Was ist der beste Umgangston mit unseren Kindern ?
Ein jeder von uns hat eine Mutter und vielleicht auch einen Vater gehabt, also im Idealfall eine intakte Familie.
In letzter Zeit sind oft erschreckende Nachrichten und Bilder durch die Medien gegangen, wie z.B. tote Babys in der Mülltonne oder Amoklauf in der Schule.
Da fragt man sich , wie konnte so etwas geschehen ?
Hängt es vielleicht mit dem Elternhaus zusammen, hat sich das Kind zu Hause nicht verstanden gefühlt, oder haben andere die Zeichen nicht richtig gesehen, haben nicht zugehört wenn das Kind Probleme hatte ?
Sind vielleicht die Eltern mit der Erziehung überfordert weil sie nicht genug Zeit für das Kind haben? Gehen sie zu streng mit ihm um, sodaß das Kind in Angst lebt und das Vertrauen verloren hat ? Findet das Kind kein Vorbild in Vater oder Mutter, vermißt es bei ihnen die gemeinsame Freude, Liebe und Güte ?
Oder ist es das Gegenteil , das dem Kind alles erlaubt wurde, es wurde ihm niemals deutlich gesagt und gezeigt wo seine Grenzen sind ?
Viele Fragen , und nicht immer in jedem Fall die richtige Antwort ?!
Genau Adolf.....das ist das was ich Heute sehr vermisse bei Kindern und Jugendlichen.
Wenig Respekt gegenüber Erwachsenen,keine Grenzen und Gute Umgangsformen fehlen.
Alles nur noch Antiautoritäres Gelabere.
Sicher kann man nicht alles über einen Kamm scheren....aber zu 90% ist es leider so.
Ich könnte da so einiges was ich schreiben was ich täglich erlebe.
Früher habe ich mir immer gedacht, ich möchte mal nicht so streng wie meine Eltern werden, aber ich muß gestehen es war nicht immer falsch, zumindest kann ich mich an solch tragische Fälle in dieser Zeit nicht erinnern, es wurde den Kindern mehr Selbstständigkeit, Verantwortungsgefühl und Höflichkeit beigebracht und den Eltern fehlte auch das Geld für andere Zerstreuung und so hatten sie mehr Zeit für ihre Kinder. Meine Eltern hätten auch niemals einen Streit vor den Kindern ausgetragen. Ich kann mich erinnern, daß wir viel gebastelt, gesungen und Spiele gemacht haben (wenig Spielzeug regte die Fantasie und Kreativität an).
Bei der Erziehung meiner Tochter war ich nicht so konsequent, aber es ist doch alles gut gegangen und sie wurde ein Mensch, der weiß was sich gehört!
(...in gewisser Weise, hab ich ihr doch auch etwas von meiner Erziehung beigebracht)
Ich habe einen Sohn im Alter von 19 Jahren. Er und seine Freunde sind sehr freundlich . Haben einen guten Umgangston und benehmen sich . Dazu ein Beispiel: Die jungen Erwachsenen wollten Silvester bie uns feiern. Im Blockhaus war es allerdings zu kalt. Also, boten wir an, im Wohnzimmer zu feiern. Wir waren ja nicht zu Haus. Abends gab es Pizza für alle, dann wurde gefeiert. Ich hatte auch gesehen, dass einige Tischfeuerwerk mitbrachten. Als wir von unserer Feier nach Haus kamen, waren alle schon weg. Wohnzimmer, und Küche waren aufgeräumt. und sogar die Knaller auf der Straße ewaren zusammengefegt in einem Eimer.Wir waren erstaunt. Na, es geht doch. Wir würden sie wieder bei uns feiern lassen.
