Traumschiff Surprise – Das Traumschiff setzt sich beim Drachenbootfestival oben fest

Das Team
 
Leinen los!
 
Auf zum letzten Rennen!

Traumschiff-Logbuch: Hannover, Maschsee-Nordufer, 07. – 09. Juni 2014

Unendliche Weiten des Hannoverschen Maschsees, 20. Pfingstcup (Jubiläum), das legendäre größte Drachenbootfestival des HKC Hannover. 150 Teams, 3.000 Teilnehmer, Zelte rund um den Maschsee…Traumschiff Surprise aus Pattensen ist zum vierten Mal dabei. Wieder fanden sich 22 verrückte Sportler mit überwiegend unveränderter Besetzung im Alter von 16 – 65 Jahren zusammen, um das Drachenbootfestival erneut aufzumischen. Wieder gelang eine erfolgreiche Teilnahme! Und das nach einem verpatzten Start! Doch wie immer der Reihe nach: Nachdem die Online-Anmeldung zum beliebten Festival wieder gemeistert war, wurde die Teilnahme logistisch durchgeplant. Keine Frage, dass das Team am Maschsee campieren wird. Das große Zelt für die Mannschaft samt Anhang, Tische, Bänke, Grill, Getränke, Kühltruhen, Musikanlage etc. waren schnell organisiert. Hat sich ja alles bewährt! Dann die üblichen, kontrovers geführten Diskussionen über das Ziel der Traumschiff-Reise. Können wir wieder in die Topplätze fahren, also in das A- oder B-Finale? Ist das wieder realistisch? Wollen wir nur Spaß haben, also zählt eher der olympische Gedanke? Am Ende wurde der olympische Gedanke wieder verworfen. Der Ehrgeiz war also noch da! Dann, endlich, Ende April, saß das Team vom Traumschiff-Surprise wieder im Drachenboot, die ersten Schläge waren schnell und kraftvoll getan. Und, viel wichtiger, im ganzen Boot gleichmäßig mit langen, ruhigen Schlägen. Kleiner Wehrmutstropfen: bis auf das letzte Training unmittelbar vor Pfingsten war das Boot nie voll besetzt. Das machte es schwer abzuschätzen, wie gut wir tatsächlich sind. Aber unser Steuermann Ole machte uns Mut! Zwar hatte er immer etwas zu bemängeln („Zufriedenheit ist Stillstand!“), aber es waren letztlich Kleinigkeiten, die nur durch intensives Training Woche für Woche abzustellen sind. Dann endlich Pfingsten! Was für ein Wetter! Blauer Himmel, nur Sonnenschein, Anreise am Freitag Vormittag, Aufbau des Traumschiff-Surprise-Camps. Leider nicht am angestammten Platz auf dem Gelände der Stadionschwimmhalle (wir waren letztes Jahr zu laut…), aber nicht weit davon entfernt. Am frühen Abend traditionelles gemütliches Beisammensein, es wurde gegrillt, gelacht und auch Bier/Brause getrunken. Alles wie immer. Wie immer? Nein, diesmal ohneVorführung des Kinofilms „Traumschiff Surprise“ im Partyzelt. Dafür mit Übertragung des letzten Testspiels der Nationalmannschaft vor der WM, das mit 6:1 gewonnen wurde. Ist das ein gutes Zeichen? Können wir den Schwung übertragen auf das erste, viel entscheidende Rennen um 09:00 h Samstagmorgen? Denn schon das erste Rennen entscheidet über eine gute Endplatzierung beim Festival. Nein, der Morgen begann nach kurzer Nacht chaotisch. Wo bleiben die Heimschläfer, wie sehen wir überhaupt aus?! Irgendwie zerknittert und nicht recht motiviert. Liegt es an der frühen Startzeit? War doch sonst nie ein Problem. Schließlich stolperte das Team zum Start, der letzte Heimschläfer kam mit dem Fahrrad noch direkt zum Steg, just in time zum Ablegen! Na toll! Gelingt es jetzt, Konzentration aufzubauen, den Blick auf das Rennen zu fokussieren? Das Wasser mit gleichmäßigen, kraftvollen Schlägen am Boot vorbei zu schieben? Die Müdigkeit zu überwinden? Irgendwie landeten wir auf unserer Startbahn 7 (keine gute Startbahn). Dann das Startsignal: Attention…Go! Alles geben, das Wasser von vorne holen, fünf kräftige, fünfzehn schnelle, dann lange Schläge auf der Strecke…Durchhalten! Durchhalten… Zieldurchlauf… Platz ?? Keiner im Boot weiß es, gefühlt jedenfalls Letzter. Klar war schnell, dass das Rennen nicht gut war, dass nach gutem Start am Ende ein Einbruch kam. Okay, zurück zum Steg und nachsehen. Kaum ausgestiegen, hieß es, die Team-Capt’ns sollen sich bei der Rennleitung einfinden, es gab wohl Probleme mit der Zeitmessung und den Zielfotos. Tatsächlich, das Rennen musste wiederholt werden. Zum Unwillen der Bestplatzierten, zum Glück für das Traumschiff. Denn es hatte nun die Chance, das verkorkste Rennen nach dem „Hallo-Wach-Erlebnis“ mit neuer Motivation anzugehen. Also alle zurück zum Camp, den Blick kurz nach Innen richten und dann mit geballter Willenskraft nach vorn! Das ist nach kurzer und harter Aussprache gut gelungen, denn im Wiederholungsrennen wurde der 3. Platz und damit das Viertelfinale erreicht. Gut, das Computertechnik auch mal Gefühle zeigt…

