutet das jetzt für uns?
Durch den Verdrängungswettbewerb, den Rothkötter derzeit im Geflügelmastmarkt anzettelt, wird der Markt irgendwann zusammenbrechen. Die Folge wird sein, dass Eure geliebten Masthähnchen zu Preisen gehandelt werden, die Euch das Wasser in die Augen treiben werden. Das hat jetzt nix mit Grundwasser zu tun, ist nur ein anderer Aspekt der Ansiedlung. Das ist BTW nicht meine Meinung, sondern die Meinung von Volkswirtschaftlern, die mehr davon verstehen als ich.
Durch die zunehmende Versalzung des Grundwassers wird das Grundwasser nicht mehr für die Beregnung landwirtschaftlicher Flächen geeignet sein, weil die Pflanzen ganz einfach kein Salzwasser vertragen (wiederum vereinfacht gesagt). Sie werden kümmern und irgendwann absterben, was den Tod der Landwirtschaft in der Region bedeutet. Für uns bedeutet das, dass die (wie hieß das in der DDR doch so schön) "Sättigungsbeilagen" (Kartoffeln, Gemüse) zu Preisen gehandelt werden, die uns das Wasser in die Augen treiben werden.
Welches Ereignis eher eintreten wird, vermag ich nicht zu sagen.
Endzeitszenario? Sicher, aber es ist näher, als wir denken. Ich weiß nicht, ob wir es noch erleben werden (wenngleich die Chancen dazu relativ "gut" sind), bestimmt aber unsere Kinder.
Denkt mal darüber nach ...
Zum guten Schluss hätte ich noch eine Frage an Dich, Andreas:
Du stellst Dich hier häufiger mal als "Tierschützer" dar, bist gegen Haustierhaltung, wetterst gegen Katzenkastration etc.pp. Warum stehst Du dann nicht gegen Geflügelmast auf??? Das krieg ich irgendwie nicht auf die Reihe ...
mag sein, dass es regional qualitätsminderungen an der natur gibt.
aber was ich nicht verstehe, dass 450 hähnchenmastbetriebe in eurer gegend nur sind...ist das nicht zahlenwischerei?
und wegen andreas, ich denke er schreibt nur nach gesundem menschenverstand, so wie er objektiv die sache sieht.
seine kommentare sind halt net so subjektiv die die der meisten von uns!
> dass 450 hähnchenmastbetriebe in eurer gegend nur sind...ist das nicht zahlenwischerei?
Du meinst, es werden mehr? Befürchte ich auch. Und 450 Mästereien auf - sagen wir mal 2500 km2, d.h. ungefähr 2 auf 10 km2, finde ich schon ziemlich heftig. Von den LKW-Kolonnen auf der B214 haben wir dabei noch gar nicht geredet.
> "Zum guten Schluss hätte ich noch eine Frage an Dich, Andreas: Du stellst Dich hier häufiger mal als "Tierschützer" dar, bist gegen Haustierhaltung, wetterst gegen Katzenkastration etc.pp. Warum stehst Du dann nicht gegen Geflügelmast auf??? Das krieg ich irgendwie nicht auf die Reihe ..."
Das liegt daran, dass du da was verwechselst ;)
Ich stelle mich nicht als Tierschützer dar, sondern wettere eher gegen jene, die sich gern als Tierschützer darstellen, aber dabei widersprüchlich sind oder gar heucheln o.ä. und Tieren selbst antun, was sie anderen vorwerfen.
Ich bin nicht gegen Haustierhaltung, sondern stelle nur fest, dass auch das nur eine Nutztierhaltung für den ausschließlichen Nutzen des Menschen ist, wie alle anderen Nutztierhaltungen auch.
Ob man Tiere nun gefangen hält, weil man sie nett und kuschelig findet oder weil man sie fressen will, ist doch wurscht: Gefangenschaft ist Gefangenschaft.
