Unsere ersten Landesmeisterschaften ...

Lara, Marieke, Annika und Patricia (v.l.n.r.) fiebern ihren ersten Landesmeisterschaften entgegen
 
Patricia, Lara, Marieke und Annika vor der Siegerehrung
 
Geschafft! Platz 9 als jüngste TSV-Mannschaft bei Landesmeisterschaften

Hallo! Wir sind Annika, Lara, Marieke und Patricia. Wir sind Trampoliner beim TSV Pattensen und möchten euch etwas über unsere ersten Landesmeisterschaften erzählen.

Montag, 15. Dezember 2008:
Letztes Training vor den Weihnachtsferien. Unsere Trainerin Molly gibt uns den Terminplan für das nächste Jahr. Kreis-Einzel und Synchron, Mannschaft auch, im Bezirk das gleiche. Ganz schön viele Termine in den ersten Monaten im neuen Jahr. Aber halt - was ist das? Landesmannschaftsmeisterschaften? Ist das Ernst? Eine echte Landesmeisterschaft? Super! Da waren wir noch nie! Gegen Mannschaften aus ganz Niedersachsen turnen, das ist ja aufregend. Wird bestimmt nicht so einfach, da gut abzuschneiden. Aber egal, dabei sein ist alles. Wo ist der Wettkampf? In Aschendorf? Wo ist das denn bloß? Ach so, bei Papenburg im Emsland. Na mal sehen, was unsere Papas sagen, wenn sie hören, wie weit sie fahren müssen …

Montag, 9. März 2009:
Am Wochenende waren die Kreissynchronmeisterschaften. War zum Teil ganz erfolgreich, zum Teil auch nicht so. Annika und Marieke sind fünfte geworden, Lara und Patricia siebte. Egal, die Synchron-Meisterschaften sind gelaufen, ab heute wird nur noch für die Landesmeisterschaften trainiert. Schon die Pflichtübung ist nicht so einfach. Ein Salto gehockt am Anfang der Übung, ein Salto gehechtet am Ende. Natürlich können wir alle die Übung, aber man muss sie ja nicht nur durchturnen, sondern auch noch schön turnen. Wir schaffen das schon. Falls einer seine Übung abbrechen sollte ist das auch nicht so schlimm. Beim Mannschaftswettkampf werden nur die drei besten Übungen pro Durchgang gewertet, ein Patzer ist also erlaubt. Unsere Kür müssen wir natürlich auch noch trainieren. 10 Sprünge, die man sich aussuchen kann, es darf aber keiner doppelt sein. Das ist gut! Da kann man einen Sprung, den man nicht so gern mag, einfach nicht turnen. Und die Sprünge, die man besonders gut kann, sind natürlich drin in der Kür. Bei der Kür sollte man nicht nur schön, sondern auch schwierig turnen, das gibt dann Extra-Punkte. Mal schauen, ob wir das hinkriegen.

Mittwoch, 11. März 2009:
Unser letzter Trainingstag vor den Landesmeisterschaften. Das Training am Montag ist ganz gut gelaufen. Beim Synchron-Wettkampf am letzten Wochenende haben wir alle eine andere Pflicht- und Kürübung geturnt. Wir mussten uns erstmal wieder an die anderen Übungen gewöhnen. Ist manchmal gar nicht so einfach, die richtige Reihenfolge im Kopf zu haben. Aber wir können alle unsere Übungen und turnen meistens auch ganz sauber. Was wohl die anderen Mannschaften können? Außer uns sind noch neun Mannschaften da. Die fünf Besten kommen in das Finale und dürfen eine zweite Kür turnen. Ob wir dabei sind? Wenn, dann nur, wenn wir besonders gut sind - also weiter trainieren!

