Traumschiff Surprise – Das Traumschiff fährt beim Drachenbootfestival auf das Treppchen

Endlich auf dem Treppchen
 

Traumschiff-Logbuch: Hannover, Maschsee-Nordufer, 23. – 25. Mai 2015


Unendliche Weiten des Hannoverschen Maschsees, 21. Pfingstcup, das legendäre Drachenbootfestival des HKC Hannover. 150 Teams, 3.000 Teilnehmer, Zelte rund um den Maschsee…Traumschiff Surprise aus Pattensen ist zum fünften Mal dabei. Wieder fanden sich 22 verrückte Sportler mit überwiegend unveränderter Besetzung im Alter von 14 – 60 Jahren zusammen, um das Drachenbootfestival erneut aufzumischen. Am Ende waren 46 Teams abgehängt! Doch wie immer der Reihe nach: Die Online-Anmeldung wurde vom Capt’n erneut hervorragend gemeistert. Routine halt…Keine Frage, dass das Team am Maschsee campieren wird. Das große Zelt für die Mannschaft samt Anhang, Tische, Bänke, Grill, Getränke, Kühltruhen, Musikanlage etc. waren schnell organisiert. Alles wie immer. Alles? Etwas hatte sich aber verändert: die sonst üblichen, kontrovers geführten Diskussionen über das Ziel der Traumschiff-Reise blieben aus! Hat das etwas zu bedeuten, geht dem Boot langsam die Luft aus? Abwarten. Mitte April saß das Team vom Traumschiff-Surprise wieder im Drachenboot, die ersten Schläge waren schnell und kraftvoll mit gleichmäßig langen, ruhigen Schlägen getan. Verlernt war also nichts. Kleiner Wehrmutstropfen: bis auf das letzte Training unmittelbar vor Pfingsten war das Boot nie voll besetzt. Das machte es schwer abzuschätzen, wie gut wir tatsächlich sind. Aber unser Steuermann Ole machte uns Mut! Zwar hatte er immer etwas zu bemängeln („Zufriedenheit ist Stillstand!“), aber es waren letztlich Kleinigkeiten, die nur durch intensives wöchentliches Training abzustellen sind. Dann endlich Pfingsten! Anreise Freitag Mittag, Aufbau des Traumschiff-Surprise-Camps. Diesmal aufgrund des letzten Heimspiels von Hannover 96 im Erika-Fisch-Stadion. Auch die Tageszelte konnten deswegen nicht am Arenaparkplatz aufgebaut werden und mussten auf den Schützenplatz ausweichen. Am frühen Abend traditionelles gemütliches Beisammensein, es wurde gegrillt, gelacht und auch Bier/Brause getrunken. Alles wie immer. Am Samstag Morgen hieß es dann früh aufstehen, frühstücken und fertig machen für das erste Rennen um 09:16 h. Ein wichtiges Rennen, denn es ist wegweisend für eine gute Endplatzierung. Im Gegensatz zum letzen Jahr waren alle rechtzeitig in der Startzone. Auch die Heimschläfer kamen pünktlich. Auf geht’s, einsteigen, mit leichten Schlägen zur Rennstrecke, volle Konzentration, totale Ruhe im Boot. Langsam einschwimmen auf Startbahn 5, das Wasser ist spiegelglatt, kein Wind. Gute Bedingungen. Dann das Startsignal: Attention…Go! Alles geben, das Wasser von vorne holen, vier kräftige, fünfzehn schnelle, dann lange Schläge auf der Strecke…Durchhalten! Durchhalten… Zieldurchlauf… Vollbremsung (was für eine Energievernichtung…) Platz ?? Keiner im Boot weiß es, aber alle haben ein gutes Gefühl. Zurück zum Ufer, aussteigen, Manöverkritik vom Steuermann. Dann schnell zur Ergebnistafel: Platz 1!! Super! Große Freude, denn damit ist das Viertelfinale erreicht, weiter geht’s um die Plätze 1 – 24.

Im zweiten Rennen am Nachmittag wurde die sehr gute Platzierung vom Morgen erneut erreicht. Wieder Platz 1, und das bei inzwischen erschwerten Bedingungen mit Wellen und starkem Gegenwind. Aber das war ja für alle gleich. Also geht es im großen Halbfinale weiter, jetzt ging es wieder um die Plätze 1 – 15. Ziel ist nun das A-Finale! Nach dem Rennen haben es alle eilig: 96 spielt um den Klassenerhalt! Also schnell zurück zum Zelt und die Liveübertragung verfolgen. 96 gewinnt und bleibt in der 1. Liga. Alle jubeln. Das sollte doch zusätzlichen Schwung für die Sonntagsrennen bringen. Am Sonntag Start um 11:10 h im Rennen 65 im 1. großen Halbfinale. Alle sind gut drauf. Die Motivation ist hoch, die Konzentration auch. Volle Kraft voraus! Dann wieder: Attention…go! Alles geben, den Blick nur im Boot, lange Schläge weit von vorn, das Wasser am Boot vorbei holen, dabei das Boot aus dem Wasser ziehen, auf der Welle reiten! Zieleinlauf! Die Fangemeinde am Ufer reckt die Daumen, 2. Platz! A-Finale!! Das Rennen um die Plätze 1 - 7. Stark! Nun werden doch noch Träume laut artikuliert: einmal auf dem Treppchen stehen, das wäre doch schön. Muss doch nach dem 5. Platz in der Gesamtwertung vom letzten Jahr möglich sein! Also, höchste Konzentration auf das letzte Rennen, alles im Geiste noch einmal durchgehen. Dann war es soweit: 17:04 h, Rennen 90, Bahn 5. Ein letztes Mal Höchstspannung, Tunnelblick, Stille, Paddel voraus… „Attention…Go“ und los ging die Jagd! Wieder alles geben, Wasser schaufeln von ganz vorn, nach hinten durchgeben, guter Start, das Boot läuft gut, die Boote liegen Kopf an Kopf. Dann die letzten Meter, wir halten durch, können noch einige Zentimeter aufholen. Zieleinlauf! Platz?? Weiß keiner genau, erster auf keinen Fall, das konnte man sehen. Also noch ein wenig rätseln, schnell zurück zum Ufer, abklatschen, beim Steuermann bedanken. Ab zur Anzeigetafel. Jubel! Unglaublich, wir haben es geschafft: 3. Platz im A-Finale, also 3. Platz in der Gesamtplatzierung! Was für ein Gefühl - Traumschiff-Surprise hat noch einmal den Maschsee gerockt und 46 Teams abgehängt. Die guten Ergebnisse der letzten 4 Jahre (Platz 15, 7, 8 und 5) bestätigt! Große Freude. Das Traumschiff steigt in die Fun-Sport-Klasse auf! Am Zelt wurde bei Traumwetter natürlich ordentlich gefeiert. Mit Livemusik einer aufstrebenden Band. Nicht nur das Traumschiff rockt den Maschsee! Das hat es hier wohl bisher auch noch nicht gegeben. Um 22 h fand dann die Siegerehrung in der Swiss-Life-Hall statt. Die wurde in vollen Zügen genossen. Das ist noch ein viel besseres Gefühl als lediglich kurz im Platzierungsschnelldurchlauf erwähnt zu werden.


www. traumschiffsurprise.de
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