Ich wettere nicht gegen das Zurechtschneiden von z.B. Katzen, um sie bequemer halten zu können, sondern stelle fest, dass da die Halter ihre Nutztiere auch nur für ihren Nutzen zurechtschneiden, wie z.B. die Hundeohrenbeschneider oder die Schnabelstutzer in der Geflügelmast.
Ich will keine Massentierhaltung aber von irgendwas muss man sich ja ernähren. Auch die lokalen Probleme sehe ich ein - aber irgendwas ist ja immer: produziert man nicht im Land, muss man halt noch mehr exportieren mit allen Nachteilen für Tiere und Umwelt.
Und wenn Massentierhaltung bzw. Tierhaltung allgemein, dann möglichst schonend für die Tiere.
Aber so oder so ist es auch immer eine Sache der Perspektive.
So hat Geflügel vielleicht ein paar Wochen Leid durch Weghauen des Schnabels - eine Katze muss aber vielleicht 10, 15 Jahre damit leben, dass man ihr wichtige Organe weggeschnitten hat, um sie bequemer gefangen halten zu können.
Wer hat das Elend schneller hinter sich? Wer ist besser dran?
> Das liegt daran, dass du da was verwechselst ;)
Nö ... ;-) Deshalb war das ja in Anführungsstriche gesetzt. Hätte ich vielleicht noch einen Heiterkeitsanzeiger beifügen sollen? Naja, nächstes Mal. Kann Dir ja auch mal einen kompletten Satz zum Selbereinfügen per PM zukommen lasse. ;-D
>produziert man nicht im Land, muss man halt noch mehr exportieren mit allen Nachteilen für Tiere und Umwelt.
Nee, umgekehrt: Wenn es eine Überproduktion im Lande gibt, wie in der Hähnchenbranche, muss man exportieren, andernfalls bei einem Defizit ist man auf Import angewiesen. Sicher nur ein Tippfehler.
> Und wenn Massentierhaltung bzw. Tierhaltung allgemein, dann möglichst schonend für die Tiere.
Da muss ich Dir jetzt mal zustimmen. Schön, dass Du es so siehst.
> Wer hat das Elend schneller hinter sich? Wer ist besser dran?
Fast schon zynische Suggestivfrage, die Deine obige Bemerkung schon wieder aufhebt :(, und die man im ersten Ansatz eigentlich nur mit "keiner" beantworten kann. OTOH ist die Frage, ob es einer Katze nicht wurscht ist, ob sie kastriert ist, und ob da nicht menschliche Befindlichkeiten ("OMG, ich bin kein Mann mehr ...") auf Tiere projiziert werden. Interessante Frage, die ich aus meinem Wissensstand heraus nicht beantworten kann. Muss ich mal nachgehen. Gibt ja mittlerweile Tierpsychologen. Ist aber nicht das Thema des Threads.
OTOOH ist es einem Masthähnchen, das auf die Schnauze - pardon, den Schnabel - fällt, weil ihm ein überdimensionierter Brustmuskel angezüchtet wurde, sicherlich nicht egal, dass es nicht wieder auf die Beine kommt, weil es dann nicht mehr zum Futtertrog kommt und krepiert.
"OTOOH ist es einem Masthähnchen, das auf die Schnauze - pardon, den Schnabel - fällt, weil ihm ein überdimensionierter Brustmuskel angezüchtet wurde, sicherlich nicht egal, dass es nicht wieder auf die Beine kommt, weil es dann nicht mehr zum Futtertrog kommt und krepiert."
um vielleicht mal die diskussion zu beenden, sollten wir doch die masthähnchen/hühnchen selber fragen.
wir spielen uns als gott auf, wissen alles besser, denken im namen des geflügels sprechen zu können. wer gibt uns das recht dazu?
wäre mal nett, wenn ein masthühnchen auch hierbei einen kommentar hinterlassen würde.
soweit ich weiß, hat sich bislang kein hühnchen beschwert.
spass beiseite: diese diskussion ist wenig sinnvoll, da es für jeden aspekt vor -und nachteile gibt. gerade deshalb, weil jeder aus einer anderen sichtweise es sieht!