Im zweiten Rennen am Nachmittag wurde die gute Platzierung vom Morgen noch verbessert und der 2.Platz erreicht. Und damit das große Halbfinale, jetzt ging es wieder um die Plätze 1 – 15, wird das A-Finale erreicht? Am Sonntag Start um 12:10 h im Rennen 72 im 1. großen Halbfinale. Alle sind ausgeschlafen, keiner kommt zu spät. Die Motivation ist hoch, die Konzentration auch. Volle Kraft voraus! Dann wieder: Attention…go! Alles geben, den Blick nur im Boot, lange Schläge weit von vorn, das Wasser am Boot vorbei holen, dabei das Boot aus dem Wasser ziehen, auf der Welle reiten! Zieleinlauf, voll abbremsen, um nicht in das Nordufer zu krachen! Die Fangemeinde am Ufer reckt die Daumen, 2. Platz! A-Finale!! Plätze 1 - 7. Stark! Also, höchste Konzentration auf das letzte Rennen, alles im Geiste noch einmal durchgehen. Dann war es soweit: 17:04 h, Rennen 90, Bahn 5. Ein letztes Mal Höchstspannung, dann „Attention…Go“ und los ging die Jagd! Wieder alles geben, Wasser schaufeln von ganz vorn, bester Start, das Boot läuft gut, die Boote liegen Kopf an Kopf. Dann die letzten Meter, diesmal nicht unsere Stärke, können wir uns halten? Zieleinlauf! Kurz vorher schob sich noch ein Boot vorbei. 5. Platz im A-Finale, also 5. Platz in der Gesamtplatzierung! Traumschiff-Surprise hat wieder den Maschsee gerockt. Die guten Ergebnisse der letzten 3 Jahre (Platz 15, 7 und 8) bestätigt! Große Freude. Das Traumschiff setzt sich oben fest! Die Teilnahme im nächsten Jahr ist wieder beschlossene Sache. Anschließend wurde am Zelt bei Traumwetter bis zum Umfallen gefeiert.

Die Firedrags, ein Boot der Freiwilligen Feuerwehr Pattensen, wurden 11., POW-Pattensen On Water (Elternboot der ERS) 39.. Eine tolle Sache!

Wer von den Kurzstreckenrennen noch nicht genug hatte, konnte sich Pfingstmontag noch auf der Langstrecke beim Jagdrennen über 2.000 m beweisen. Traumschiff-Surprise hatte sich dazu angemeldet und ging mit 19 anderen Teams in der FUN- Sport-Klasse auf die Strecke. Nach rd. 12 Minuten war auch dieser Spuk wieder vorbei. Nach toller Führung und Motivation durch eine erfahrene Trommlerin und geschicktes Steuern des Steuermanns mit dem berauschenden Gefühl, noch nie so gut wie dieses Jahr die Langstrecke gemeistert zu haben!

Vielen Dank dem Hannoverschen Kanuclub (HKC) für die tolle Organisation des Pfingstcups! Und herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!

www. traumschiffsurprise.de
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Karl-Heinz Mücke aus Pattensen | 13.06.2014 | 12:53  
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