Samstag, 14. März 2009:
Wir müssen heute fast so früh aufstehen wie sonst, wenn wir zur Schule müssen. Um viertel nach acht ist schon Abfahrt. Bis nach Aschendorf fahren wir fast drei Stunden und um 11 Uhr beginnt das Einturnen. Vorher noch beim Bäcker vorbei, gefrühstückt wird unterwegs. Unsere Nintendos haben wir auch aufgeladen, mit so einem Ding geht die Zeit viel schneller rum.
Wir sind pünktlich angekommen. Gleich beginnt das Einturnen. Jetzt wird erstmal ein kleines Lager in der Halle eingerichtet. Marieke hat eine Decke dabei, damit wir nicht auf dem Boden sitzen müssen. So ein Wettkampftag ist ganz schön lang, da muss man es sich ein bisschen gemütlich machen. Und dann müssen wir uns „warm machen“. Ein bisschen laufen, Gymnastik machen, die Muskeln dehnen.
Bis 12.15 Uhr ist Einturnen. Jeder von uns turnt seine Übungen auf dem Trampolin, auf dem nachher auch der Wettkampf ist. Jedes Trampolin ist ein bisschen anders und man muss sich erst dran gewöhnen. Das Einturnen klappt ganz gut. Die Mannschaften, gegen die wir turnen müssen, sind auch schon da. Die anderen Mädchen turnen gut, das wird bestimmt schwer heute.
Die Startreihenfolge hängt aus. Wir sind an Startplatz eins. Zuerst turnen die ganzen ersten der Mannschaft eine Pflicht und eine Kür, dann die zweiten und so weiter. Ein letztes Mal einturnen, dann geht es los.
Annika muss als erste Turnerin aufs Gerät - das ist besonders aufregend. Aber Annika turnt gut, von Nervosität keine Spur. Die Haltungsnoten sind ganz gut, aber nicht wirklich hoch. Bei Landesmeisterschaften wird halt doch etwas strenger gewertet als sonst. Eine kurze Pause, dann geht’s in die Kür. Auch schön geturnt! Ein schöner Anfang für den Wettkampf!
Als nächstes ist Lara dran. Auch sie turnt eine tolle Pflichtübung. Die Wertungen sind echt niedrig - aber zum Glück kriegen die anderen auch nicht mehr Punkte. Wieder die kurze Pause, dann die Kür. Oh nein! Lara landet beim Salto vorwärts mit halber Schraube auf der seitlichen Abdeckung. Wie schade, Lara turnt sonst immer so viele Punkte!!! Ein paar Tränen fließen, kein Wunder! Im Training und im Einturnen hat es noch so gut geklappt. Aber so schlimm ist es auch nicht, ein „Patzer“ ist ja erlaubt.
Marieke ist die Dritte, die ihren Wettkampf turnen muss. Auch sie turnt ganz gut. Beim letzten Salto sind die Knie etwas krumm, ist aber nicht so schlimm. Jetzt geht’s in die Kür. Durchturnen ist wichtig, damit keine abgebrochene Übung in die Wertung kommt. Am Ende der Übung ist Marieke etwas niedrig, sie schaltet aber gut und turnt statt des Salto vorwärts mit Schraube nur eine ganze Schraube. Bloß kein Risiko eingehen!
Als letzte der Mannschaft muss Patricia aufs Gerät. Auch sie turnt eine gute Pflichtübung. Jetzt noch mal zittern für die Kür. Patricia turnt fünf Saltos in der Kür, hoffentlich turnt sie durch. Ja, sie turnt durch. Und auch ihre Haltung ist gut. Jetzt heißt es abwarten, wie viele Punkte wir haben und ob es für das Finale reicht.
Kurz nach der letzten Turnerin kommen die Ergebnisse. Wir sind neunte geworden. Ein bisschen enttäuscht sind wir schon, wir wären gern noch ein paar Plätze weiter vorn gelandet, vielleicht sogar ins Finale gekommen. Aber wir haben unser Bestes versucht und die anderen waren halt besser. „Dabei sein ist alles“ sagt man doch. Und Molly, unsere Trainerin, hat gesagt, dass wir die jüngste TSV-Mannschaft sind, die je an Landesmeisterschaften teilgenommen haben. Na wenn das kein Erfolg ist!!!

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Robin Jantos aus Hannover-Mitte am 16.03.2009 um 12:38 Uhr  
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