Hallo Detlev, vielen Dank und alle Achtung für den ausführlichen und informativen
Kommentar. Weißt du, ich habe mich einfach nur fürchterlich aufgeregt und mich spontan angemeldet, um meinem Ärger Luft zu machen. Sicherlich kann man noch Jahre über diese Themen diskutieren und kommt auf keinen Nenner.
Ich liebe die Natur und alle Tiere, esse auch Geflügel, aber aus artgerechter Haltung, wie es die Menschen vor 50 Jahren wohl auch noch taten. Und ich bin nicht arrogant gegenüber Menschen mit kleinem oder keinem Einkommen, finde nur, dass man eingesparte Euros von (Pommes, Zigaretten und TK-Pizza) auch in
Fleisch anlegen kann, bei dem man sicher ist, das es nicht vorher zu Tode gequält wurde. Werde mich auch nun nicht mehr an der Diskussion beteiligen, gehe aber Morgen zur Demo.
Vielleicht wird aus Mensch ja doch wieder Mensch und das Tier aus ihm verschwindet. Aber das ist ein frommer Wunsch, solange es die Profitgier gibt.
Patricia
zitat:
"Und ich bin nicht arrogant gegenüber Menschen mit kleinem oder keinem Einkommen, finde nur, dass man eingesparte Euros von (Pommes, Zigaretten und TK-Pizza) auch in
Fleisch anlegen kann, bei dem man sicher ist, das es nicht vorher zu Tode gequält wurde. "
schon die aussage, mit den eingespartem geld von pommes, zigaretten und TK-pizza, zeigt, dass du die wenig bemittelten über einen kamm scherst!
das nennst du : "nichtarroganz"?
die definition "zu tode gequält" ist auch enorm oberflächlich, zu primitiv.
diese tiere werden fachgerecht getötet!!!
>> "produziert man nicht im Land, muss man halt noch mehr exportieren mit allen Nachteilen für Tiere und Umwelt."
> "Nee, umgekehrt: Wenn es eine Überproduktion im Lande gibt, wie in der Hähnchenbranche, muss man exportieren, andernfalls bei einem Defizit ist man auf Import angewiesen. Sicher nur ein Tippfehler."
Stimmt, gemeint war, dass man importieren muss, was man nicht herstellt.
Ob es beim Huhn nun Überschüsse gibt, ist eigentlich nicht relevant, sondern die Nahrungsproduktion an sich - und da können wir uns längst nicht mehr selbst versorgen. Und mit Bio und Öko ging das schon gar nicht (allein schon aus Platzmangel).
>> "Wer hat das Elend schneller hinter sich? Wer ist besser dran?"
> "Fast schon zynische Suggestivfrage"
Nö, ein Finger auf reale Wunden. Und Erregung über Heuchelei.
Wer sich über Schnabelkürzung in der Geflügelmast erregt aber gleichzeitig ähnliches in der Haustierhaltung (wie z.B. das Zurechtschneiden von Hunden und Katzen) gutheißt oder akzeptiert, ist ein Heuchler oder dumm oder beides.
> "die Frage, ob es einer Katze nicht wurscht ist, ob sie kastriert ist, und ob da nicht menschliche Befindlichkeiten ("OMG, ich bin kein Mann mehr ...") auf Tiere projiziert werden. Interessante Frage, die ich aus meinem Wissensstand heraus nicht beantworten kann. Muss ich mal nachgehen. Gibt ja mittlerweile Tierpsychologen"
Ich habe dabei nicht diese von dir erwähnten Befindlichkeiten (und ich glaube auch nicht, dass die meisten Frauen an Penisneid leiden, die ihren Katern die Eier abschneiden ;)) sondern stelle nur diese Verstümmelung zum Nutzen des Halters fest.