Ich habe eigentlich gute Erfahrungen gemacht. Auch mit anderen Jugendlichen. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass wir auf dem platten Land wohnen. In Großstädten ist vieles anders
Schönes Wochenende wünsche ich
grüßle Karin
...noch ein Nachtrag: in unserem Familien und Freundeskreis habe ich noch nie negative Erfahrungen mit den Jugendlichen gemacht, also kann man doch nicht alle über einen Kamm scheren (Gott sei Dank) :)))
Lisa, ich wollte auch nie die Erziehung meiner Eltern nachmachen. Aber in manchen Sachen war ich auch so. Wir haben ein gutes Verhältnis zu unserem Sohn. Vertrauen ist doch wichtig. Er kann immer zu uns kommen. Also, haben wir doch alles richtig gemacht.:-))
Hallo Adolf .... Du weisst ich habe keine Kinder ... aber in meiner Familie gibt es welche und ich kann mich nicht über diese beschweren ... drei Jungs .... klasse Jungs .... aber ich kenne auch andere ..... und da schließe ich mich ein wenig der Aussage von Elli an .... woran das liegt kann ich nicht sagen .... vielleicht fehlt das Vorbild in der Familie und die Zeit und Gespräche mit den Kindern .... obwohl .... ich war auch als Kind mit meinen Geschwistern am Tag allein zu Haus .... aber wir sind anderen gegenüber immer Respekvoll geblieben .....
Es ging mir wohl so ähnlich wie dir, Karin, ich wollte nie mit meinen Kindern so streng umgehen, vor allem nicht wie mein Vater. Aber leider hat das nicht immer geklappt, ich bin oft ärgerlich gewesen und habe nicht alles durch gehen lassen.
Man ist da selbst im Kindesalter schon stark geprägt worden.
Trotz allem, und nicht zuletzt durch meine Frau , sind sie heute erwachsene Menschen geworden auf die wir stolz und froh sein können.
Sie wissen was man machen kann und was nicht, sie schenken uns ihre Zuneigung und Liebe, und haben auch gesagt, es war zwar damals nicht immer schön wenn wir unsere kleinen Pflichten hatten, aber heute sehen wir oft wie gut das gewesen ist.
Karola , respektvoll oder vorbildlich gehört heute leider bei einigen Menschen zu den Fremdwörter.
Man muss schon unterscheiden... tote Babys in der Mülltonne geben natürlich gutes Material für die Medien ab und sind erschreckend, haben aber mit den restlichen Problemen bezüglich der Jugendlichen kaum zu tun.
Dann schon eher die Amokläufe, obwohl auch die seltene Einzelfälle sind.
Einige mögliche Ursachen wurden ja schon im Artikel angesprochen.
Ich war übrigens auch kein Freund von antiautoritärer Erziehung, wäre heutzutage aber froh, wenn überhaupt irgendeine Erziehung praktiziert würde. Stattdessen herrscht eher Desinteresse, Abschieben, Zuschütten mit materiellen Krimskrams wenn Geld vorhanden, usw. Inzwischen häufen sich die Fälle, wo Jugendliche Mist bauen und hinterher als Motiv angeben, dass sie Aufmerksamkeit ihrer Eltern erregen wollten.
Naja , das tote Baby gehört schon zu dem gleichen Problem , denn irgend etwas verpatztes muß auch in der Kindheit des Menschen geschehen sein, der das Baby dahin tut. Dieser Mensch kommt mit der Situation nicht klar, weil es in ihrer Jugend wo auch immer ( Zuneigung, Trost, Richtlinien u.s.w.) an etwas gefehlt hat.
Kommt auf den Einzelfall an. Kinder nach der Geburt sogar lebend auszusetzen, ist dem Menschen gar nicht so fremd. In Notzeiten passiert das z.B. sehr oft. Dafür werden ja sogar inzwischen die "Klappen" eingerichtet.
Mit Tot-/Früh-/Fehlgeburten kommen manche nicht so klar. Ist es dann erstmal "deponiert", trauen sich manche nicht mehr, daran zu rühren oder es zuzugeben. Ich habe auch schon von Fehlgeburten gehört, die im Klo blieben.
Gebären und bewusst umbringen und verstecken ist natürlich was anderes.
Übrigens neigen Vernachlässigte oft eher dazu, es mit der Fürsorge zu übertreiben.
Auch Familien mit einem reichen Kindersegen, können durchaus einen guten Umgangston pflegen. So war es bei meinem Opa. Dieser hatte 16 Geschwister, und aus allen ist etwas geworden. Einer war u.a. Leibarzt bei Franz-Joseph Strauss, ehem. MP von Bayern.






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