> "ist es einem Masthähnchen, das auf die Schnauze - pardon, den Schnabel - fällt, weil ihm ein überdimensionierter Brustmuskel angezüchtet wurde, sicherlich nicht egal, dass es nicht wieder auf die Beine kommt, weil es dann nicht mehr zum Futtertrog kommt und krepiert"
Ja, sehr unschön. Aber es gibt ähnliches oder schlimmeres in der Tierhaltung aber sobald die Nutztierhaltung Haustierhaltung genannt wird und/oder der Nutzen nicht Geldgewinn sondern Bequemlichkeit u.a. ist, werden alle Augen zugedrückt.
Und hier geht es auch noch um lokalen Hallenbau - sowas mag niemand gern auf seiner Lieblingswiese, was ich sogar noch besser nachvollziehen kann als Ablehnungsgrund als manche angebliche zur Schau gestellte Tierliebe.
> "Ich liebe die Natur und alle Tiere, esse auch Geflügel, aber aus artgerechter Haltung, wie es die Menschen vor 50 Jahren wohl auch noch taten"
Wo gab es denn vor 50 Jahren artgerechte Haltung?? Da kannte man ja noch nicht mal den Begriff und hat Tiere als nutzbares Ding angesehen.
Ausserdem, woher willst du wissen, ob du Geflügel aus artgerechter Haltung isst?
> "Und ich bin nicht arrogant gegenüber Menschen mit kleinem oder keinem Einkommen, finde nur, dass man eingesparte Euros von (Pommes, Zigaretten und TK-Pizza) auch in Fleisch anlegen kann"
Armen Menschen zu unterstellen, sie würden ihr Geld in Pommes, Zigaretten und TK-Pizza anlegen, ist tatsächlich nicht arrogant, sondern eher rassistisch.
Arrogant ist es eher, ihnen vorschreiben zu wollen, kein günstiges Fleisch zu kaufen.
> "bei dem man sicher ist, das es nicht vorher zu Tode gequält wurde"
Bist du immer dabei, wenn Tiere getötet werden?
In den Schlachthöfen geht es relativ schnell und schmerzlos zu.
Ob der Biobauer mit seiner Axt auch immer so gut trifft, bezweifle ich ;)
> diese tiere werden fachgerecht getötet!!!
und
> In den Schlachthöfen geht es relativ schnell und schmerzlos zu.
Ja, wenn es denn dazu kommt. Die (einkalkulierte) "Ausfallrate" liegt bei 15%. D.h. pro Mastdurchgang schaffen es 15% der Tiere nicht in den Schlachthof, weil sie vorher krepieren.
> Ob der Biobauer mit seiner Axt auch immer so gut trifft, bezweifle ich
Auch im Schlachthof wird nicht immer gut getroffen. Selbst erlebt :((
> Doch. Deshalb ja die Erklärung ;)
Nur weil Du glaubst, es sei nötig ... ;-D
> Wer sich über Schnabelkürzung in der Geflügelmast erregt aber gleichzeitig ähnliches in der Haustierhaltung (wie z.B. das Zurechtschneiden von Hunden und Katzen) gutheißt oder akzeptiert, ist ein Heuchler oder dumm oder beides.
Dass man in Mastanlagen und Schlachthöfen noch einiges verbessern kann, bestreite ich ja nicht. Aber Bio und Öko sind auch nicht so herzallerliebst wie der Konsument sich das gern einreden lässt, um sich ein gutes Gewissen zu erkaufen.
Mein Gott wie dumm und Primitiv doch manche Menschen sind...
1) Hat sich schon mal jemand gefragt warum Hähnchen ohne Füße im Handel Verkauft werden??? Sonst wird auch an jedem gramm Abfall gewinn gemacht, doch würde man die Füße drann lassen würde niemand mehr Hähnchen kaufen sondern Kotzen. Hähnchenfüße aus Mastanlagen sind mehr als Verkrüppelt...
2) 15 % der Tiere werden beim Schlachten lebend ausgeweidet da dieses Betriebsbedingt nicht anders möglich ist.
3) Die Deutschen Fressen heute rund 1.97 kg Hähnchenfleisch pro Jahr. Rohkötter läst nun Mastanlagen Bauen welche für 3,00 kg Hähnchenfleich pro Bundesbürger reichen. Seid ihr wirklich so blöd zu glauben das ab 1 Januar 2011 jeder Bundesbürger 5 kg Hähnchenfleich frißt (mit ausnahme eines Herrn Ostertag)???
4) Rohkötter will massig Hähnchenfleich in andere Länder exportieren und dort kleinen Bauern damit die existensgrundlage entziehen.
Wer dieses alles nicht glaubt sollte mal zu einer Rohkötter Informationsveranstaltung gehen und die Ohren und vorallem den VERSTAND öffnen. Doch an Versatand mangeld es anscheinend den meisten Deutschen.
Zudem sollte mal jeder von seinem Wohlstandsarsch runterkommen. LEBENSmittel haben Geld zu kosten!!! Nicht der Flachbildfernseher, der Computer oder das Internet sind das wichtigste. LEBENSmittel sind das WICHTIGSTE und dafür sollte JEDER bereit sein den größten teil seines monatlich zu verfügung stehenden Geldbetrages auszugeben. Aber nein wir leben in einer VERLOGENEN Welt wo ALLES andere wichtig ist nur die Ausgaben für Lebendmittel sind immer zu hoch!!!
In diesem Sinner Herr Ostertag auch wenn Sie niemals die Inteligenz haben werden das zu begreifen wünsche ich ihnen noch einen angenehmen Sonntag mit ausgeübter Tierqälerei in ihrem Namen...
@ michael blume
mal schnell unter ner neuen idendität angemeldet, um zu meckern, einen rundumschlag in meine richtung auszuführen? oh wie feige. ein echter kerl geht von angesicht zu angesicht.
gerade das zeigt doch absolut niedrigstes geistiges niveau!
> "Hat sich schon mal jemand gefragt warum Hähnchen ohne Füße im Handel Verkauft werden??? Sonst wird auch an jedem gramm Abfall gewinn gemacht, doch würde man die Füße drann lassen würde niemand mehr Hähnchen kaufen sondern Kotzen. Hähnchenfüße aus Mastanlagen sind mehr als Verkrüppelt..."
Die Füße werden schon seit ewigen Zeiten entfernt. Früher landeten die zusammen mit dem Kopf auf dem Misthaufen/Müll.
> "15 % der Tiere werden beim Schlachten lebend ausgeweidet da dieses Betriebsbedingt nicht anders möglich ist.
Lebend aber betäubt.
Ausserdem: Belege?
> "Die Deutschen Fressen heute rund 1.97 kg Hähnchenfleisch pro Jahr. Rohkötter läst nun Mastanlagen Bauen welche für 3,00 kg Hähnchenfleich pro Bundesbürger reichen. Seid ihr wirklich so blöd zu glauben das ab 1 Januar 2011 jeder Bundesbürger 5 kg Hähnchenfleich frißt"
Das sind statistische Zahlen.
> "Rohkötter will massig Hähnchenfleich in andere Länder exportieren und dort kleinen Bauern damit die existensgrundlage entziehen."
Und? Besser Überschüsse exportieren als Nahrung importieren zu müssen.
Und die Einwände gegen den Export gelten auch für anderen Export - also dürften wir gar nichts mehr exportieren, wenn man danach geht.
> "Wer dieses alles nicht glaubt sollte mal zu einer Rohkötter Informationsveranstaltung gehen und die Ohren und vorallem den VERSTAND öffnen. Doch an Versatand mangeld es anscheinend den meisten Deutschen"
Wo ist das Problem? Billigfleisch ist nicht das Beste, Unternehmer wollen Profite machen - da weiß doch jeder. Und?
> "Zudem sollte mal jeder von seinem Wohlstandsarsch runterkommen. LEBENSmittel haben Geld zu kosten!!! Nicht der Flachbildfernseher, der Computer oder das Internet sind das wichtigste. LEBENSmittel sind das WICHTIGSTE und dafür sollte JEDER bereit sein den größten teil seines monatlich zu verfügung stehenden Geldbetrages auszugeben. Aber nein wir leben in einer VERLOGENEN Welt wo ALLES andere wichtig ist nur die Ausgaben für Lebendmittel sind immer zu hoch!!!"
Im Prinzip hast du nicht Unrecht, aber Millionen Menschen haben nicht diese Wahl von der du redest. Ohne Wohlstand kein Wohlstandsarsch. Und die Verarmten würden eher in dir den Wohlstandsarsch sehen, der betucht genug erscheint, seine teure Tierschutzideologie ausleben zu können ;)
> "In diesem Sinner Herr Ostertag auch wenn Sie niemals die Inteligenz haben werden das zu begreifen"
Persönlich werden ist kein Argument, sondern ein Zeichen des Mangels an Argumenten.
Ich hatte unaufgefordert eine Einwurfsendung der BI Peine/ Stederdorf/ Wendesse im Briefkasten. Fester Karton, Hochglanz, mit einem privaten PKW von Haus zu Haus ausgetragen. Wer übernimmt die Verantwortung für diese Umweltbelastung?!?
Berlin: Umweltbundesamt | Was ist Fracking?
Es geht um Flöz- und Schiefergas im Stein tief im Boden gebunden. 50 Billionen Kubikmeter vermuten Geologen in Europa, ein Gutteil davon unter Deutschland.
Aber um da ranzukommen, braucht man in der Regel ein aufwändiges Bohrverfahren, das so genannte Fracking.
Dabei werden große Mengen von Wasser mit hohem Druck in den Untergrund gepumpt, vermischt mit Sand. So entstehen Risse und das Gas wird...
Berlin: Unter den Linden | Gestern wurde die Rentenerhöhung bekanntgegeben.
Westen 0,25 %
Osten 3,29 %
Die Differenz ist so groß, da angeblich die Löhne im Osten so stark gestiegen sind.
Es wäre mal interessant, wie diese Berechnung zustande kommt.
Kann das jemand näher erläutern?
Berlin: Ecke Schönhauser | Nicht nur in den Westdeutschen Ländern gehen die Preise für landwirtschaftliche genutzte Flächen immer höher (ob Pacht oder Kauf). In Ostdeutschland werden Äcker zu Renditeobjekten.
Die amtierende Regierung nutzt jede Möglichkeit, ihre Klientel zu begünstigen.
mehr dazu unter: http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,ksm569n4f8rrqrzu~cm.asp:
Kampf um Ackerboden
Wie nach der Finanzkrise Renditejäger jetzt...
Burgdorf: Rathaus II | Für Burgdorf:
Am Freitag, 31.5. - 9.30 Uhr vor dem Rathaus II sammelten sich 12 aktive RadfahrerInnen um - bei Regen - zur Eröffnungsveranstaltung der Aktion Stadtradeln der Region Hannover zu radeln.
Vorher konnte jeder noch die Kilometerwette abgeben. Wir sind gespannt
Die Delegation bestand auch Teilnehmer der folgenden Teams: GreenTeam, Rückenwind, SPD-Ratsmitglieder, Team RH4 sowie des ADFC OG Burgdorf/Uetze.
Die...
Eröffnung der Burgdorfer Sommernächte
Der Chor des Herrn K. durfte am Freitag Abend im Zirkuszelt die Burgdorfer Sommernächte eröffnen. Chorleiter Lutz König und seine 50 Mitstreiter starkes Ensemble schafften es, mit einem gemischten Programm aus englischen und deutschen Popkompositionen die Stimmung im Zelt für das nachfolgende Programm anzuheizen.
Neben so bekannten Stücken wie "Engel" von Rammstein, "In the name of...
Burgdorf: Schützenheim | Den ersten König des bevorstehenden Volks- und Schützenfestes ermitteln traditionell die Kinder in Burgdorf. Das Kinderkönigsschießen findet am Freitag, den 14. Juni statt. Teilnahmeberechtigt sind alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren aus Burgdorf, die keinem schießsporttreibenden Verein angehören. Treffpunkt zum Wettbewerb ist um 16 Uhr vor der ehemaligen Fleischerei Burgdorf in der Wallstraße. Neben...